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Jahreshauptversammlung bei der Wettelsheimer Feuerwehr

Zusammenkunft fand erstmals im Feuerwehrhaus statt – Ehrungen für Langjährige - 23.11.2012 07:29 Uhr

Die Wettelsheimer Feuerwehrler mit ihren Geehrten sowie Landrat-Stellvertreter Peter Krauß (3. v. li.), Bürgermeister Werner Baum (5. v. re.), Kreisbrandinspektor Norbert Becker (3. v. re.) und dem Referenten der Stadt, Uwe Linss (li.). © Leykamm


Der Vorsitzende Helmut Hüttinger berichtete über die gesellschaftlichen und auch die geselligen Ereignisse der letzten Monate. So beteiligte sich die Wehr am aktuellen und letztjährigen Volkstrauertag. Beim Gauschießen bei der SG Germania Wettelsheim übten sich die Feuerwehrler in der Zielgenauigkeit, und beim Dorffest war der Verein mit einem Essensstand vertreten. Fischessen, Kameradschaftsabend, Grillfest und Ausflüge sorgten für viele unterhaltsame Stunden. Auch an den neuen Garagenanbau des Feuerwehrhauses wurde fleißig Hand angelegt. Im April kommenden Jahres soll die Einweihung stattfinden.


Derzeit verfügt die Wehr über 62 aktive (darunter elf Jugendliche) sowie 44 passive Mitglieder. Welche Herausforderungen die Erstgenannten zu bewältigen hatten, hierüber berichtete Kommandant Hans-Peter Hüttinger. Der andauernde Wandel im Feuerwehrwesen mache stetige Übungen nötig. Die neue Integrierte Leitstelle und den Digitalfunk nannte der Kommandant als Beispiele für die Umwälzungen. Seit der letzten Jahresversammlung war die Wehr 19 Mal zu Hilfe gerufen worden.


Neben der Zahl der Einsätze steigt auch deren Verschiedenartigkeit – sei es bei einer technischen Hilfeleistung beim Entfernen eines auf die Straße gekippten Baumes oder der Verkehrssicherung bei Radrennen oder Umzügen durchs Dorf. Zudem mussten Ölschäden beseitigt und kleinere Brände bekämpft werden. Außerdem musste die Wehr eine Katze auf einem Baum retten. Insgesamt sind Hüttinger zufolge 650 freiwillige Stunden zusammengekommen.


Besuch bekam die Wehr von einer dritten Schulklasse sowie von der Inspektion, die „ohne größere Beanstandungen“ endete. Hüttinger dankte den Betrieben für die Unterstützung bei Alarmfällen, zumal die Truppe ohnehin schon an der Einsatzfähigkeitsgrenze arbeite. Derzeit bringe man es im Schnitt nur noch auf statistische 5,8 Helfer pro Einsatz. Die Nachwuchsarbeit laufe aber bereits.


Jugendwart Florian Bleicher freute sich über zwei Neuzugänge, und zwei weitere Rothelme wechselten zur „großen Wehr“. Mit Blick auf die Finanzen bilanzierte Kassier Jürgen Haunstetter eine „schwarze Null“.


Landrat-Stellvertreter Peter Krauß überreichte anschließend Ehrenzeichen an verdiente Kameraden. Gold für 40-jähriges Engagement bekam Heinz Hüttmeyer. Silber ging an Hans-Peter Hüttinger für 25-jährige Einsatzbereitschaft. Beide Herren seien „tolle Vorbilder für die Jugend“, hieß es. Eine Ehrung sei jedoch stets nur symbolischer Natur – der größte Lohn sei die Genugtuung, im Ernstfall geholfen zu haben.


Kreisbrandinspektor Norbert Be­cker berichtete, dass die Zahl der Feuerwehrler im Landkreis entgegen dem allgemeinen Trend leicht ansteigend sei. Das sei nicht zuletzt ein Verdienst der rührigen Ehrenamtlichen. Ihnen allen galt auch der Dank von Treuchtlingens Bürgermeister Werner Baum, der den „Dienst am Allgemeinwohl“ durch die Floriansjünger würdigte. Die Stadt unterstütze die Wehren nach Möglichkeit, auch wenn nicht alle Wünsche erfüllt werden könnten.


Nach einem gemeinsamen Essen wurden Kameraden für ihre langjährige und verdienstvolle Treue geehrt: Friedrich Herzog, Karl Herzog, Heinz Hüttmeyer, Karl Meingast, Rudolf Meyer und Willi Saalbaum sind seit je vier Jahrzehnten aktiv dabei. Sie erhielten ebenso eine Auszeichnung wie Hans-Peter Hüttinger für seine 25-jährige Einsatzbereitschaft. Mit Oskar Görg, Karl Herzog und Karl Weißbeck wurden schließlich drei Kameraden zu Ehrenmitgliedern ernannt. 

Jürgen Leykamm

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