Samstag, 20.10.2018

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Minister will keine „traurige Kiste“ in Treuchtlingen

Dr. Markus Söder übergab ersten Förderbescheid für Neubau der Senefelder-Schule - 31.03.2017 16:22 Uhr

Der Freistaat zahlt mit: Minister Dr. Markus Söder (4. von rechts), Landrat Gerhard Wägemann (Mitte), Bürgermeister Werner Baum (3. von links), MdL Manuel Westphal (3. von rechts), Zweckverbandschef Martin Klischat (links) und die Schulleitung bei der Übergabe des Förderbescheids vor der Baustelle. © Patrick Shaw


Rund 65 Millionen Euro wird der knapp 9150 Quadratmeter große Neubau voraussichtlich kosten. Auf vier Millionen Euro beläuft sich die erste Zuschussrate des Freistaats. Zum ers­ten Bauabschnitt, der vorrangig die Fachklassenräume und die neue Aula umfasst, steuert München insgesamt 10,2 Millionen Euro bei.

Das ist nach bisherigen Angaben knapp die Hälfte der förderfähigen Kosten, die jedoch wegen nicht bezuschuss­ter Bereiche wie etwa den Außenanlagen deutlich unter den realen Ausgaben liegen. Den Löwenanteil der verbleibenden Investition trägt der Landkreis, den Rest die Zweckverbandsgemeinden Treuchtlingen, Pappenheim, Solnhofen und Langenaltheim. Konkrete Zahlen wollen Kreis und Verband vor der Endabrechnung jedoch nicht nennen, da die Fördersätze stets ein Politikum seien und Begehrlichkeiten zwischen Trägern und Kommunen säen könnten.

Markus Söder hält das Geld für „gut angelegt“, sei doch „kaum etwas so wichtig wie die Bildung unserer Kinder“. Bei deren Finanzierung „lässt der Freistaat die Kommunen und den ländlichen Raum nicht allein“, versicherte der Minister.  Angesichts der eher kurzen Lebensdauer des alten Schulhauses von rund 40 Jahren solle man in Treuchtlingen nun aber „so bauen, dass das länger hält“.

Landrat Gerhard Wägemann, Bürgermeister Werner Baum, MdL Manuel Westphal, Zweckverbandschef Martin Klischat und die Schulleitung dankten Söder, dem der Landrat die Altmühlstadt zuvor schon bei einem kurzen Abstecher zur Eisdiele „schmackhaft gemacht“ hatte. Angesichts der hohen Baukosten wies Wägemann darauf hin, dass es sich bei der mit rund 1300 Schülern größten Schule im Landkreis „eigentlich um drei Schulen handelt“. Er gehe davon aus, dass die Größe des Neubaus auch mit Blick auf Bevölkerungsentwicklung, Inklusion und Rückkehr zum G9 richtig gewählt sei.

Baum warb insbesondere für das in Bayern einzigartige Modell der Kooperativen Gesamtschule, in der „alle sozialen Gruppen mit- und voneinander lernen“. Von den Kosten her liegt der Neubau laut Klischat „im Plan“, der Baufortschritt hinke allerdings etwas hinterher. So sei nicht schon im Frühherbst, sondern eher kurz vor Weihnachten mit dem Probebetrieb und dem Einzug der ersten Klassen zu rechnen. 

Patrick Shaw Redaktion Treuchtlinger Kurier E-Mail

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