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"Ist das geil!": Altmühltrail begeisterte die Laufszene

Lauf- und Wanderveranstaltung zwischen Treuchtlingen und Weißenburg - 06.07.2014 17:59 Uhr

Über Stock und Stein: 300 Teilnehmer liefen bei der Altmühltrail in Treuchtlingen und Weißenburg mit.

Über Stock und Stein: 300 Teilnehmer liefen bei der Altmühltrail in Treuchtlingen und Weißenburg mit. © Alex Weiß


„Trailrunning“ ist seit einigen Jahren ein Trend in der Laufszene. Nach Altmühlfranken hatte diese Art des Laufens in möglichst unberührter Natur auf möglichst schmalen Pfaden bislang noch nicht gefunden. Mit dem Altmühltrail hat sich das nun geändert.

In der Trockenrasenlandschaft zwischen den „Heuberger Hängen“ zirpten die Grillen und schrien die Bussarde, als die gut 300 Läufer und Wanderer bei strahlendem Sonnenschein über die Feld-, Wald- und Wiesenwege wie an einer Perlenkette gereiht die Gegend genossen oder sich sportlich maßen. Der Altmühltrail will Breitensport sein und dabei zugleich auch für die Topathleten der Szene eine anspruchsvolle Herausforderung.

Die rund 22 Kilometer lange Strecke, die am Seeweiher in Weißenburg startete und am Treuchtlinger Schloss ihr Ziel fand, bot denn auch einige hakelige  Schlüsselstellen. So mussten sich die Läufer die Serpentinen am Weißenburger Römerbrunnen ebenso heraufquälen, wie über den Treuchtlinger Burgstallberg und die Treppen am Dietfurter Sommerhaus hinunter. Insgesamt gab es immerhin 400 Höhenmeter zu bewältigen. Gleich zu Beginn stand der knackige Anstieg hinauf auf die Jurahöhe südlich von Weißenburg.

Rundum fand die Strecke wegen ihres abwechslungsreichen Profils viel Beifall. Die Läufergemeinde freute sich über das neue Angebot. Und so hörten die Zuschauer am Wegesrand den einen oder anderen Jauchzer, wie „ist das geil“ oder „ich komme auf jeden Fall wieder“.

Der Altmühltrail ist viel mehr als ein normaler Geländelauf. An Genussstationen, die von der Zukunftsinitiative des Landkreises betreut wurden, fanden die Teilnehmer nicht nur Stärkung, sondern durch die regionalen Produkte auch ein Stück altmühlfränkische Identität.

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Sport bei Sommerwetter: Der Altmühltrail begeistert

Knapp 300 Sportler machten sich am Sonntag bei schweißtreibenden Temperaturen auf den 22 Kilometer langen Altmühltrail. Sportler und Zuschauer zeigten sich begeistert vom Angebot und dem Naturerlebnis.


Fruchtgenuss der Gelbe Bürg eG und „hesselberger“ allfra, altmühlfränkische Bratwürste, Striezel, Räucherfisch der Teichwirtschaft Weisel und Brombachseer Kirschen waren die kulinarischen Highlights. Bei dem heißen Wetter war natürlich auch das Nass besonders gefragt.

Und im Altmühltrail steckt auch fast schon eine politische Aussage: „Seht her, in unserem Landkreis geht sportlich was.“ Die Landschaft zwischen Schambach- und Altmühltal muss sich wahrlich nicht verstecken. Die Kolonne zog an Idyllen wie der Gundhildis-Kapelle bei Suffersheim vorbei. Dass ganz nebenbei die beiden Städte Weißenburg und Treuchtlingen miteinander bei einer Sportveranstaltung verbunden wurden, ist ebenfalls ein Novum und eine klare Aussage.

Noch dazu bereicherten das im Starterpaket enthaltene Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel im VGN und der freie Eintritt in die Altmühltherme Treuchtlingen das Rundum-Erlebnis. Der Altmühltrail war ein einzigartiges Komplettpaket, das von den Teilnehmern gerne genutzt wurde.

Sportlich entschied sich der Lauf zwischen den beiden Lokalmatadoren Andreas Straßner und Kai Reißinger, mit dem glücklicheren Ende für Straßner. Der angekündigte Marathon-Topläufer Eike Loch hatte kurzfristig abgesagt. Bei den Damen siegte Irmgard Weidenhiller aus Ingolstadt.
„Wir sind mit dem gesamten Ablauf hochzufrieden“, so Veranstaltungsleiterin Stephanie Pummer nach dem Lauf. Natürlich gebe es immer Kleinigkeiten, die man nach solch einer Pilotveranstaltung ausbauen kann. Insgesamt aber hat die Organisation hervorragend geklappt.

Wir bedanken uns für das beispielhafte Zusammenspiel aller Unterstützer, Teilnehmer und Besucher." Die Läufer wurden in Treuchtlingen direkt vor dem Stadtschloss prominent in Empfang genommen. Als Belohnung für die Mühe stand das zeitgleiche Schloss- und Museumsfest bereit oder ein Sprung in das frische Heilwasser der benachbarten Altmühltherme. 

Hubert Stanka

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