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Bald wieder ein Supermarkt in Treuchtlingens Mitte?

Verhandlungen um ehemaligen Edeka laufen - Sanierung am Kirchenbuck in Dietfurt - 10.09.2018 06:04 Uhr

Im August 2017 schloss der Edeka in der Oettinger Straße für immer seine Türen. Seitdem steht die Immobilie leer. Doch zwischen dem Eigentümer und einem Interessenten laufen seit Monaten Gespräche. © Benjamin Huck


Vor gut einem Jahr, am 12. August 2017, hatte der Edeka-Markt im ehemaligen „Preisfux“ seine Pforten geschlossen. Seitdem steht das Gebäude, dessen Eigentümer eine Münchner Immobilienfirma ist, leer. Auf Anfrage von FW-Stadtratsmitglied Manfred Kreß referierte Bürgermeister Werner Baum über das, was die Verwaltung und er selbst im vergangenen Jahr zu dem Thema unternommen haben.

So seien mehrere Discounterketten sowie Lebensmittelhänder und Bioläden angeschrieben worden. Doch die meisten Unternehmen hätten dem Standort eine Absage erteilt: zu wenig Parkplätze am Standort und zu wenig Bewohner in der Stadt, fasst Baum die Aussagen zusammen. Allerdings: Eine Discounterkette würde sich gern in Treuchtlingen niederlassen und sei auch am Gebäude sehr interessiert.

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In den vergangenen Monaten habe es mehrere Gespräche zwischen dem Discounter und dem Eigentümer gegeben. Die waren jedoch ins Stocken geraten, da letzterer sich überlegte, die Immobilie umzubauen, und der Discounter intern umstrukturiert. Deshalb ist nun ein neuer Ansprechpartner für Treuchtlingen zuständig. „Wir sind zuversichtlich, dass es im Spätherbst eine Entscheidung gibt“, so Baum. Man sei relativ nah dran und er wolle nicht zu viel Druck machen, um die Gespräche der beiden Privatunternehmen „nicht zu zerschießen“.

Manfred Kreß ist da anderer Ansicht und forderte, bei den Verhandlungspartnern „auch öffentlich Dampf“ zu machen. Dazu meinte Bürgermeister Baum, dass auch er nicht noch einmal ein Jahr warten möchte. Bis zum Spätherbst sollte die Stadt den Unternehmen aber Zeit lassen.

Soll ab Oktober saniert werden: Die teilweise schon eingestürzte Stützmauer am Kirchenbuck in Dietfurt (links). © Patrick Shaw


Stützmauer wird saniert

Ein weiteres großes Thema der Sitzung war die Sanierung der Stützmauer am Kirchenbuck in Dietfurt. Die Natursteinmauer ist wegen anhaltender Durchfeuchtung und dem Erddruck schon länger verformt und einsturzgefährdet. Bei einer Baugrunduntersuchung stürzte sie sogar auf einer Länge von etwa vier Meter ein.

Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht wurde der Einsturzbereich abgesichert und abgesperrt. Aufgrund der starken Frequentierung des Bereiches um die Dietfurter Kirche habe das Stadtbauamt umgehend ein Aufmaß und die Planung zur Erneuerung der Stützmauer erstellt, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Das betreffende Stück am Kirchenbuck bis zur Treppe zum Dietfurter Sträßchen ist gut 36 Meter lang und hat eine durchschnittliche Höhe von 1,55 Meter.

Weil das Baufeld wegen der verlegten Kanäle und Leitungen relativ eng ist und der Bau schnell gehen soll, wurde eine Winkelstützwand aus Betonfertigteilen ausgeschrieben. Das wirtschaftlichste Angebot kam von der heimischen Firma Simon Hüttinger, die rund 56.500 Euro für den Bau verlangt. Die Mauer soll nun vom 1. Oktober bis spätestens 30. November auf Vordermann gebracht werden.

Der Dietfurter und zweite Bürgermeister Richard Zäh (CSU) ist froh, dass sich dort nun endlich etwas tut. Er gab zu bedenken, dass man die Mauer schon früher hätte reparieren können, was vielleicht Arbeit gespart hätte. Uwe Linss (CSU) ist skeptisch, ob die Strecke während der Bauarbeiten noch befahren werden kann. Der Kirchenbuck soll an der Stelle halbseitig gesperrt werden, was vielleicht etwas zu eng für Fahrzeuge sei.

Auch eine als Zuschauerin anwesende Anwohnerin zeigte sich zufrieden, dass sich endlich etwas tut, hätte sich aber gewünscht, noch ein Stück hinter der Treppe zu sanieren. Schließlich sei die Mauer dort auch schon marode. Letztlich waren die Stadtratsmitglieder einstimmig für die von der Verwaltung vorgeschlagene Sanierung des 35 Meter langen Mauerstücks.

Weitere Themen der Sitzung

Die Rummelsberger Diakonie plant am Brühl auf Höhe des neuen Kreisverkehrs ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung. Bei der Anhörung der Träger öffentlicher Belange kamen keine Einwände. Lediglich das Wasserwirtschaftsamt stellte nochmals fest, dass das Gebäude im Überschwemmungsbereich liegt, was zu berücksichtigen sei. Für den Bau werden Ausgleichsflächen in Schambach aus dem städtischen Ökokonto entnommen, der Preis dafür wurde beim Grundstückskauf mit der Stadt verrechnet.

Zudem wurde für den Neubau geprüft, inwiefern die Geräuschkulisse der benachbarten Sportanlage die Bewohner beeinträchtigen könnte. Die Zimmer lägen weit genug entfernt, sodass es keine Probleme geben werden, versicherte Lucia Ermisch vom Planungsbüro. Im Januar sollen die Bauunterlagen vorliegen.

Außerdem regte Uwe Linss in der Sitzung an, die neuen Pflanzkübel am Wallmüllerplatz ein Stück zu verschieben, um beim Abbiegen von der Bahnhofstraße in die Hauptstraße eine bessere Sicht zu haben. Die Stadt werde die Situation beobachten, meinte Bürgermeister Baum und appellierte an die Autofahrer, vorsichtig zu sein. 

Benjamin Huck Treuchtlinger Kurier E-Mail

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