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Die Kneipenjagd in Weißenburg lebt wieder auf

Am Samstag, 2. April, gibt es eine Neuauflage mit leicht geänderten Konzept - 05.01.2016 07:58 Uhr

Nicht nur in der heimischen Musikerszene gut vernetzt: Michael Gabler und Alex Seubert kümmern sich künftig um das Programm der Kneipenjagd.

Nicht nur in der heimischen Musikerszene gut vernetzt: Michael Gabler und Alex Seubert kümmern sich künftig um das Programm der Kneipenjagd. © Lorenz Wetscher


Ein paar Veränderungen soll es am Konzept geben, denn die Kneipenjagd sei ein bisschen in die Jahre gekommen. Sie „braucht etwas Schliff“, sagt Michael Gabler, der in der Region kein Unbekannter ist. Sowohl solo als auch mit seiner früheren Band „McRocks“ und der aktuellen Formation „Project XxX“ hat er bei zahlreichen Auftritten im Weißenburger Land begeistert, unter anderem vor ziemlich genau einem Jahr beim Neujahrsempfang der Stadt. Mit dabei war damals auch seine Partnerin Alex Seubert. Sie hat seit 2009 und bis vor Kurzem an der Weißenburger Musikschule Rock/Pop-Gesang unterrichtet.

Gabler und Seubert wollen sich künftig bei der Kneipenjagd um die musikalischen Dinge kümmern. Für den gastronomischen Part werden Ruli und Esther Spanoulis zuständig sein. Ruli Spanoulis betreibt die Mocambo-Bar in der Weißenburger Altstadt und hat sich federführend – nachdem die Werbegemeinschaft ausgestiegen war – im vergangenen Jahr um das Altstadtfest-Bühnenprogramm in der Luitpoldstraße gekümmert. „Das ha­ben wir schon zusammen organisiert, und es lief recht gut“, sagte Gabler jetzt bei einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Bestreiten den gastronomischen Part: Esther und Ruli Spanoulis.

Bestreiten den gastronomischen Part: Esther und Ruli Spanoulis. © Privat


Als er und Spanoulis im Herbst hörten, dass Metz und Riedel die Kneipenjagd in Weißenburg nicht fortsetzen wollen, sagten sie spontan: „Da machen wir was.“ Sie hätten Lust darauf, die erfolgreiche, 18 Jahre bestehende Reihe fortzuführen, denn schließlich sei die Kneipenjagd einst eine Veranstaltung gewesen, an der man einfach dabei sein musste, meint Gabler, der zurzeit mit Alex Seubert in Hamburg lebt.

Das aber ist für die beiden kein Hindernis, sich um die Musik zur Kneipenjagd zu kümmern. Beide haben – wie soll es auch anders sein – beste Verbindungen in Musikerkreisen. Sie wollen vor allem mit hiesigen Bands die Weißenburger Kneipen bespielen und diesen so eine Chance geben, sich zu präsentieren. Weitere Musiker sollen aus dem Nürnberger Raum hinzukommen. Seubert und Gabler haben auch in die dortige Musikerszene gute Kontakte. Welche Bands genau am 2. April zu erleben sein werden, steht aber noch nicht endgültig fest. Sicher ist auf jeden Fall dass es eine After­showparty in der Schranne geben wird. „Wahrscheinlich ab 24.00 Uhr“, sagte Gabler, der diese dann selbst mit der Band „Project XxX“ bestreiten wird.

„Etwas aufpolieren“

Das Grundkonzept der Kneipenjagd bleibt also bestehen, es müsse „nur etwas aufpoliert“ werden. So wollen die neuen Macher beispielsweise einen „kleinen kulinarischen Aspekt reinbringen“. Will heißen, dass es vor einigen Gaststätten Leckereien geben soll. So mancher Kneipenjäger hätte vor allem auf den Wegen zwischen den Lokalen gerne mal eine Kleinigkeit verspeist, weiß Gabler aus der Vergangenheit. Daher soll es Angebote wie Maronen, Crêpes und Ähnliches ge­ben.

Ihre Vorstellungen haben Gabler und Spanoulis bereits auch der Stadt vorgestellt, die das Konzept so abgesegnet habe. Mitmachen werden zwischen zwölf und 15 Gaststätten, berichtete Gabler. Von den meisten Lokalen in der Innenstadt hätten er und Spanoulis mittlerweile positive Rück­meldungen. Nur ein paar wenige würden noch überlegen, ob sie sich wieder beteiligen. Beginnen werden die Konzerte am 2. April wieder zwischen 20.00 und 20.30 Uhr. Der Kartenvorverkauf soll etwa sechs bis acht Wochen zuvor starten.

Anfang November haben Manfred Metz und Martin Riedel angekündigt, die Kneipenjagd nicht mehr fortsetzen zu wollen. Zu deren besten Zeiten pilgerten über 4 000 Menschen zu den Bands in den Kneipen der Stadt. Zuletzt waren es immerhin noch rund 2 500 Besucher. Die Weißenburger Kneipenjagd war eine der ältesten derartigen Veranstaltungen in der Region. 1998 feierte die Kneipenjagd in Ansbach Mittelfranken-Premiere, und ein Jahr später war sie schon in Weißenburg. Derzeit sind die neuen Organisatoren übrigens noch auf der Suche nach einem griffigen Namen. Denn der Titel Kneipenjagd ist geschützt, sagte Gabler. Wer einen guten Vorschlag habe, dürfe ihnen diesen gerne mitteilen.

Für alle Michael-Gabler-Fans im Weißenburger Land gilt es noch einen weiteren Termin im Frühjahr vorzumerken: Am 29. und 30. April kommt er zu einem Doppelkonzert in den Wildbadsaal. 

Robert Renner

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