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"Hineingeschaut" im Dekanat Weißenburg

Neues Buch stellt Kirchengemeinden vor - 07.11.2014 08:48 Uhr

„hineingeschaut ...“: Dekanin Ingrid Gottwald-Weber, der Fotograf Helmut Minderlein und Joachim Piephans, der den Satz und die Druckvorstufe besorgte, freuen sich mit den Autoren über das neu erschienene Dekanatsbuch. © Steiner


Kein Wunder: Denn bereits 2012 hatte die Dekanin angeregt, gemeinsam ein neues Dekanatsbuch auf den Weg zu bringen, das alle Kirchen und den aktuellen Stand des Dekanats aufzeigt. Im Vordergrund sollten dabei die Kirchen und ihre Schätze gerückt werden, weil diese seit Jahrhunderten Orte des gelebten Glaubens sind und dies auch hoffentlich bleiben.

„Es ist schon etwas Besonderes, wenn ein Pfarrkapitel es schafft, ein so ansprechendes und interessantes Buch wie das vorliegende gemeinsam zu verantworten. Erlauben Sie mir, dass ich als Dekanin ein wenig stolz bin, mit so kooperationsbereiten Pfarrern und Pfarrerinnen zusammenarbeiten zu dürfen“, schreibt die Dekanin als Herausgeberin im Vorwort des leuchtend roten Buches, das Bilderbuch, Meditations- und Informationsbuch zugleich sein will. Alle Ehrenamtlichen im Dekanat bekommen „hineingeschaut ...“ heuer als Jahresgabe geschenkt. Damit das Werk überhaupt realisiert werden konnte, hat die Evangelische Landeskirche den Druck mit 8000 Euro unterstützt.

Die Koordination des Druckwerks lag in Händen von Pfarrer Joachim Piephans, der sich um die Gestaltung, die Bildtexte, den Satz und die Druck-vorstufe kümmerte. Die vielen Fotos stammen überwiegend vom Thalmässinger Hobbyfotografen Helmut Minderlein, der mit seiner digitalen Spiegelreflexkamera nach den Vorgaben der örtlichen Pfarrer die typischen Motive gekonnt in Szene setzte. Auch einige Pfarrer selbst griffen für das Buch zur Kamera und steuerten Bilder bei. So stammt das Titelbild, das die leicht geöffnete Tür der Nikolauskapelle auf der Festung Wülzburg zeigt, von Friedemann Büttel.

Der Weißenburger Pfarrer hat auch den Text geschrieben, der mit dem Foto eine Symbiose eingeht. Bildsprache und der meditative Text sind halb Predigt, halb Gedicht und widmen sich unter dem Leitmotiv „Aufgesperrt – die Tür ist offen!“ einem Thema, das aktueller nicht sein könnte. „Festung, Festung Wülzburg, Festung Kirche, Festung Europa?“, fragt Büttel und überlässt die Antwort dem Leser.

„Ein haptisches Erlebnis“

Dass so ein Werk nur als gedrucktes, und nicht als E-Book funktionieren kann, auch das wurde bei der Buchvorstellung deutlich. Joachim Piep-hans lobte das „haptische Erlebnis“, das nur ein gedrucktes Buch bieten könne und stellte in einer Bilderschau die Fotos vor, die die jeweiligen Gemeinden beisteuerten. Zudem stehen auf einer Doppelseite für jede Gemeinde noch die Gottesdienst- und sonstigen Öffnungszeiten sowie die Kontaktinformationen.

So entschied sich Alesheim für den weithin bekannten alten Molkereischlot, auf dem Jahr für Jahr der Storch nistet. Auf einem anderen Bild ist die Ortsansicht samt Hochwasser und Kirche zu sehen. Weißenburg steuerte die Wülzburg, die Stadtkirche St. Andreas, die Spitalkirche und den Martin-Luther-Platz samt Statue bei.

Wer durch das Werk blättert, kann somit – ganz ohne Anstrengung – von  Westen nach Osten von Pfarrei zu Pfarrei durchs Dekanat ziehen und erfährt dabei viel über Kirchen- und Lokalgeschichte und auch über selten gewordene Bräuche wie zum Beispiel die „Weck’nspent“, die es in dieser Form nur noch in Reuth unter Neuhaus gibt.   „hineingeschaut ...“, das kann man ohne Übertreibung sagen, ist ein kleines Kunstwerk geworden, das sich auch als Geschenk gut eignen dürfte. Erhältlich ist es ab sofort auch im lokalen Buchhandel zum Preis von 12 Euro. 

Weißenburger Tagblatt

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