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Unterstützung für einen kleinen Kämpfer

Der kleine Fabio S. kam viel zu früh auf die Welt - 17.12.2017 10:54 Uhr

Fabio wog bei seiner Geburt nur 620 Gramm. Seine Mutter zeigt die winzigen Klamotten. © Jana Petersen


Mit einem Gewicht von 620 Gramm und einer Größe von 29 Zentimetern war das Baby nur etwas größer als die Handinnenfläche eines erwachsenen Menschen. Wenn man bei Familie S. in der Tür steht, fallen einem sofort die strahlenden Augen der 23- jährigen Mutter und das fröhliche Lachen ihres Sohnes auf. Wäre der Kleine nicht an Schläuche angeschlossen, könnte man denken, alles sei ganz normal. Doch dass Fabio lebt, ist alles andere als selbstverständlich.

Das schwere Schicksal der Familie begann mit einer Routineuntersuchung, beim Zuckertest im 6. Monat der Schwangerschaft. Jennifer war damals 19. Bei der Untersuchung wurde schnell klar, dass mit dem kleinen Fabio etwas nicht stimmte, denn nachdem die fürsorgliche Mutter gerade die ersten Tritte des kleinen Lebewesens bemerkt hatte, war plötzlich nichts mehr zu spüren. Sofort wurde die schwangere Frau ins Krankenhaus eingewiesen. Die Herztöne ihres Sohnes fielen drastisch ab, so dass der Junge durch einen Kaiserschnitt zur Welt kam. Aufgrund der extremen Umstände einer Frühgeburt sahen die zuständigen Ärzte Fabios Leben akut bedroht.

"Wie durch ein Wunder"

"Das war das erste Mal, dass ich mich von meinem Sohn verabschieden musste", erinnert sich Jennifer S., den Tränen nah. Doch es kam anders als erwartet. "Wie durch ein Wunder überlebte mein Fabio die frühe Geburt", erzählt sie und davon, dass sie neun Monate mit ihrem Sohn auf der Intensivstation verbracht hat.

Fabio lässt sich von seinem Schicksal nicht unterkriegen: Der Junge ist ein Sonnenschein. © Jana Petersen


Der Bub erlitt eine Gehirnblutung, eine Lungenerkrankung wurde diagnostiziert, durch die Strapazen der Geburt waren die Arme und Beine des zarten Kleinen gebrochen. Trotzdem konnte die Mutter ihren Sohn nach neun Monaten mit nach Hause nehmen.

Tumor festgestellt

Das Glück war jedoch von kurzer Dauer. Im Dezember 2015 wurde ein Lebertumor festgestellt. Erneut kämpfte sich Fabio durch eine Chemotherapie und überlebte eine zwölfstündige Operation. "Ich hatte mich zu dem Zeitpunkt bereits einige Male von ihm verabschieden müssen, da die Ärzte immer wieder davon ausgingen, Fabio würde es nicht schaffen. Aber ich gab die Hoffnung nie auf. Ich wusste, dass er eine Kämpfernatur ist", erzählt die Heroldsbacherin.

Doch auch Jennifer hat längst tapferes Durchhaltevermögen bewiesen: Die inzwischen 23-Jährige musste sich zunächst als Alleinerziehende behaupten. "Doch dann meinte es das Glück gut mit mir und ich lernte meinen jetzigen Lebenspartner kennen", so die junge Frau, die die beiden Kinder ihres Partners schnell in ihr Herz schloss. Mit seinen neuen Geschwistern Leon und Mia kommt Fabio gut aus.

"Die beiden streicheln ihn und freuen sich, einen Bruder dazubekommen zu haben." Nun ist die kleine Familie auf finanzielle Unterstützung angewiesen: Damit Fabio an Ausflügen teilnehmen und der Transport ins Krankenhaus erleichtert werden kann, benötigt die Familie ein behindertengerechtes Auto mit einer Rampe für den Rollstuhl.

Ein Grundstock ist zum Glück schon gelegt – auch dank des großartigen Engagements von Musikern bei Benefizauftritten und der Unterstützung aus der Nachbarschaft. Nun hofft die Weihnachtsaktion "Freude für alle", wenigstens den größeren Teil der noch bestehenden Lücke schließen zu können.

Unsere Spendenkonten:

Sparkasse Nürnberg: DE63 7605 0101 0001 1011 11

Sparkasse Fürth: DE96 7625 0000 0000 2777 72

Sparkasse Erlangen: DE28 7635 0000 0000 0639 99

Postbank Nürnberg: DE83 7601 0085 0400 0948 54

Alle Zuwendungen kommen ohne Abzüge unmittelbar Bedürftigen in unserer Region zugute. Barspenden nehmen gerne die Geschäftsstellen der Zeitung in Nürnberg (Mauthalle, Königstraße), Fürth (Schwabacher Straße 106) und Erlangen (Hauptstraße 38) an. Alle Spendernamen werden veröffentlicht (außer bei Hinweis "anonym"). Für zweckgebundene Spenden genügt die Angabe der Fallnummer. Alle Informationen und Reportagen finden Sie auch online unter nordbayern.de. 

Jana Petersen

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