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Vor Fußball-WM: Massen-Tötungen von Hunden in Russland

Tausende streunende Vierbeiner sollen sterben - Kritik auch aus Nürnberg - 28.03.2018 16:38 Uhr

Die genaue Zahl ist unklar - jedoch steht fest: Eine große Zahl streunender Hunde in Russland sollen noch vor der Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr getötet werden. © Jens Kalaene/dpa


Sie sollen eingeschläfert, vergiftet oder erschossen werden: Mehrere Tausend Hunde sollen Medienberichten zufolge vor der Fußball-Weltmeisterschaft ums Leben kommen. Vor allem Tierschützer kritisieren die Massentötungen der Vierbeiner.

Wie Focus online meldet, könnten in den Austragungsorten der WM sogar bis zu zwei Millionen Tiere getötet werden. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, soll diejenigen, die im Weltfußballverband (Fifa) mit diesem Thema betraut sind, aufgefordert haben, sich an den Tierschutz zu halten. Demnach sollen die Tiere erst eingefangen, dann kastriert und anschließend freigelassen werden - das könnte das "Hundeproblem" lösen. 

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Auch in Franken gibt es Kritik an dem Vorgehen. Robert Derbeck, Vorstand des Tierschutzvereins Noris in Nürnberg, erinnert sich sofort an die Tötungen der Hunde anlässlich der Europameisterschaft vor sechs Jahren in der Ukraine und Polen: "Das, was damals schon in der Ukraine passierte, wiederholt sich. Das ist ethisch überhaupt nicht vertretbar - es laufen schon Petitionen, aber recht viel mehr wird nicht möglich sein." Robert Derbeck will alle Mitglieder und Tierfreunde auf die Petition aufmerksam machen, auch wenn er weiß, dass ihm von Deutschland aus die Hände gebunden sind. 

Hunde, die in der Metro fahren 

Laut Moskauer Deutsche Zeitung werden solche Straßenhunde auch als  sogenannte "Metrohunde" bezeichnet und sind schon lange ein fester Bestandteil von Russland. Die Hunde fahren beispielsweise in Metros mit, um an Nahrung zu kommen. Schätzungen des Mediums zufolge führen etwa 15 Millionen Hunde und Katzen ein solches frauen- und herrchenloses Obdachlosendasein auf der Straße. Der Verein "Hundehilfe Russland" vermittelt daher jedes Jahr russische Straßenhunde nach Deutschland. 

Dass ein streunender Straßenhund doch noch das Glück im Familienrudel finden kann, zeigt der inzwischen in den Medien fast berühmt gewordene Golden Retriever Lars, der von Moldawien nach Nürnberg vermittelt wurde und seinem Frauchen Anfang des Jahres das Leben rettete - und dafür reichlich Streicheleinheiten bekam. 

sr

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