Mittwoch, 21.11.2018

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Großeinsatz: Wohnhaus brannte in Hundsdorf lichterloh

Feuerwehren waren mit über 100 Mann vor Ort - Ursache noch unklar - 07.07.2018 15:03 Uhr

Die Feuerwehr war am frühen Samstagmorgen mit einem Großaufgebot in Hundsdorf im Einsatz, um Herr über die Flammen zu werden. © Robert Renner


Erste Informationen von Feuerwehrleuten vor Ort deuten darauf hin, dass der Brand in der Küche im Erdgeschoss des idyllisch am Orts- und Waldrand gelegenen Anwesens ausgebrochen war. Nachbarn hatten das Feuer gegen 7 Uhr entdeckt und gemeldet. Als die örtliche Feuerwehr eintraf, deren Gerätehaus nur drei Häuser vom Unglücksort entfernt liegt, schlugen aus der Eingangstür bereits die Flammen.

Zunächst war unklar, wo sich die Bewohnerin des Hauses befand. Die Rettungskräfte mussten davon ausgehen, dass sie noch im Gebäude war. Schnell stellte sich dann aber heraus, dass die Frau ihrem entlaufenen Hund gefolgt war.

Nach der Ortswehr rückten die Freiwilligen Feuerwehren aus Ellingen, Bergen und Pleinfeld mit Tanklöschfahrzeugen an. Letztere hatten auch ihre Drehleiter dabei. Unterstützt wurden sie zudem von den Wehren aus Walting und Ettenstatt. Alles in allem waren über 110 Wehrleute im Einsatz, darunter 30 Atemschutzträger. Die Löscharbeiten wurden zum einen durch zwei Autos erschwert, die in der engen Zufahrt standen. Sie mussten abgeschleppt beziehungsweise zur Seite geschoben werden, um Platz für das Drehleiterfahrzeug zu schaffen.

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Großeinsatz in Hundsdorf: Wohnhaus brannte lichterloh

Am frühen Samstagmorgen mussten mehrere Feuerwehren mit über 100 Mann in Hundsdorf (Gemeinde Ettenstatt, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) anrücken. Ein Wohnhaus stand lichterloh in Flammen. Die Bewohnerin konnte sich mit ihrem Hund gerade noch rechtzeitig aus dem Gebäude retten.


Von dieser aus konnte der Brand auf der Südseite des Hauses aber auch nicht gleich bekämpft werden, weil das Dach mit einer Fotovoltaikanlage bedeckt war. Erst als diese ein Raub der Flammen geworden war, war der Löschangriff von der Drehleiter aus möglich. Zuvor hatten Wehrleute versucht, das Dach auf der Nordseite des Hauses zu öffnen, was aber wieder eingestellt werden musste.

So konnte sich das Feuer vom Parterre über die Holztreppe nach oben ins Dachgeschoss fressen und sich dort ausbreiten. Atemschutzträger versuchten aber auch im Inneren das Feuer in Griff zu bekommen. Letztlich war aber nicht mehr viel zu retten. Die Mieterin, die leicht verletzt wurde, verlor ihr gesamtes Hab und Gut. Die Eigentümerfamilie kümmerte sich um die Frau und nahm sie vorerst auf. Die Hausbesitzer mussten mit ansehen, wie ihr erst vor wenigen Jahren renoviertes und sehr gepflegtes Anwesen ein Raub der Flammen wurde.

Weil ein völliges Ablöschen aller Glutnester erst nach dem Öffnen des Daches möglich war, wurde ein Bagger zur Unglücksstelle beordert. Mit dessen Hilfe wurden die Überreste des Daches beseitigt. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis tief in den Nachmittag hinein an. Die Brandermittlungen hat der Kriminaldauerdienst aus Nürnberg übernommen. Vor Ort waren außerdem zahlreiche Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Sie standen zur Behandlung eventueller Verletzungen von Helfern bereit und versorgten auch die Hausbewohnerin.


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Robert Renner

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