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Liebe und Wertschätzung vermitteln

Kirchenrat Brunner beschwor die Bedeutung des Religionsunterrichtes - 07.02. 08:29 Uhr

TREUCHTLINGEN  - Biblischen Geschichten nachspüren und ethische Fragen diskutieren oder einfach mal entspannen und Schabernack treiben: Es ist ein breites Feld an Assoziationen, die in den Köpfen der bayerischen Schüler aufleuchten, wenn sie nach dem Religionsunterricht gefragt werden. Welche Aufgabe er heute hat, war nun Thema bei der Synode des Dekanates Pappenheim im evang. Gemeindehaus Treuchtlingen.

Liebe und Wertschätzung vermitteln – damit kann der Religionsunterricht punkten. Davon war bei der Synode nicht nur Kirchenrat Hartmut Brunner überzeugt.
Liebe und Wertschätzung vermitteln – damit kann der Religionsunterricht punkten. Davon war bei der Synode nicht nur Kirchenrat Hartmut Brunner überzeugt.
Foto: Leykamm
Liebe und Wertschätzung vermitteln – damit kann der Religionsunterricht punkten. Davon war bei der Synode nicht nur Kirchenrat Hartmut Brunner überzeugt.
Liebe und Wertschätzung vermitteln – damit kann der Religionsunterricht punkten. Davon war bei der Synode nicht nur Kirchenrat Hartmut Brunner überzeugt.
Foto: Leykamm

Kirchenrat Hartmut Brunner verwies dabei als Schulbeauftragter des Dekanates Nürnberg auf die Aufgabe der Kirche, „Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit herzustellen“. Der Religionsunterricht sei hierzu ein kleiner Baustein, der aber große Wirkung entfalten könne. Er habe Leuchtturmfunktion und sei der „Sauerteig im System“.


Dieser großen Herausforderung scheinen jedoch viele Religionspäda­gogen etwas hilflos gegenüber zu stehen, so der Tenor der Rückmeldungen auf Brunners Ausführungen. Denn im Alltag stehen die Lehrkräfte vor hohen Hürden, die es zu nehmen gilt. Wenn sich etwa in jahrgangsübergreifenden Religionsklassen angehende Gymnasiasten ebenso befänden wie Kinder mit mangelnder Schulreife. „Die Rahmenbedingungen werden immer schlechter“, konstatierte beispielsweise Pfarrer Walter Krewin. Oft fehle es an Grundwissen der Schüler, und die pädagogischen Vorgaben für den Unterricht entsprächen oft nicht der Lebenswirklichkeit derer, für die sie gemacht wurden, so weitere Stimmen aus dem Saal.



Der Präsident der Dekanatssy­node, Christian Früh, machte schließlich darauf aufmerksam, wohin die Reise des Religionsunterrichtes gehen könnte. Denn während seine Organisation immer schwieriger und der Kampf um das Interesse der Schüler auch nicht einfacher werde, „rennen uns die Kinder und Jugendlichen bei Seelsorgeangeboten die Bude ein“, so Früh. Hier könne die Kirche ganz konkret Hilfestellung leisten.


Das war wiederum auch im Sinne des Referenten. Es gelte „Liebe und Wertschätzung zu vermitteln“, hatte Brunner in seinen Ausführungen deutlich werden lassen. Dekan Wolfgang Popp ging diesbezüglich an der Synode in deren Namen mit gutem Beispiel voran und verteilte Blumen an die anwesenden Religionspädagogen. Denn dass nicht nur die Schüler beim „Reli“ Wertschätzung erfahren wollen und sollen, sondern auch die Lehrer – auch das wurde bei der Versammlung mehr als deutlich.

 



Jürgen Leykamm

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