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Baywatch am Brombachsee

In Langlau kämpfte 200 Rettungsschwimmer um die DLRG-Trophy - 28.08.2017 15:19 Uhr

Im Wasser mit Rettungsboje und Flossen oder auf dem Surfbrett: Die Rettungsschwimmer traten beim Finale der DLRG-Trophy am Kleinen Brombachsee bei Langlau in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Das wichtigste Sportgerät ist eine genormte Puppe, die die zu rettende Person simuliert. © Sascha Walther/DLRG


Der Ortsverband Weißenburg der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) erwartete rund 200 Rettungsschwimmer aus 34 Vereinen zur Abschluss-Veranstaltung der dreiteiligen Wettkampfserie 2017. Nach 2015 richten die bayerischen Lebensretter zum zweiten Mal einen Wettbewerb der nationalen Rettungssportserie am Brombachsee aus.

Der Rettungssport ist die Wettkampfvariante des Rettungsschwimmens. Neben der Schnelligkeit beim Schwimmen und Laufen kommt es für die Sportler vor allem darauf an, Geräte zur Wasserrettung wie den Gurt­retter oder das Rettungsbrett bestmöglich zu beherrschen. Das Wettkampfprogramm umfasst bei der DLRG Trophy für Frauen und Männer jeweils fünf Einzel- und drei Staffelwettbewerbe. Die Königsdisziplin ist ein Triathlon aus Schwimmen, Rettungskajak- und Rettungsbrett-Rennen, Oceanman beziehungsweise Oceanwoman genannt.

Die DLRG Weißenburg stellte selbst kein Team und legte wie schon 2015 das volle Augenmerk auf die Organisation eines für alle Teilnehmer gelungenen Wettkampfs. Aus Bayern waren Sportler aus Herzogenaurach und Bad Windsheim am Start. Als haushohe Favoriten traten die Athleten aus Harsewinkel an. Die Westfalen hatten bereits die ersten beiden Wettkämpfe in Haltern am See (NRW) und Prerow (Mecklenburg-Vorpommern) gewonnen.

Der Titelverteidiger führte vor dem Finale am Kleinen Brombachsee deutlich vor Magdeburg und Halle (beide Sachsen-Anhalt), sodass ihm der Gesamtsieg kaum noch zu nehmen war. Die Mannschaft der Westfalen ist gespickt mit Spitzen-Rettungssportlern. Kerstin Lange holte bei den World Games in Breslau (Polen) eine Goldmedaille und Theresa Franz, Nordin Sparmann sowie Finn Bonberg gewannen mit der Nationalmannschaft Mitte Juli in Warnemünde den renommierten Internationalen DLRG Cup.
Für die Rettungsschwimmer, die in dieser Woche mit dem Nationalteam zur Europameisterschaft nach Belgien fahren, war die DLRG Trophy in Langlau der letzte noch ausstehende Härtetest.

Die DLRG Trophy

Die jährlich ausgerichtete DLRG Trophy umfasst insgesamt drei Wettbewerbe. Nach dem Auftakt in Haltern am See im Juni und dem Wettbewerb in Prerow war der Kleine Brombachsee in Langlau die letzte Station. Gesamtsieger der DLRG Trophy wird die Mannschaft, die in der Addition der einzelnen Wettkampftage die höchste Punktzahl erreicht.

Die Trophy war der Härtetest für die Europameisterschaft in Belgien, die diese Woche startet. © Sascha Walther/DLRG


In den verschiedenen Disziplinen des Rettungssports spiegeln sich die Traditionslinien dieses vielseitigen Sports wider, der zum einen in Europa und zum anderen in Australien, Neuseeland, Südafrika und den USA begründet wurde. In Europa wurden Wettkämpfe der Rettungsschwimmer zunächst in der Schwimmhalle ausgetragen. Wie in den reinen Schwimmwettkämpfen messen sich die Athleten in den Hallendisziplinen oder Pool-Events untereinander im Wettlauf gegen die Uhr. Das wichtigste Sportgerät ist eine genormte Puppe, die die zu rettende Person simuliert. Flossen und der Gurtretter, ein spezielles Rettungsgerät, kommen bei einigen Disziplinen als Ergänzung hinzu.

Im Freigewässer werden keine Zeiten genommen, hier zählt alleine die Reihenfolge des Zieleinlaufs über das Weiterkommen in den Vorläufen oder über Sieg und Niederlage. Besonders in Australien und Neuseeland genießt der Freigewässer-Rettungssport hohe Popularität und zieht zu den nationalen Meisterschaften und Wettbewerben Tausende Zuschauer an. Seit den 1990er-Jahren hat sich der Freigewässer-Sport auch in Europa und Deutschland etabliert. Zugleich wendeten sich die klassischen Freigewässer-Nationen auch den Wettbewerben in der Schwimmhalle zu.
In der DLRG betreiben in Deutschland rund 61000 – zumeist junge – Menschen den Rettungssport. Viele Jugendliche wurden durch ihn bereits für den Einsatz im Wasserrettungsdienst an Deutschlands Küsten und Badestellen im Binnenland begeistert. 

Markus Steiner

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