Dienstag, 20.11.2018

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Neuer Fahrplan im Dezember: Schneller nach Nürnberg

Ab 9. Dezember nur neue Züge zwischen Treuchtlingen und Nürnberg - 01.11.2018 06:11 Uhr

Grau-rot statt gelb-grün: Das Treuchtlinger Bahnhofsgebäude hat einen neuen Anstrich erhalten. © Benjamin Huck


Schon seit einiger Zeit verkehren auf der Strecke Nürnberg-Treuchtlingen und weiter nach Augsburg oder Ingolstadt/München die neuen Twin­dexx-Doppelstockzüge der Bahn. Die Triebzüge werden nicht mehr von einer Lok beschleunigt, sondern die Motoren befinden sich an der Spitze und am Ende des Zuges. Die Folge heute: die Züge sind zu schnell und müssen deshalb an den Stationen stehen.

Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember ist das dann vorbei. Dann verkürzt sich die reguläre Reisezeit zwischen Nürnberg und Treuchtlingen von 47 auf 45 Minuten (ohne Halt in Mühlstetten und Unterheckenhofen) oder von 51 auf 50 Minuten (mit Halt in den beiden Orten).

Die Abfahrtszeiten bleiben ähnlich und sind nun fast für jede Stunde gleich – bislang gibt es noch Unterschiede im Rahmen von zwei bis drei Minuten. Von Treuchtlingen nach Nürnberg fahren die Züge mit allen Unterwegshalten meistens 25 Minuten nach der vollen Stunde, die Züge ohne Halt in Unterheckenhofen und Mühlstetten sieben Minuten nach der vollen Stunde (bislang fünf Minuten).

Ob dann alles im Dezember klappt, wird sich zeigen. Denn wie die Bahn mitteilt, gibt es derzeit noch kleine Probleme mit den neuen Doppelstockzügen, weshalb vereinzelt immer noch die lokbespannten und nicht barrierefreien Waggons unterwegs sind.

Erneuerung der Software

Laut Pressemitteilung entsprechen die neuen Fahrzeuge „in einigen Details nicht unseren Erwartungen an ein Neufahrzeug“. Zudem befindet sich ein weiteres Fahrzeug nach einem Unwetterschaden in der Werkstatt. Auf die Waggons gibt es noch Garantie, weshalb gerade Softwareupdates beim Hersteller Bombardier stattfinden, um die Probleme zu beheben.

Die Rückmeldungen von den Kunden zu den neuen Zügen seien sehr positiv, besonders gelobt wurden die Tische, Steckdosen und Fahrradabteile. Kritik gab es an der Klimaanlage, einige Kunden fanden es im Zug zu kalt, sie sollen künftig den Schaffner ansprechen, der die Temperatur regeln kann, so die Bahn. Außerdem sollen die Ansagen, die teilweise als zu laut empfunden wurden, leiser werden.

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Auf den anderen Verbindungen nach Ansbach, Donauwörth und Ingolstadt gibt es im Regionalverkehr kaum Veränderungen, allenfalls hat sich eine Abfahrt geringfügig um wenige Minuten verschoben. Im Fernverkehr halten nun zwei Züge pro Woche mehr am Bahnhof, einer am Freitag um 15.06 Uhr auf der Strecke von München nach Hamburg und zur selben Zeit am Samstag um auf der Relation Innsbruck-Hamburg.

Was gibt es sonst noch neues? Die augenscheinlichste Änderung ist der neue Farbanstrich des Bahnhofsgebäudes. Statt einer Mischung aus Grün und Gelb ist das Gebäude nun in dezentem Grau gehalten, aufgelockert von roten Elementen auf der Vorder- und Rückseite.

Zudem erprobt die Bahn gerade am Bahnhof Donauwörth eine Handy-App (DB Streckenagent), mit der die Fahrgäste selbst Anschlusszüge vormerken können, falls der Zug, in dem sie sitzen, verspätet ist. Die Testphase ist laut Bayerischer Eisenbahngesellschaft gut verlaufen. 

Benjamin Huck Treuchtlinger Kurier E-Mail

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