6°C
Donnerstag, 23.05. - 07:23 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

StUB: Irlinger und Balleis sagen weiter "Nein"

Minister und Staatssekretärin empfehlen "Ja" zur Stadt-Umland-Bahn - 19.09.2012 08:42 Uhr

ERLANGEN  - Mehrere Stunden haben die politisch Verantwortlichen aus Nürnberg, Erlangen, dem Landkreis Erlangen-Höchstadt sowie der bayerischen Staatsregierung und den diversen Verwaltungen gestern im Erlanger Landratsamt über die geplante Stadt-Umland-Bahn (St UB) diskutiert. Wie es aussieht, sind die Fronten noch verhärteter als zuvor.

So könnte die StUB aussehen - die SPD-Stadtratsfraktion Nürnberg setzt sich nach wie vor dafür ein.
So könnte die StUB aussehen - die SPD-Stadtratsfraktion Nürnberg setzt sich nach wie vor dafür ein.
Foto: Fotomontage: VAG
So könnte die StUB aussehen - die SPD-Stadtratsfraktion Nürnberg setzt sich nach wie vor dafür ein.
So könnte die StUB aussehen - die SPD-Stadtratsfraktion Nürnberg setzt sich nach wie vor dafür ein.
Foto: Fotomontage: VAG

Offizielle Erklärungen über die Inhalte und Ergebnisse des Gesprächs bei Landrat Eberhard Irlinger (SPD) soll es erst heute auf einer Pressekonferenz in Erlangen geben. Doch die Staatssekretärin im bayerischen Wirtschaftsministerium, die Nürnberger FDP-Politikerin Katja Hessel, teilte auf NZ-Anfrage mit, dass sich auch nach dem gestrigen Gespräch im Landratsamt die Haltungen beider Seiten zu dem zwischen Nürnberg, Erlangen (-Uttenreuth) und Herzogenaurach geplanten Stadtbahnprojekt nicht verändert haben.


Im Gegenteil. „Bei allen vergleichbaren Projekten in Bayern war es bisher immer so, dass die kommunalen Selbstverwaltungen dazu einen positiven Grundsatzbeschluss getroffen haben, bevor über eine finanzielle Beteiligung des Freistaats verhandelt worden ist“, erklärt Hessel und ergänzt: „Nur in diesem Fall soll es jetzt andersherum laufen.“ Sprich: Der Erlanger Landrat und der Erlanger Oberbürgermeister Siegfried Balleis (CSU) wollten die Zusage einer finanziellen Sonderförderung durch den Freistaat, bevor der Kreistag am kommenden Freitag und der Erlanger Stadtrat am Donnerstag in einer Woche ihre Grundsatzbeschlüsse zur StUB treffen. Das aber lehnte Hessel schon vor dem gestrigen Gespräch ab – und danach folglich auch.

Zu den weiteren Details wollte sich die Staatssekretärin offiziell nicht äußern. Dennoch hat die NZ aus Teilnehmerkreisen erfahren, dass sowohl Hessel als auch der ebenfalls anwesende Innenminister Joachim Herrmann (CSU) – bekanntlich in Erlangen beheimatet – versucht haben, Irlinger und Balleis davon zu überzeugen, nun ihre Gremien positive Grundsatzbeschlüsse fällen zu lassen und danach in die Finanzierungsverhandlungen, auch über mögliche Sonderfördertatbestände, einzusteigen.


Joachim Herrmann
Joachim Herrmann
Foto: Edgar Pfrogner
Joachim Herrmann
Joachim Herrmann
Foto: Edgar Pfrogner

Einer dieser Tatbestände könnte demnach sein, schrittweise mit dem Bau der Stadt-Umland-Bahn zu beginnen, etwa von Nürnberg-Thon aus in Richtung des Erlanger Uni-Südgeländes. Daraufhin soll ein Vertreter des Erlanger Landratsamtes den Vorwurf geäußert haben, dass der Landkreis bei der StUB wohl gänzlich außen vor bleiben soll und nur Erlangen sowie Nürnberg von einer „Uni-Bahn“ profitieren; deshalb sei ins Gespräch gebracht worden, den Bau der StUB eben von Herzogenaurach in Richtung Erlangen zu beginnen – was bei Landrat Irlinger und OB Balleis auch nicht gefruchtet haben soll. Von Nürnberger Seite soll außerdem ins Gespräch gebracht worden sein, ob denn nicht eine Anbindung des Nürnberger Flughafens an die StUB eine Sonderförderung auslösen könnte – was Irlinger mit den Worten, „Wir sollen euch wohl auch noch den Flughafen finanzieren“, kommentiert haben soll.

