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Montag, 24.09.2018

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Doppelter Brand bei Büttelbronn war keine Brandstiftung

Ermittler gehen von einem technischen Defekt aus - 29.03.2018 06:00 Uhr

Ein technischer Defekt als Brandursache: Davon gehen die Ermittler der Kripo inzwischen aus. Die Brandexperten vermuten, dass ein Kurzschluss an einem Stromaggregat ursächlich für den Großbrand war. © Ralph Goppelt/News5


Wie ein Polizeisprecher auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, gehe man inzwischen davon aus, dass der Brand durch einen technischen Defekt verursacht wurde. Für Brandstiftung gebe es dagegen auch heute noch „keine konkreten Hinweise“. Am Dienstag dieser Woche waren erneut Brandexperten der Kripo und der Versicherung vor Ort und forschten gemeinsam nach der Ursache für den Großbrand, der am Wochenende des 17. und 18. März einen Schaden  im siebenstelligen Bereich angerichtet hat. Gleich zweimal hintereinander hatte es in der L-förmigen Lagerhalle gebrannt. Als der eine Großbrand gelöscht war, brannte es einige Stunden später in einem anderen Gebäudeteil erneut.

Die Löscharbeiten hatten sich von Samstag bis in den Sonntagnachmittag hineingezogen. Nachdem die letzten Feuerwehrleute am Nachmittag das Areal verlassen hatten, folgte ge­gen 16 Uhr der nächste Alarm. Dieses Mal brannte der andere Teil des Komplexes, der als Lagerhalle diente, lichterloh. Die Einsatzkräfte waren einen ganzen Tag mit Löscharbeiten beschäftigt. Vor Ort waren bis zu 250 Feuerwehrleute aus Langenaltheim, Büttelbronn, Gunzenhausen, Weißenburg und vielen weiteren Ortschaften vertreten. Rettungskräfte von BRK und den Johannitern aus Monheim, Wemding, Weilheim, Rehau, Wittesheim, Warching und Donauwörth waren ebenfalls vor Ort.

Siebenstelliger Schaden

Erst etliche Tage nach dem Ausbruch des Feuers konnten die Ermittler an den Brandherd in der Halle vordringen, weil der L-förmige Komplex einsturzgefährdet war und deshalb nicht betreten werden durfte. Erst nachdem das Dach abgetragen worden war, konnten sich die Brandexperten an ihre Arbeit machen. Die ist dem Kriposprecher zufolge jetzt beendet. Die Experten gehen da­von aus, dass ein Kurzschluss ursächlich für den Großbrand war. Weil es keine konkreten Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung gebe, seien die Ermittlungen damit auch abgeschlossen.

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Das Feuer konnte sich in der Lagerhalle so schnell ausbreiten, weil viele brennbare Stoffe und landwirtschaftliche Maschinen in der Halle gelagert waren, unter anderem drei Mähdrescher, ein Tieflader sowie ein Vollernter und etliche Tonnen Kabelmaterial. Deshalb geht der Schaden in Millionenhöhe. Weil der Brand nur von Außen gelöscht werden konnte, kann es laut der Pressestelle des Polizeipräsidiums durchaus möglich sein, dass noch Glutnester im Inneren der Halle vorhanden waren und sich so das Feuer erneut ausbreiten konnte. Das Kuriose und zugleich Tragische an dem Brand: Der Eigentümer der Halle wurde bereits zum dritten Mal Opfer eines Großbrandes. 

Markus Steiner

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