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((Platzhalter)Der Streik werde ruhen bis zu einem möglichen Ergebnis weiterer Gespräche mit Fraport oder bis zum Abbruch der Verhandlungen durch eine Tarifpartei.
Der Streik am Frankfurter Flughafen hat am Mittwoch auch den Betrieb am Nürnberger Airport leicht behindert. Erneut musste die Lufthansa mehr als 20 Flüge zwischen Frankfurt und Nürnberg oder München streichen. Der Nürnberger Flughafen meldete sechs ausgefallene Verbindungen.Auch München ist von den Auswirkungen des Streiks betroffen, hier wurden 14 Verbindungen gestrichen. In den vergangenen Tagen waren deutschlandweit bereits rund 700 Maschinen und etwa 55 000 Fluggäste am Boden geblieben. Passagiere von annullierten Flügen können ihr Ticket kostenfrei stornieren oder sich von der Lufthansa einen Gutschein für eine Bahnverbindung ausstellen lassen.
Die Bemühungen um ein Ende des Streiks auf dem Vorfeld des Flughafens in Frankfurt am Main nehmen derweil konkrete Formen an. Der Flughafenbetreiber Fraport übersandte der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) schriftlich ein Gesprächsangebot. Wie Vorstandschef Stefan Schulte sagte, ist es mit der Aufforderung verbunden, die Streikmaßnahmen auf dem Vorfeld umgehend zu beenden und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die GdF reagierte zurückhaltend.
„Wir erwarten von der GdF, dass sie dieses Gesprächsangebot annimmt und den Streik beendet. Dass diese Auseinandersetzung weiter zulasten der Passagiere und Fluggesellschaften geht, muss ein Ende haben“, sagte Schulte.
Fraport sei bereits in einigen Punkten auf die hohen Forderungen der Gewerkschaft eingegangen. So habe sie die für die Vorfeldkontrolle nahezu erfüllt. Für die beiden in Frankfurt von der GdF an Flughäfen erstmals verhandelten Bereiche Verkehrszentrale und Vorfeldaufsicht seien die Forderungen im Verhältnis zu vergleichbaren Tätigkeiten in anderen Bereichen aber so hoch, „dass sie in keiner Relation mehr zu diesen stehen und das Gehaltsgefüge insgesamt sprengen“, fügte Schulte hinzu. Er äußerte die Erwartung, dass die GdF in den Gesprächen Kompromissbereitschaft zeige, um einen adäquaten Ausgleich für beide Seiten zu finden.
GdF-Verhandlungsführer Dirk Vogelsang reagierte auf dapd-Anfrage zurückhaltend auf das Gesprächsangebot, das ihm noch nicht vorliege. Die Gewerkschaft habe bereits Kompromissbereitschaft gezeigt, indem sie den Schlichterspruch in dem Tarifkonflikt angenommen habe. Vogelsang forderte, diesen als Basis für weitere Gespräche zu nehmen. Innerhalb des Schlichterspruchs gebe es schließlich nur noch wenige Konfliktpunkte.