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Altmühltherme: Sauna-Fans erhalten Interimslösung

Während der zweijährigen Modernisierung in der Therme soll das Saunieren weiter möglich sein - 13.08.2016 07:59 Uhr

Die geplante Interimssauna soll etwa so aussehen, wie die hier abgebildete und während der Bauzeit im Bereich der Freibad­terrasse aufgestellt werden. © Altmühltherme


Ursprünglich war nicht geplant, während der über zweijährigen Bauphase der Badmodernisierung eine Sauna vorzuhalten. In der Bauphasenplanung wird die bisherige Sauna bereits im ersten Bauabschnitt – also bereits ab kommenden Oktober – zurückgebaut. Die neue, große Sauna soll entsprechend den bereits mehrfach vorgestellten Planungen erst im zweiten Bauabschnitt im Obergeschoss samt Saunagarten im südlichen Außenbereich angelegt werden.

Für die treuen Saunabesucher hätte dies bedeutet, über zwei Jahre auf jegliches Dampfbad verzichten zu müssen. Um ein „Abwandern“ der Gäste zu verhindern, soll es nun eben eine Interimslösung geben, die durchaus einen gewissen Charme hat.

Als passenden Standort hat man sich das oberste Podest der Freibadterrasse ausgesucht. Dort soll eine große Schwitzkabine platziert werden, die über den benachbarten Ruheraum des Thermalbades zugänglich ist. Diese Sauna hat immerhin 30 Quadratmeter Fläche und bietet Platz für 25 bis 30 Personen. Die Glasfassade des derzeitigen Ruheraumes, der dann zum Aufenthaltsraum der Sauna wird, soll dazu blickdicht gemacht werden.

Sie ist über den hier rot umrandeten bisherigen Ruheraum des Thermalbades zugänglich. Später soll diese Sauna abgebaut und zusätzlich im neuen Saunagarten platziert werden. © Altmühltherme


Für alle Thermalbadbesucher hat dies einen angenehmen Nebeneffekt, denn diese Sauna wird ohne zusätzliche Aufzahlung für alle Badegäste nutzbar sein, und zwar zu den kompletten Öffnungszeiten des Bades. Ab der Zugangstür zwischen der Thermalhalle und dem Saunaaufenthaltsbereich beginnt dann der textilfreie Bereich, der so genutzt werden soll, wie das in Saunen üblich ist.

Für die Übergangszeit des Baues wurden zwei Varianten geprüft. So wurde auch eine „Mietlösung“ erörtert. Am Ende kam man dann aber zum Schluss, dass dies beinahe dieselben Kosten verursacht hätte wie die jetzt zu bauende Interimssauna. Die Mietlösung, die noch dazu mit nur zwölf Quadratmetern wesentlich kleiner gewesen wäre, hätte gut 105.000 Euro gekostet. Die nun ins Auge gefasste Interimslösung beläuft sich auf knapp 120.000 Euro.

Für Letztere hat man sich auch deshalb entschieden, weil der Saunabau nach der Bauphase abgebaut und dann im neuen Saunagarten als zusätzliche Außensauna wieder errichtet werden kann.

Schumann ist überzeugt, dass sich die Interimssauna auch rechnen wird. Für die Gegenfinanzierung ist es nur nötig, täglich im Schnitt 18 Besucher zu erreichen. Im Pressegespräch erklärte er dazu, dass man mit den Saunastammgästen intensiv gesprochen habe und von einer große Akzeptanz der jetzt gefundenen Lösung ausgehe. Dass es danach als angenehmen und wahrscheinlich auch gegenfinanzierten Nebeneffekt ein weiteres Angebot im Saunagarten geben wird, würde diesen laut Schumann weiter aufwerten und im Wettbewerb (mit den anderen Saunaangeboten in der Region, Anm. d. Red.) punkten lassen.

Der Treuchtlinger Werk- und Bäderausschuss hatte das Thema Ende Juli in geschlossener Sitzung behandelt und einstimmig beschlossen.

 

Hubert Stanka

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