12°

Mittwoch, 18.10. - 20:39 Uhr

|

Treuchtlinger Feuerwehren übten in Auernheim

Brand an einem einzelstehenden Hof simuliert - Wasser aus dem Löschteich - 18.09.2017 06:12 Uhr

55 Feuerwehrmänner und -frauen probten am Freitagabend den Ernstfall in Auernheim. © Benjamin Huck


Um 18.48 Uhr dröhnt eine Sirene durch die ländliche Stille. Feueralarm über Auernheim. Den „Brand“ gemeldet hat nicht etwa ein Anwohner, sondern der Feuerwehrkommandant Andreas Berger selbst. Er gibt das Startsignal zur Übung.

Keine acht Minuten nach der Alarmierung steht auch schon die Mannschaft der Auernheimer Wehr auf dem landwirtschaftlichen Anwesen im Süden des Dorfes. In der Simulation „brannte“ eine Photovoltaikanlage, außerdem drohten eine Biogasanlage und ein Kuhstall ein Opfer der Flammen zu werden. Nur wenige Minuten später folgen die Einheiten aus Windischhausen-Heumödern, Wettelsheim-Falbenthal, Treuchtlingen und Döckingen.

Während die Auernheimer im Hinterhof die Photovoltaikanlage löschen, bauen ihre Kameraden aus Treuchtlingen die Drehleiter auf, um von oben mit eingreifen zu können. Zwar führen die großen Fahrzeuge immer Wasser mit in einem Tank, doch das kann irgendwann auch knapp werden. Ein Teil des Löschwassers nehmen sie daher aus einer Zisterne direkt am Anwesen.

Doch als zusätzliche Übung müssen die Feuerwehler eine etwa 660 Meter lange Schlauchleitung vom Hof zum Löschweiher „Am Wiedlein“ beim Ortsausgang von Auernheim legen. Ein Atemschutztrupp macht sich mit schwerem Gerät auf in die Stallungen, um zu kontrollieren, ob alles in Ordnung ist. Etwa anderthalb Stunden dauern die Löscharbeiten, danach werden alle Schläuche und Hilfsmittel wieder verstaut.

Bilderstrecke zum Thema

Übung der Feuerwehren in Auernheim

Eine brennende Photovoltaikanlage auf dem Dach einer Scheune - das war das Szenario für die Übung der Treuchtlinger Feuerwehren in Auernheim.


Der simulierte Brand in Auernheim war heuer schon die zweite Übung für die Feuerwehr. Anfang September wurden die Bewohner des Awo-Hauses in Möhren vor „Rauch und Flammen“ gerettet. Kommandant Berger war zufrieden mit der Leistung der Feuerwehrleute am Freitagabend. Insgesamt waren 55 Männer und Frauen im Einsatz, fünf Feuerlöschkreiselpumpen, sechs Atemschutzgeräteträger und 47 B-Schläuche.

Wie wichtig solche regelmäßigen Übungen sind, hat sich dann etwa eine Stunde nachdem die Wehren aus Auernheim abgerückt sind, gezeigt: Auf der Staatsstraße zwischen dem Hahnenkammdorf und Treuchtlingen sind drei junge Erwachsene mit ihrem Auto verunglückt. So sahen sich die Floriansjünger viel eher wieder, als ihnen wahrscheinlich lieb war. 

Benjamin Huck Treuchtlinger Kurier E-Mail

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Name:

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Auernheim, Auernheim