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Weniger Druck, mehr Motivation für erfolgreiches Lernen

Grünen-Landesvorsitzende Schopper wab in Rednitzhembach für bessere Bildungspolitik - 16.05.2013 08:38 Uhr

Die Grünen aus Rednitzhembach mit ihrem prominenten Besuch (von links): Erwin Held, Kassiererin Melanie Plaschke, Landesvorsitzende Theresa Schopper, Bundestagskandidat Tom Aurnhammer und Kreisrat Norbert Schlitz.

Die Grünen aus Rednitzhembach mit ihrem prominenten Besuch (von links): Erwin Held, Kassiererin Melanie Plaschke, Landesvorsitzende Theresa Schopper, Bundestagskandidat Tom Aurnhammer und Kreisrat Norbert Schlitz. © Steinberg


Der Hembacher Vorstand und einziger „grüner“ Gemeinderat in Rednitzhembach, Erwin Held, erinnerte ferner daran, dass, „exakt vor 20 Jahren, am 14. Mai 1993“ die Vereinigung Bündnis 90 (Ost) und Die Grünen (West) vollzogen wurde.

Kreisvorsitzender Tom Aurnhammer, der auch für den Bundestag kandidierte, hob in seinen Gratulationsrede besonders hervor, dass „man es gar nicht hoch genug einschätzen kann, sich auf der Fläche als Einzelkämpfer“ zu behaupten und zollte der Leistung von Held großes Lob mit den Worten „Hut ab“.

Zusammenarbeit gelobt

Held gab einen Rückblick über die vergangenen zehn Jahre und spannte gleichzeitig den Bogen zur aktuellen politischen Lage in Hembach, indem er die „kooperative Zusammenarbeit mit der SPD-Fraktion“ lobte.

Anschließend ehrten Held und sein Büchenbacher Vorstandskollege und Kreisrat Norbert Schlitz die seinerzeitigen Gründungsmitglieder.

Held bezeichnete es als „Ehre“, dass die Landesvorsitzende des Landesverbandes Bayern und gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag Theresa Schopper zur Jubiläumsfeier als prominente Gastrednerin gekommen war. Schopper würdigte in ihrer Glückwunschrede die hohe Bedeutung von Ortsverbänden und betonte, dass für die Grünen angesichts der aktuellen zweistelligen Umfragewerte „das Jahr gut begonnen hat“.

Großer Optimismus

Schopper kam schier ins Schwärmen, als sie den Anwesenden hochrechnete, dass bei Bestätigung der derzeit positiven Stimmung durch die Wähler im „Doppelwahlkampfjahr 2013“ die Zahl der grünen Abgeordneten im Bayerischen Landtag von aktuell 19 auf dann 30 Abgeordnete hochschnellen könnte. Nachdem bereits bei den Landtagswahlen 2008 die bayerischen Grünen mit 9,4 Prozent bereits eine historische Bestmarke erreicht hatten, wäre das beschriebene Szenario ein „riesiger Erfolg“.

Schopper warb massiv für einen „Politikwechsel“ und stellte erfreut fest, dass „das grüne Thema in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.“ Als Schwerpunkte der Grünen fordert Schopper eine bessere Bildungspolitik mit „mehr Qualität in der frühkindlichen Förderung“, eine konsequente Umsetzung der Energiewende, eine ökologische Modernisierung der Wirtschaft und mehr soziale Gerechtigkeit.

Verantwortung und Neugier

Im schulischen Bereich stellt sich Schopper eine Schule vor, die Schülerinnen und Schüler motiviert, in Eigenregie zu lernen und die Neugier weckt, statt permanent Druck macht. Weiter will Schopper mehr Eigenverantwortung der Schulen für eine bessere Lern- und Leistungskultur erreichen und hierbei „die Schulen vom Gängelband des Kultusministeriums“ befreien.

Schopper steht für „ein modernes Bayern gegen die CSU“, kämpft für die „Frauenquote“, wehrt sich gegen den „gesellschaftlichen Muff“ und wirbt schon jetzt für die im September 2013 anstehende Wahlen mit dem Motto „Beide Stimmen für die Grünen“.

Bürokratischer Riese

In der lebhaften Diskussion zeigte sich Schopper bürgernah und aufgeschlossen. Bei der heftig kritisierten „hirnrissigen“ Abrechnungspraxis bei den Zuschüssen für die Kinderbetreuung bot Schopper an, dieses Thema aufzuarbeiten und gegebenenfalls eine Petition im bayerischen Antrag zur „Entbürokratisierung“ zu stellen. 

MANFRED STEINBERG

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