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Treuchtlinger Bahnsteig zu kurz und ICEs ohne Strom

Die neuen Twindexx-Triebzüge sind zu lang für den Bahnhof - Zwei ICEs blieben stecken - 24.01.2018 16:21 Uhr

Bahnsteig zu kurz oder Zug zu lang? Auf Gleis eins des Treuchtlinger Bahnhofs bleibt die letzte Tür der neuen Twindexx-Züge bis auf weiteres geschlossen. © Benjamin Huck


Der Twindexx (ET 445) verkehrt derzeit im „Ringzug West“ wochentags zweimal von München nach Treuchtlingen und zurück (Ankunft 10.20 und 17.20 Uhr, Abfahrt nach München 11.35 und 18.35 Uhr). Am Wochenende gibt es eine Verbindung bis Nürnberg.

Am Treuchtlinger Bahnhof hält der Doppelstock-Zug zu diesen Zeiten auf Gleis eins. Dabei gibt es ein Problem: Die Waggons sind zu lang. Wer aus der letzten der zwölf Türen aussteigt, landet im Gleisbett statt auf dem Bahnsteig. Auf Nachfrage erklärt die Bahn recht knapp: „Der Bahnsteig von Gleis eins in Treuchtlingen ist für den ET 445 etwas zu kurz. Dieser steht mit einer Tür nicht am Bahnsteig. Der Triebfahrzeugführer kann in diesem Fall entweder die erste oder die letzte Tür des Zugs verriegeln. Fahrgästen stehen die elf anderen Türen zur Verfügung.“

Darauf werden die Reisenden laut Bahn auch per Ansage hingewiesen. An allen anderen Stationen im Einsatzgebiet des ET 445 seien die Bahnsteige ausreichend lang. Für die Zukunft verspricht die Bahn, dass „auf ein anderes Gleis ausgewichen wird, soweit es von der Belegung im Bahnhof Treuchtlingen her möglich ist“.

Leitungsschäden und Abschlepplok auf Irrfahrt

Nun sind elf statt zwölf Ausstiege sicher keine Riesen-Panne. Ärgerlicher für die Fahrgäste waren da schon die technischen Störungen der vergangenen Tage. So blieb in der Nacht zum Dienstag, 23. Januar, der ICE 580 bei Mündling liegen. Aus Nürnberg forderte die Bahn deshalb die dort stationierte Abschlepplok an, die jedoch kurz darauf wegen einer Vollsperrung in Folge eines Notarzteinsatzes zwischen Roth und Schwabach nicht mehr weiterkam. Sie musste umdrehen und über Ansbach nach Mündling fahren.

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Die Fahrgäste des ICE 580 stiegen unterdessen auf freier Strecke in den ICE 1081 Richtung Kassel um. Dessen Fahrgäste hatte die Bahn zuvor in Treuchtlingen kurzerhand aus den Zug komplimentiert und mit der Regionalbahn weiterbefördert. Auch andere Fernzüge wurden ab Donauwörth über die Donau- und Altmühlbahn via Ingolstadt, Treuchtlingen und Ansbach nach Nürnberg umgeleitet

Am Dienstag, 23. Januar, kam es dann zwischen Weißenburg und Treuchtlingen zu einem Schaden am ICE 707 und an der Oberleitung. Der Zug „rettete“ sich zwar noch nach Treuchtlingen, das Gleis blieb aber gesperrt, bis Reparaturzug und Abschlepplok eintrafen. Die Folge waren erneut Verspätungen. 

ano/psh E-Mail

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