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300 Protest-Unterschriften gegen Mobilfunkmast

Auernheimer wehren sich — Bürgermeister zeigt Verständnis - 03.05.2016 11:45 Uhr

15 Meter höher als der Kirchturm: Diese Fotomontage zeigt die Dimension des bei Auernheim geplanten Funkturms.


In Auernheim formierte sich nach der Versammlung schnell eine „Bürgerinitiative Mobilfunkmast“. Das ausgewählte Grundstück liegt 200 Meter entfernt vom östlichen Ortsrand, direkt neben dem Sportplatz und nah an der Kirche. Der Mast würde den 28 Meter hohen Kirchturm immerhin noch um rund 15 Meter überragen.

Den Kritikern ist dieser Standort eindeutig zu nahe am Ort, vor allem, weil immer noch nicht abschließend geklärt sei, inwieweit die Strahlung zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Menschen, Tieren und Pflanzen führt. Dass die Höhe des Masts nicht zum Ortsbild passe, ist ein weiteres Argument.

Nachdem die Planung für den Bau bereits sehr konkret ist, wurde die Initiative schnell tätig und führte eine Unterschriftenaktion im Ort durch. Zudem informierte sie Ortsausschuss und Ortssprecher von ihrem Vorhaben, die ebenfalls gegen den Funkturm sind. Mit der Unterschriftenaktion wurden auch jene Auernheimer informiert, die nicht an der Bürgerversammlung teilgenommen hatten.

Sehr schnell konnten sie fast 300 Unterstützer gewinnen, etwa zwei Drittel der wahlberechtigten Auernheimer.

Die Liste, ein Schreiben und Fotomontagen, die zeigen, wie sehr sich das Ortsbild durch den Mast verändern würde, übergab die Bürgerinitiative nun bei einem persönlichen Termin zusammen mit Ortssprecher Karl-Heinz Wölfel an Bürgermeister Werner Baum. Aktivist Timo Reuter betonte, dass nur fünf der Angefragten nicht bereit waren, das Anliegen zu unterstützen.

Die Gruppe betonte, dass sie nicht grundsätzlich gegen das Bauvorhaben sei, nur müsse der Mast weiter vom Ort entfernt sein und wesentlich niedriger ausfallen. Alternativstandorte haben sich die Gegner ebenfalls bereits überlegt und schlugen sie dem Bürgermeister vor. Zudem wurde er noch darauf hingewiesen, dass die Marktgemeinde Heidenheim bereits vor einigen Jahren einen Standort für einen Funkmasten nahe Rohrach ausgewiesen habe.

Das Treuchtlinger Stadtoberhaupt stand dem Anliegen der Funkmastgegner sehr offen gegenüber. Er betonte, dass er den Bau keinesfalls gegen den Willen der Bürger „durchdrücken“ wolle. Zwar sei die Pacht, die für solche Anlagen bezahlt werde, nicht unbeachtlich, aber er werde nicht gegen den Bürgerwillen entscheiden. Der bereits gefasste Beschluss werde aufgehoben, und er werde die Auernheimer zeitnah über weitere Schritte informieren.

  

ROSEMARIE EISEN E-Mail

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