Mittwoch, 14.11.2018

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Die Sparda sieht sich auf Erfolgskurs

Die Sparda München verzeichnet für 2010 Rekordbilanzsumme – Auch Treuchtlingen wächst weiter - 12.03.2011 05:19 Uhr

Sparda-Geschäftsstellenleiter Thomas Menhorn (li.) im Gespräch mit dem Sparda-Vorstandsvorsitzenden Helmut Lind. © Sieghard Hedwig


Der Treuchtlinger Geschäftsstellenleiter Thomas Menhorn konnte im Beisein des Vorstandsvorsitzenden der Sparda-Bank München, Helmut Lind, auch sonst Positives vermelden. So erfreut sich die Sparda in der Altmühlstadt monatlich zwischen 25 und 30 neuer Kunden. Der betreute Kundenstamm liegt derzeit bei rund 2.300 Mitgliedern. Die Summe der Geldanlagen beläuft sich auf rund 24 Millionen Euro, die der Kredite (Baufinanzierungen, Privatkredite usw.) auf rund 9 Millionen Euro. Menhorn brachte seine Freude über den baldigen Umzug zum Ausdruck: „Gegenüber den 160 Quadratmetern in der Bahnhofstraße haben wir in der Hauptstraße mit 280 Quadratmetern deutlich mehr Platz.“ Er hofft, dass der Zeitplan mit dem 1. Juli als Eröffnungstag eingehalten werden kann.

Außerdem wächst die Sparda Treuchtlingen personell weiter: So bekommt das Team im Juni eine weitere Mitarbeiterin, die bereits bei der Sparda tätig ist, aber jetzt in die Altmühlstadt wechselt. Und im September wird eine Auszubildende eingestellt.

Offenbar kann auch die übergeordnete Sparda München auf gute Zahlen in 2010 blicken. So stieg die Bilanzsumme der Genossenschaftsbank, insbesondere durch die Entwicklung bei den Kundeneinlagen, um 11,9 Prozent auf 5,77 Milliarden Euro – eine Rekordsumme. Zum Jahresende zählte das Geldinstitut 231.895 Mitglieder, 12.871 mehr als zu Beginn. Die Zahl der Girokonten stieg um 4,6 Prozent auf 223.142. Zum Stichtag am 31. Dezember 2010 beliefen sich die Kundeneinlagen auf 4,64 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 7,3 Prozent entspricht.

Erfreulich sind den vorliegenden Zahlen zufolge zudem die Ergebnisse im Bereich des Kundenkreditgeschäfts. Im Jahr 2010 verzeichnete die Sparda München einen Zuwachs im Bestand von 6 Prozent auf insgesamt 2,880 Milliarden Euro. Die Neuzusagen bei den Privatkrediten gingen um 10,1 Prozent auf 24 Millionen Euro zurück. Das Neugeschäft bei den Baufinanzierungen lag bei 664 Millionen Euro (minus 5,7 Prozent). Die Führung der Sparda sieht dies in dem schwierigen Vorjahr 2009 begründet, das noch ganz im Zeichen der Wirtschafts- und Finanzkrise stand.

Kunden setzen auf Sicherheit

Das an Kooperationspartner vermittelte Volumen im Bereich Bausparen lag bei 150,65 Millionen Euro (plus 14,8 Prozent). Im Bereich der Versicherungen stieg das Beitragsvolumen um 71,1 Prozent auf 125,4 Millionen Euro. Im Fondsgeschäft ist der Absatz erwartungsgemäß um 29,2 Prozent auf 78,6 Millionen Euro gesunken.

Die Zurückhaltung der Anleger bei Fonds wird im Vorstand der Sparda München mit dem anhaltend hohen Sicherheitsbewusstsein der Anleger begründet, das sich nicht zuletzt auch aus den Krisenjahren zuvor herleitet. Ansonsten sei die Sparda auf Erfolgskurs, den Vorstandsvorsitzender Helmut Lind auch auf die Unternehmensphilosophie zurückführt. Denn: „Die Menschen honorieren unsere stabile Geschäftspolitik und setzen heute mehr denn je auf Sicherheit und Vertrauen.“

Stolz ist die Führung der Sparda- Bank in der Landeshauptstadt zudem auf das Gütesiegel „Deutschlands Beste Arbeitgeber“, mit dem sie in ihrer Kategorie als beste Bank im Teilnehmerfeld vom Institut „Great Place to Work“ bereits zum fünften Mal in Folge ausgezeichnet wurde. In die Studie des Institutes finden vor allem auch Punkte wie Mitarbeiterzufriedenheit und Personalarbeit Eingang. Gerade hier unternimmt die Sparda-Bank offenbar besondere Bemühungen, z.B. beim Angebot vieler unterschiedlicher Arbeitszeitmodelle oder den vielen Möglichkeiten der Fortbildung. „Zufriedene Kunden bekommt man nur über zufriedene Mitarbeiter“, beschreibt Vorstandsvorsitzender Lind das Kredo seines Hauses.

Im Gespräch mit unserer Zeitung stellte Lind außerdem ein Novum in Aussicht: eine sogenannte Gemeinwohlbilanz. Branchenübergreifend werde derzeit eine Art Matrix für eine solche Bilanz erstellt, die nicht allein nur Rendite und Performance, sondern insbesondere auch Faktoren wie ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit, den Grad der gesellschaftlichen Verantwortung des Unternehmens sowie Menschenwürde, demokratische Mitbestimmung, Mitarbeiterbindung und soziale Leistungen des Arbeitgebers mit zum Gradmesser eines Unternehmens machen – quasi eine Unternehmensbilanz durch eine völlig neue Brille gesehen.

Die Sparda-Bank München wird sich Lind zufolge voraussichtlich gegen Ende des Jahres als erste Bank Deutschlands dieser Herausforderung stellen.

  

Sieghard Hedwig

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