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Frühjahrskonzert der Treuchtlinger Stadtkapelle

Aushängeschild der Stadt – Ein enormes musikalisches Spektrum – Nach vier Stunden ausverkauft - 20.03.2017 06:07 Uhr

Voluminöser, festlicher Auftritt: die Stadtkapelle bei ihrem Frühjahrskonzert. © Hubert Stanka


Moderator Waldemar Müller brachte es gegen Ende des knapp zweistündigen Konzertes auf den Punkt: „Die Treuchtlinger Stadtkapelle ist eine der besten Musikkapellen der Region – wenn nicht die beste.“ Dem fügte das Publikum nur noch donnernden Applaus hinzu.

Es war drückend heiß in der Stadthalle, als die Musiker ganz in Schwarz mit weißen Krawatten auf die Bühne stiegen und ihren Anfangsapplaus empfingen. Emotional-dramatisch wurde das Publikum mit „Conquest of Paradise“ eingestimmt, bevor Chris­toph Schmitz, der Vorsitzende des Musikvereins, kurz die Gäste begrüßte. Er ging auch auf den großen Aufwand ein, den solch ein Konzert jedes Mal für die Musiker und vor allem auch für Günther Hüttinger bedeutet. Fast alle Titel und Medleys wurden eigens für dieses Konzert „vom Chef“ arrangiert.

Was die Zuhörer dann miterlebten, war nicht nur eine musikalische Reise durch die ganze Welt, sondern auch durch fast alle Genres. Da gesellte sich James Last zur Polka aus Tirol, wippte die böhmische Blasmusik neben Oldies von Pussycat. Vor der Pause wurde es dann noch humorig. Co-Moderatorin Maria Frieß kündigte locker-flockig und in herzerfrischendem Südfränkisch augenzwinkernd das „Brexit“-Medley an. Ja, Musik kann auch mal Politik... Es ging in dem Stück quer durch das vereinte Europa. Und Großbritannien und der Brexit? „Noch ein paar Schläge vom Big Ben, und das war‘s.“

Im zweiten Teil gaben sich Broadway-Musicals die Ehre und Abba, begleitet von Militärmusik und einem gelungenen „Alpen-Block“, eröffnet mit drei Alphörnern als Premiere bei der Stadtkapelle. Als „Rausschmeißer“ wurde einmal mehr „I will follow him“ von „Sister Act“ bemüht, bevor es noch eine kleine Zugabe gab.

Die Stadtkapelle lebt von Teamarbeit. Das ist bei den Konzerten zu spüren. Und so gibt es zwar gesangliche Solisten, die auch alleine ganze Konzertsäle füllen können. Aber der Gesang ordnet sich immer dem Gesamtbild unter, was dann eine stimmige Mischung aus den weltberühmten Melodien, der Blasmusik und den Soli ergibt.

Silke Schebitz erhielt kurzerhand den Beinamen „Whitney“ nach der Filmmusik „I will always love you“. Und Christine Mendl präsentierte sich als perfektes Alpensternchen bei dem Medley „Zauber der Berge“. Daniel Hüttinger brillierte als Musical-Interpret z.B. mit „Dirty Dancing“. Im Hintergrund immer mit dabei: Maes­tro Hüttinger, der den Backgroundsänger gab.

Fazit: Für Freunde dieser Art von gekonnter, leichter Musik war das eine „Pflichtveranstaltung“ mit dem Wunsch nach mehr. So manche Stimme wurde laut, die angesichts der immensen Nachfrage zwei Frühjahrskonzerte fordert. Diesem Wunsch will der Musikverein aber nicht folgen. Das jährliche Frühjahrskonzert soll weiter ein „einmaliges“ Erlebnis bleiben.

 

Hubert Stanka Treuchtlinger Kurier

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