Mittwoch, 20.03.2019

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Auernheimer Keltenschanze

Bauausschuss billigt Flächennutzungsplan – Brandschutz-Auflagen - 19.04.2011 08:29 Uhr

Das Bild zeigt eine Grafik der Viereckschanze, wie sie in Bopfing nachgebaut wurde und an der sich „unsere Kelten“ orientieren wollen. © TK


Im bisherigen Nutzungsplan aus dem Jahr 1989 ist das Areal noch als Sportplatz gekennzeichnet. Nun soll es zu einer „öffentlichen Grünfläche (...) zur kulturellen Nutzung“ werden. Bis März lag im Treuchtlinger Rathaus bereits der Grünordnungsplan aus. Zwölf Einwände gab es dagegen, laut Rathaus-Stabschefin Silke Stadter aber keine gravierenden Bedenken.

So wird die Schutzzone des Naturpark- und Landschaftsschutzgebiets nach Stadters Worten wegen des „geringen Ausmaßes“ des Eingriffs nicht verletzt. Es würden nur einzelne Bäume entnommen, nicht flächendeckend gerodet. Auch die Zufahrten und Parkplätze unterhalb des Platzes seien unproblematisch.

Ein bisschen kritischer ist die unmittelbare Nachbarschaft des Sägewerks Wilhelm Wöllmer. Dessen Betreiber fürchten Stadter zufolge Beeinträchtigungen bei eventuellen späteren Erweiterungen des Betriebsgeländes sowie strengere Emissionsschutzauflagen. Diese Sorge sei jedoch unbegründet, da die Keltenschanze weit genug entfernt und ähnlich einer Parkanlage emissionsrechtlich „nicht schützenswert“ sei.

Eine Erschließung des Areals ist laut Silke Stadter ebenfalls nicht vorgesehen. Es werde weder Wasser- und Abwasser- noch Stromanschlüsse geben. Für den normalen Betrieb seien Komposttoiletten und für größere Veranstaltungen mobile WCs geplant.

Problematisch ist noch der Brandschutz, auch wenn mehrere Stadtratsmitglieder die strikten Auflagen für „ein paar kleine Hütten“ nicht nachvollziehen konnten. Diese seien schnell geräumt und ein Feuer an dieser Stelle „auch nicht gefährlicher als ein Waldbrand“. Dennoch reicht nach Auskunft Stadters die Zahl der Hydranten für eine Genehmigung wahrscheinlich nicht aus. Eine Lösung des Problems wäre freilich, die bereits vorhandenen Erd-Löschtanks des nahen Sägewerks mitzunutzen – vorausgesetzt, der Eigentümer spielt mit.

Die Pflege der Grünflächen im Bereich der künftigen Keltenschanze könnte schließlich der Landschaftspflegeverband im Zuge der staatlichen Förderung übernehmen. FW-Sprecher und Verbandsmitarbeiter Klaus Fackler bemerkte, dass das Projekt gut zum Schäferkonzept auf dem Hahnenkamm und zum angrenzenden Hutungswald passe.

Der Änderung des Nutzungsplans stimmte der Ausschuss durchweg zu. Das Dokument wird im Mai erneut im Rathaus ausgelegt.

  

Patrick Shaw

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