Mittwoch, 18.10. - 02:27 Uhr

|

zum Thema

Derbyzeit: VfL-Baskets erwarten Ansbach

Duell der langjährigen Rivalen am Samstag, 7. Oktober, um 19 Uhr in der "Sene" - 07.10.2017 07:00 Uhr

Zuschauermagnet: So wie in der vergangenen Saison dürften auch diesmal wieder zahlreiche Zuschauer in die Turnhalle der Senefelder Schule kommen, wenn sich am heutigen Samstag die VfL-Baskets Treuchtlingen und hapa Ansbach zum Regionalliga-Derby gegenüberstehen. © Uwe Mühling


„Kommt zum Derby“, appelliert Stephan Harlander an alle Fans. Der VfL-Trainer weiß, wie wichtig gerade in einem solchen Spiel die Unterstützung durch die Zuschauer ist und erwartet ein schwieriges Spiel: „Ansbach hat eine bockstarke Mannschaft, die im vorderen Tabellendrittel dabei sein wird und die sogar das Potenzial für ganz vorne hat“. Dafür sorgen nicht zuletzt Neuzugänge wie der frühere Bundesligaspieler Walter Simon, der zuletzt mit Dresden in die zweite Bundesliga Pro A aufgestiegen ist, oder der Bosnier Kornelije Jezildži. Topscorer ist bislang Paul Nzeocha (durchschnittlich 17 Punkte), der zusammen mit Nick Freer zu den weiteren Hochkarätern der Gäste zählt.

Aus Sicht von Harlander sind die Ansbacher „deutlich stärker“ als vergangene Saison. Und sie haben ihre insgesamt sehr erfahrene Truppe weiter verjüngt. Das ist auch eines der Hauptziele, das die hapa-Basketballer unter ihrem neuen Trainer verfolgen: Der ehemalige tschechische Nationalspieler Martin Ides (2,17 Meter, zuletzt Baskets Neumarkt) hat bei den Piranhas die Nachfolge von Langzeit-Coach Dean Jenko angetreten. Letzterer ist inzwischen in Würzburg im Nachwuchsbereich tätig.

Die Personal-Veränderungen auf Ansbacher Seite sind es auch, die dafür sorgen, dass bei Treuchtlingens Coach Harlander im Vorfeld keine so rechte Derbystimmung aufkommen will. Ihn erinnern eigentlich nur noch Routiniers wie Goran Petrovic oder Christian Imberi an ein Derby und er fragt sich auch, ob es der richtige Weg ist, den die Ansbacher mit ihrer Personalpolitik eingeschlagen haben. „Es steht zwar TSV Ansbach drauf, aber es ist nicht mehr so viel Ansbach drin“, findet Harlander.

Zuletzt siegte meist der VfL

Ungeachtet dessen ist es für Mannschaft und Fans aufseiten des VfL natürlich immer ein besonderes Match, wenn man auf den alten Rivalen trifft und wenn es auch um die Frage geht, wer im mittelfränkischen Basketball die Nummer zwei hinter dem Profiteam der Nürnberg Falcons ist. Zuletzt war dies klar der VfL Treuchtlingen, der in den vergangenen Jahren den Großteil der Derbys für sich entschied. Erstmals gingen die Altmühltaler am 12. Januar 2013 als Sieger gegen die einst als übermächtig geltenden Ansbacher aus der Halle.

Danach haben die VfL-Baskets, angeführt von ihrem aktuellen Torscorer Tim Eisenberger (Schnitt 23 Punkte) sowie Kapitän Stefan Schmoll, fast immer gewonnen – dabei auch sechs Mal in Serie. In der vergangenen Saison setzten sie sich zu Hause in der „Sene“ klar mit 78:56 durch, gerieten dann aber beim Rückspiel in Ansbach mit 58:86 gewaltig unter die Räder. Serie adieu! Das war zu einem Zeitpunkt, als der VfL gerade seine Titelhoffnungen begraben musste und mental ziemlich am Boden war.

Jetzt sieht es aber wieder anders aus: „Wir werden bereit sein für ein richtiges Spiel und wir wollen gewinnen“, unterstreicht Trainer Harlander. Die beiden Auftaktsiege gegen Bamberg und Schwabing haben ihm ebenso gezeigt, dass er und seine Truppe auf dem richtigen Weg sind, wie das Bayernpokal-Spiel am Tag der Deutschen Einheit bei den Noris Baskets in Nürnberg. Bei dem Bezirksligisten wurden die Treuchtlinger mit einem 120:35-Kantersieg ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht. Noch wichtiger war für Harlander jedoch eines: „Man hat gesehen, dass die Mannschaft immer nach Verbesserung trachtet“. Insofern war es für den Coach eine „gelungene Trainingseinheit“, auch wenn die beiden erkrankten Leistungsträger Stefan Schmoll und Florian Beierlein sowie Jonas Rauch (Rückenprobleme) fehlten.

Dieses Trio wird heute im Normalfall wieder dabei sein, was den Trainer ebenso positiv stimmt wie die Tatsache, dass Claudio Huhn zuletzt unter der Woche „excellent gut drauf war“. Ansonsten baut Trainer Harlander weiter auf seinen extrem jungen Kader (Schnitt: 21,6 Jahre) , der folgende Akteure umfasst: Stefan Schmoll, Tim Eisenberger, Claudio Huhn, Simon Geiselsöder, Florian Beierlein, Arne Stecher, Jonathan Schwarz, Jonas Rauch, Kevin Vogt, Luca Wörrlein, Moritz Schwarz und Tobias Hornn. 

UWE MÜHLING

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Name:

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Treuchtlingen