Donnerstag, 15.11.2018

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Der Brombachsee ist ziemlich leer

Beim Wasserwirtschaftsamt hofft man auf Niederschläge - 06.11.2018 13:57 Uhr

Still und starr ruht der See: Die Tourismussaison im Fränkischen Seenland ist gelaufen, der Große Brombachsee durfte während des Rekordsommers zeigen, dass er vor allem auch ein riesiger Speichersee ist, der in den trockenen und wasserarmen Regionen in Nordbayern für Ausgleich sorgen kann. © Markus Steiner


Dass der See deutlich weniger Wasser hat als sonst, kann man bereits mit dem bloßen Auge sehen: Die Sandstrände sind deutlich breiter als sonst und am Hauptdamm ragen deutlich mehr Steine aus dem Wasser. Am unter dem Hauptdamm liegenden Kraftwerk rinnt nur ganz wenig Wasser aus dem Wehr. Rund 400 Liter pro Sekunde. Das ist die Mindestzuführung, damit die Flüsse nicht austrocknen.

Im August dieses Jahres sah das noch ganz anders aus: Pro Sekunde wurden an gleicher Stelle 11 000 Liter Wasser aus dem See abgelassen, um die nordbayerischen Flüsse mit Wasser zu versorgen. Das war noch im
August kein großes Problem, denn der Große Brombachsee war gut gefüllt und der Pegel betrug trotz der anhaltenden Trockenperiode 409 Meter (NN). Die Hochwasser im Frühjahr und die lang anhaltenden Regenfälle hatten den Wasserspeicher gut gefüllt. Deshalb war auch genügend da, um die ausgetrockneten Flüsse mit Frischwasser zu versorgen.

See wurde gut genutzt

„Der See ist so genutzt worden, wie es die Vorgaben vorsehen“, sagt Rösler. Bis zu einem Niveau von 403 Metern (NN) könne der Brombachsee problemlos abgesenkt werden. „Das läuft alles noch nach Plan.“ Rund eineinhalb bis zwei Meter könne der Wasserstand noch reduziert werden.

Der Rekordsommer hat Rösler zufolge den See einerseits „ganz schön strapaziert“, andererseits aber auch gezeigt, was der Wasserspeicher – ne­ben der Freizeitnutzung – noch so draufhat und wofür er eigentlich gebaut worden ist: „Der See hat heuer gezeigt, dass man die Überleitung auch wirklich braucht.“ Insgesamt wurde aus Röslers Sicht der Sommer gut überstanden und Tourismus und Seenutzung waren gut nebeneinander möglich.

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Jetzt hofft man im Ansbacher Wasserwirtschaftsamt aber dennoch auf einen Herbst und Winter mit kräftigen Niederschlägen, die den Speichersee wieder gut anfüllen. Rösler ist zuversichtlich, dass das auch im kommenden Jahr wieder gut klappt: „Bislang ist der Regen noch nie ausgeblieben.“

  

Markus Steiner

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