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Sturzbetrunkener Vater mit Zweijährigem auf Faschingszug

Unterfränkische Polizei zieht Karnevals-Bilanz - Viele Alkoholexzesse - 01.03.2017 17:05 Uhr

Viele Närrinnen und Narren nutzen die Tage in der Faschingsswoche zum Feiern. Dazu gehört häufig auch der ausgelassene Alkoholkonsum. © Patrick Seeger/dpa


Mit rund 100.000 Zuschauern war der Würzburger Faschingszug am Sonntag bei bestem Wetter gut besucht und die Innenstadt voller Jecken. Die Beamten trafen allerdings immer wieder auf stark alkoholisierte Personen.

Unter anderem befand sich ein Vater mit seinem zweijährigen Sohn unter den Feiernden. Da der Mann stark alkoholisiert war, nahmen die Beamten das Vater-Sohn-Gespann mit auf die Dienststelle. Ein dort durchgeführter Alkoholtest ergab bei dem Vater einen Wert von 2,96 Promille. Die Polizisten übergaben daraufhin das Kind der Mutter.

Viel zu tief ins Glas geschaut hatten auch einige Jugendliche in Würzburg. Zwei Mädchen im Alter von 14 und 15 Jahren konnten die Beamten mit 1,6 und 1,56 Promille aufgreifen. Für ein 13-jähriges Kind endete der Faschingszug bedingt durch eine Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Eine Feststellung des Atemalkoholwerts war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

Beim Faschingszug in Gemünden stellte ein 17-Jähriger mit 2,22 Promille einen "traurigen Tagesrekord" auf, wie die Polizei mitteilte. 13 Jugendliche mussten in Gemünden aufgrund ihrer Alkoholisierung in Gewahrsam genommen werden. Für einen volltrunkenen 15-Jährigen endete das Faschingstreiben in Gräfendorf in der Kinderklinik.

Im Umfeld des Faschingsumzugs von Himmelstadt bedrängten außerdem mehrere Jugendliche ein 15-jähriges Mädchen massiv. Als Polizisten ihr zu Hilfe eilten, versuchte ein Jugendlicher mit der Faust ins Gesicht eines der Beamten zu schlagen.

Insgesamt 17 Mal konnte die Polizei in Unterfranken Autofahrten unter Drogen- oder Alkoholeinfluss präventiv unterbinden. In 22 Fällen stellten die Einsatzkräfte den Führerschein sicher.

Insgesamt fällt das Fazit der unterfränkischen Polizei zum Faschingstreiben 2017 aber positiv aus. Die meisten Narren hätten "maßvoll, aber nicht weniger fröhlich gefeiert".

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evo

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