Mittwoch, 12.12.2018

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Bürgerversammlung für Wettelsheim und Falbenthal

Ärger mit tierischen Hinterlassenschaften und Radlern auf Feldwegen - 21.03.2012 09:29 Uhr

Symbolbild © colourbox


Nach der Begrüßung durch Ortssprecher Werner Föttinger nahm Bürgermeister Werner Baum die rund 45 Anwesenden mit auf einen knapp einstündigen Rundgang durch die Stadt- und Haushaltspolitik. In diesem Zusammenhang dankte er – wie in jeder Bürgerversammlung – neben dem Ortssprecher und den Ortsausschüssen auch allen Vereinen und sonstigen Aktiven im Ort für deren Engagement. Zudem blickte er auf wesentliche Ereignisse des vergangenen Jahres zurück sowie voraus auf heuer anstehende Veranstaltungen.


Hinsichtlich des Weiherweges in Wettelsheim verwies das Stadtoberhaupt darauf, dass für den dortigen Abbruch zweier städtischer Häuser nun die Kostenschätzung vorliege. Die Abrissarbeiten sollen heuer noch über die Bühne gehen. Ziel sei im Zuge der Innenentwicklung die Bereitstellung von drei Bauplätzen im Ortskern ausnahmslos für örtliche Interessenten.


Mit Blick auf die Internetanbindung in den Ortsteilen beklagte Baum auch in der Wettelsheimer Versammlung, dass durch die Privatisierung der eins­tigen Bundespost hin zur Telekom der früher noch geltende, generelle Versorgungsauftrag keinen Bestand mehr habe und nun alles unter dem Primat der Rendite und Rentabilität stehe. Der Staat habe hier die Verantwortlichkeit weitgehend den Kommunen überantwortet.


„Ein umfänglicher DSL-Ausbau würde uns jedoch viele Millionen Euro kosten, die wir schlicht nicht haben“, erläuterte Baum, der in Sachen Internet Michael Satzinger als kundigen Sachbearbeiter mit dabei hatte. Dieser resümierte, dass in Wettelsheim derzeit maximal DSL 2000 angeboten werde. Eine von der Telekom auf Anfrage vorgeschlagene, weitergehende Lösung käme schlichtweg zu teuer. Nun richteten sich alle Hoffnungen auf die Übernahme der Stromnetze von N-Ergie durch die Stadtwerke, die – dann in Eigenregie – über die Jahre schrittweise Glasfaserkabel einziehen könnten.


Für den Augenblick hatte Satzinger jedoch noch eine hoffnungsvolle Nachricht im Gepäck: Die Telekom könne unter Umständen auf Wunsch des Nutzers gegen ein einmaliges Entgelt auf eine bereits vorhandene DSL-Leitung eine sogenannte „virtuelle Leitung“ (RAM-Funktion) aufschalten, die bei der Datenübertragungsrate ein Plus von bis zu 50 Prozent bringe.


Allerdings drehte sich an dem Abend nicht alles nur ums Internet. So kritisierte unter anderem ein Zuhörer die ständigen Beeinträchtigungen und Verschmutzungen im Bereich Riedlein, insbesondere durch Pferdehinterlassenschaften. Er forderte hier städtisches Engagement, zum Beispiel durch das Aufstellen eines Verbotsschildes. An anderer Stelle in Wettelsheim sind offenbar Hundehaufen ein ständiges Ärgernis. Ein weiterer Diskutant brachte das Problem zur Sprache, dass einst klassische landwirtschaftliche Wege zunehmend von Radfahrern genutzt würden, wodurch es immer wieder zu verkehrstechnischen Behinderungen komme.


Soweit die angesprochenen Probleme die Stadt betreffen beziehungsweise durch sie lösbar sind, versprach Baum, diese mit auf den Weg zu nehmen und abzuklären. 

Sieghard Hedwig

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