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Mountainbike-Spektakel: Rasantes Endurorennen in Treuchtlingen

Rund 170 Elitefahrer vor Ort beim Saisonauftakt der deutschen Serie - 19.04.2015 12:00 Uhr

Extrem anspruchsvolle Waldpassagen erwarteten die Fahrer beim Mountainbike-Endurorennen in Treuchtlingen. © Hubert Stanka


Die rund 170 Elitefahrer mussten ihr Abfahrtskönnen beim Saisonauftakt der deutschen Rennserie auf insgesamt sieben Abfahrtsstrecken zeigen, die Hobbyfahrer auf fünf Strecken rund um das Heumöderntal, den Treuchtlinger Skihang und den Wettelsheimer Keller.

Hinauf kamen die Teilnehmer natürlich nur mit eigener Kraft, weshalb das Endurorennen nicht nur Geschicklichkeit und Kraft erforderte sondern auch die nötige Ausdauer und Kondition. Am Samstag fand neben dem Training auch der sogenannte Prolog statt - ein Rennen auf dem Skihang, bei dem bereits erste wertvolle Sekunden für den Gesamtsieg gesammelt werden konnten.

Früh aufstehen hieß es dann für die Hobbyfahrer, denn ab 8 Uhr morgens gingen die ersten Fahrer an den Start, um ihre fünf Abfahrtswertungen zu absolvieren. Die Elitefahrer gingen ab 10.28 Uhr an den Start, um sieben schnelle Abfahrten zu absolvieren. Michal Prokop aus Tschechien hieß am Ende der Sieger in der Eliteklasse der Männer, der für alle Abfahrten 11 Minuten 37 Sekunden benötigte. Für ihn ist das Rennen in Treuchtlingen beinahe ein Heimspiel - denn bisher zog es den 34-Jährigen jedes Jahr ins Altmühltal.

Bei den Frauen in der Eliteklasse gewann die erst 17-jährige Raphaela Richter, die im vergangenen Jahr das Rennen in Treuchtlingen nach einer Verletzung abbrechen musste. Sie benötigte für alle sieben Wertungsabfahrten insgesamt 14 Minuten 6 Sekunden und fuhr in einer Klasse für sich. Die zweitplatzierte Monika Büchi aus der Schweiz kam erst 55 Sekunden später ins Ziel.

Bei den Elite Masters - also Männern über 30 Jahren - gewann Andre Kleindienst (Gesamtzeit: 12 Minuten 20 Sekunden). In den Hobbykategorien, die nur fünf Abfahrten bewältigen mussten, konnte bei den Männern Benjamin Prescher (9 Minuten 11 Sekunden) und bei den Frauen Katrin Rahrig (11 Minuten 47 Sekunden) den Tagessieg für sich verbuchen.

Mit rund 2500 Zuschauern ein zweiter Rekord

Alle Teilnehmer wurden begeistert von den Zuschauern angefeuert, die sich entlang der Strecken am Samstag und Sonntag versammelten. Der Veranstalter schätzt die diesjährige Besucherzahl auf rund 2500 Menschen - neben dem Teilnehmerrekord ein weiterer Höhepunkt aus Sicht des RCG Weißenburg, der das Rennen zum vierten Mal in Folge veranstaltete.

Die wesentliche Neuerung der Organisatoren, den Start- und Zielbereich vom Treuchtlinger Festplatz an den benachbarten Skihang zu verlagern, entpuppte sich als beste Entscheidung. Die Zuschauer mussten so nur kurze Wege in Kauf nehmen, um drei der sieben Abfahrtswertungen zu erreichen. So wurden die Mountainbiker besonders den Perlachberg sowie in den Wäldern rund um den Skihang hinunter frenetisch bejubelt und angefeuert.

Premiere feierte das Laufradrennen

Auch die ganz kleinen Fahrer kamen beim KidsCup bei einem Laufradrennen voll auf ihre Kosten. 17 Kinder zwischen 23 Monaten und acht Jahren gingen im Zielbereich an den Start, um in Fünfergruppen gemeinsam auf den Slalomkurs ein Rennen auszufahren. Dabei wurden sie nicht nur von den Eltern, sondern auch von zahlreichen Zuschauern angefeuert - und jeder der kleinen Starter erhielt am Ende eine Medaille. "Mit dem KidsCup wollen wir ein bißchen für unseren Verein und unsere Arbeit werben", sagt Weiß. Denn in Sachen Nachwuchs schaut es bei dem Radsportverein derzeit sehr mau aus. "Das sind vielleicht unsere Mitglieder von morgen", schwärmt Weiß, als er die Nachwuchsfahrer durch den Parcours flitzen sieht.

So oder so sei das Rennwochenende jedoch Werbung in eigener Sache gewesen, so der Vorsitzende. Über 100 Helfer aus dem Verein, aber auch Bekannte, Freunde und Verwandte haben an den zwei Tagen dafür gesorgt, dass die Zuschauer verpflegt und die Strecken für Fahrer und Zuschauer abgesichert waren. Die Bergwacht und der BRK, die im Falle eines Unfalls zur Stelle waren, mussten glücklicherweise nicht oft ausrücken. Nur drei Einsätze am Wochenende vermeldete der Rettungsdienst am Ende.

Zahlreiche Teilnehmer aus der Region

Für die zahlreichen Teilnehmer aus Treuchtlingen und der Region gab es zwar keine Pokale, aber dafür ein einmaliges Rennwochenende im Altmühltal. Denn die Strecken sind mit Ende des Rennens auch gleichzeitig erst einmal wieder Sperrgebiet. Der RCG ist jedoch bemüht, einen Teil der Strecken für die Radsportler zu legalisieren und die dann möglicherweise permanenten Strecken zu pflegen. "Wir sind auf einem guten Weg", gibt sich RCG-Vorstand Matthias Weiß optimistisch. "Wir stehen zum Glück nicht nur vor und während des Rennens in gutem Kontakt mit der Stadtverwaltung und den Grundstückbesitzern." Ohne ihre Unterstützung sei solch ein Projekt - egal ob das Rennwochenende oder das permanente Mountainbike-Radwegenetz - unmöglich. "Dafür sind wir allen nicht nur nach so einem Wochenende sehr dankbar." Im kommenden Jahr will der RCG das Rennen erneut austragen, so der Tenor der Organisatoren - mit der ein oder anderen Überraschung beim 5. Jubiläum.

Alle Ergebnisse im Überblick finden Sie hier.

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wik

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