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„Die Kirche klingt“, so brachte es der Geistliche Walter Krewin in seinem Rückblick auf das 25-jährige Konzertgeschehen mit insgesamt über 300 Aufführungen auf den Punkt. Er rief in kurzen Zügen das klangvolle Vierteljahrhundert nochmals in Erinnerung, sprach von den vielen musikalischen Kleinoden in Treuchtlingen sowie den Nachbarorten in den Dekanaten Pappenheim und Heidenheim, aber auch von den großen Veranstaltungen wie beispielsweise den eindrucksvollen Weihnachtsoratorien in der hiesigen Marienkirche. Außerdem brachte er die vielen Akteure zur Sprache, deren namentliche Nennung jeglichen Rahmen sprengen würde, die jedoch über all die Jahre neben dem Urheber Raimund Schächer diese Konzerte immer wieder neu mit klanglichem Leben erfüllt haben.
Feste „Institutionen“ sind hierbei unter anderem die Treuchtlinger Kantorei, das Weißenburger Kammerorchester – allen voran Hans und Roman Strößner – und die Treuchtlinger Sopranistin Silke Schebitz gewesen. Darüber hinaus sind die Konzerte aber immer wieder auch von zahllosen auswärtigen Solisten und Ensembles mit ausgestaltet worden. Krewin brachte allen Protagonisten gegenüber seinen Dank zum Ausdruck.
Er ließ jedoch auch den „angenehmen Nebeneffekt“ geistlicher Musik nicht unerwähnt; sie ist in ihrer durch zahllose namhafte Komponisten über Jahrhunderte hinweg geschaffenen Vielfalt – von klassischen Bach-Werken bis hin zu neuzeitlichen Gospelsongs – nicht nur ein klangliches Juwel und fester Bestandteil musikalischen Schaffens, sondern nach den Worten des Geistlichen gleichzeitig auch eine Art Mittler. Gerade in einer Zeit, in der den Menschen Wertvorstellungen und Orientierungen oftmals abhanden kommen und „Kirche“ mit Blick auf die wichtigen Fragen der Zeit in heftigem Wettbewerb sowie Diskurs steht, kann in den Augen Krewins geistliche Musik ein Vehikel sein, das in die Herzen der Menschen geht, sie zum Innehalten sowie zur wichtigen Selbstbetrachtung bewegt und längst Abgewandte womöglich sogar zur Kirche zurückführt.
Und so nahmen wohl auch am vergangenen Sonntagabend die vielen und in der Gesamtheit saalfüllenden Zuhörer das Konzert als eine Art willkommene „klangliche Botschaft“ wahr, die neben Raimund Schächer am Blüthner Flügel von Vater und Sohn Strößner (Violinen) sowie von Silke Schebitz mit hörbarer Spiel- und Singfreude „verkündet“ wurde.
Es gab ein Wiederhören mit einer Vielzahl von Komponisten bzw. deren Werken. Dabei kamen Stücke von Georg Friedrich Händel und Wolfgang Amadeus Mozart ebenso zu Ehren wie von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Fanny Hensel, Arcangelo Corelli, Alessandro Scarlatti, Domenico Scarlatti und Carl Loewe. Zwischendurch wurden zudem Werke aus der Feder Raimund Schächers präsentiert.
Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.