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Als unverzichtbarer und bewährter Partner erweist sich hierbei die Schwabacher Maschinenfabrik Niehoff, die mit ihren mehr als 400 Mitarbeitern auf eine über 60-jährige Firmentradition zurückblicken kann.
Zu Beginn der Auftaktveranstaltung in einem vollbesetzten Saal stellte Diplom-Ingenieur Dr. Hubert Reinisch anschaulich einige Drahtziehmaschinen vor, um die Zuhörer auf die spätere Werksführung vorzubereiten. Dabei klang aber auch ein zentraler Aspekt der Firmenphilosophie des Familienunternehmens an: die fortwährende Anpassung an den sich stetig wandelnden Forschungs- und Entwicklungsstand dieses Industriesektors.
Reinisch verwies auch auf die weltweiten Niederlassungen, unter anderem in Brasilien und China, betonte aber zugleich, dass das Know-how der Fertigungstechnik in Deutschland und damit in Schwabach bleiben müsse.
Den fachwissenschaftlichen Vortrag des Abends hielt die Veterinärmedizinerin Sandra Reitmaier, die ihre Dissertation im Zentrum für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik des Universitätsklinikums Ulm über zukünftige Behandlungsmethoden der degenerierten Bandscheibe abgefasst hat. Es gelang der jungen Wissenschaftlerin, die vielschichtige Zuhörerschaft (Schüler, Eltern und Lehrer des Adam-Kraft-Gymnasiums) gleichermaßen für den „Brennpunkt Bandscheibe“ zu interessieren.
Engagiert, für Laien gut verständlich und fachlich enorm präzise, stellte sie die Grundprobleme verschiedener Rückenleiden dar, bevor sie ihren aktuellen Untersuchungsgegenstand in den Mittelpunkt ihres Vortrags rückte: die Erforschung von Alternativen zu gegenwärtigen, operativen Behandlungsmöglichkeiten (zum Beispiel Gelenksversteifungen), die oftmals mit schädigenden Folgeerscheinungen für die umliegenden, gesunden Bandscheibenelemente einhergehen.
Sie zeigte dabei mögliche, zukünftige Behandlungsstrategien, die auf der Basis des Tissue Engineering, der Zellzüchtung, beruhen. Die Tierärztin wies aber auch auf Grenzen hinsichtlich der sich damit bietenden Regenerationsmöglichkeiten für eine verletzte Bandscheibe beim Menschen hin, denn bevor diese zukunftsweisenden Methoden am Menschen angewandt werden können, müssen diese erst am Tier, in diesem Fall an der Wirbelsäule von Schafen, getestet werden.
Danach hatten die Gäste die Möglichkeit, in Gruppen an einer Betriebsbesichtigung teilzunehmen.
Die Auftaktveranstaltung der „Tage der angewandten Naturwissenschaften“ in den Räumen der Firma Niehoff offenbarte eindrucksvoll, wie unabdingbar die Kooperation von Industrie, Wissenschaft und Schule für das Zeigen beruflicher Zukunftsperspektiven in den MINT-Bereichen ist, denn für die zahlreichen, interessierten Mittel- und Oberstufenschüler des Adam-Kraft-Gymnasiums bot der Abend eine Fülle an neuen Impulsen: umfangreiche Einblicke in ein weltweit vernetztes, innovatives Unternehmen, das Kennenlernen neuer technischer und naturwissenschaftlicher Berufsfelder sowie unmittelbare Austauschmöglichkeiten mit Firmenmitgliedern sowie der Referentin.
Mi. 22.05.13
Sa. 04.05.13
Sa. 27.04.13
Fr. 26.04.13
Do. 18.04.13