Aus einem Befürworter der StUB wurde ein Skeptiker


Katja Hessel
Katja Hessel
Foto: PR
Katja Hessel
Katja Hessel
Foto: PR

So hatten Innenminister Herrmann und Staatssekretärin Hessel, beide bekanntlich Befürworter des StUB-Projekts, offenbar das Gefühl, sie – die Vertreter der Staatsregierung – seien es, die die Kommunalpolitiker vor Ort „zur StUB drängen müssen“, wie aus Teilnehmerkreisen weiter berichtet wurde. Der Eindruck, dass Irlinger und Balleis das Projekt nicht nur nicht wollen, sondern sogar verhindern möchten, habe sich verfestigt.

Ursprünglich war der Erlanger Landrat ein Befürworter der StUB, hat sich aber in dem Maße, in dem der Widerstand aus den Reihen der Landkreis-Bürgermeister mit den Kostenschätzungen für die StUB wuchs, zu einem Skeptiker gewandelt, der nun bezweifelt, ob ein „Bähnchen“ mit ein paar Kilometern Länge durch den Landkreis für Gesamtkosten, die von der Gutachterfirma Intraplan mittlerweile auf 400 Millionen Euro geschätzt werden, wirklich sein muss.


Landrat Eberhard Irlinger
Landrat Eberhard Irlinger
Foto: Hannah Reuter
Landrat Eberhard Irlinger
Landrat Eberhard Irlinger
Foto: Hannah Reuter

Vom Erlanger OB Balleis, der sich gestern ebenfalls nicht äußern wollte, ist mittlerweile bekannt, dass er das StUB-Projekt ablehnt. Er verweist darauf, dass auf die Stadt Erlangen damit Kosten in Höhe von rund 100 Millionen Euro zukämen, mithin eine massive Erhöhung der städtischen Verschuldung, die derzeit bei rund 180 Millionen Euro liegt. Das hält

Balleis für „unverantwortlich“. Der Eigenanteil der Stadt Erlangen und des Landkreises wäre nämlich überdurchschnittlich hoch, weil das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) vorsieht, dass nur Streckenabschnitte gefördert werden, die auf eigenen Gleiskörpern verlaufen – also etwa nicht in vorhandenen Straßen.


Erlangens Oberbürgermeister Siegfried Balleis.
Erlangens Oberbürgermeister Siegfried Balleis.
Foto: Stephan Sohr
Erlangens Oberbürgermeister Siegfried Balleis.
Erlangens Oberbürgermeister Siegfried Balleis.
Foto: Stephan Sohr

Vor diesem Hintergrund ist es denkbar, dass Irlinger und Balleis ihren politischen Gremien empfehlen, sich von dem StUB-Projekt zu verabschieden – und wenn nicht gänzlich, dann doch für die nächsten Jahre, in denen dann weiter ohne politischen Druck über die Finanzierungsmöglichkeiten gesprochen werden könnte. So würden der Landrat und der OB aber ihren Nachfolgern die Bürde überlassen, das StUB-Projekt endgültig zu beerdigen – oder wieder aufzunehmen. Denn Irlinger geht 2014 in Ruhestand und Balleis plant – wie mehrfach berichtet –, dann Chef des bayerischen Sparkassenverbandes zu werden. Doch wie Kreistag und Stadtrat entscheiden, ist eine andere Frage. 

Stephan Sohr


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Nachrichten aus der Region
Alle Regionen

07:00 Uhr:
00:00 Uhr:
22:00 Uhr:

Fupa Banner
Grillplätze in der Region
Grillplätze
Karte zum Öffnen anklicken
User-Kommentare
Suche wird durchgeführt...
Festivalguide2013
Festivals in Nordbayern. Karte zum Öffnen anklicken!
Baustellen in der Region
Karte zum Öffnen anklicken

flirt.nbi
Termine
Alle

Black Isle, Jack Hoby & The Black Elephant Band

Donnerstag
23
Mai
Kategorie: Rock und Co.
Beginn: 20:00 Uhr
Wo: Nürnberg - MUZclub
Suche wird durchgeführt...