Dienstag, 13.11.2018

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In Nennslingen gibt es wieder ein Open Air

Am Samstag spielen die Blaskapelle Nennslingen und ALC - 03.08.2018 06:22 Uhr

Selten um einen Scherz verlegen: Die Treuchtlinger Band ALC tritt am Samstag in Nennslingen auf und posiert derweil schon mal als „Die Band“. Dass da Erinnerungen an „Die Mannschaft“ aufkommen, dürfte wohl kein Zufall sein. © ALC


Eigentlich hatte ALC sein Pensum an lokalen Auftritten 2018 bereits absolviert, dann kam die Anfrage aus Nennslingen und die Band wurde schwach. In Erinnerung an alte Playground-Zeiten wollte man nur allzu gerne zum Auftakt der Sommerferien auf den Weißenburger Jura kommen, wie ALC-Gitarrist Max Schäfer verriet. Die Treuchtlinger Hip-Hop-Band zählte in den letzten Playground-Jahren zu den musikalischen Stammgäs­ten in Nennslingen und lieferte in steter Regelmäßigkeit denkwürdige Konzerte ab. Und das soll nun auch am Samstag der Fall sein, wenn sie beim „Gänsbauchfestla“ der Nennslinger ELJ auf der Bühne steht.

Keine Gedenkveranstaltung

Der Landjugend ist bei allen Erinnerungen ans Playground wichtig, dass die Veranstaltung für sich steht und nicht nur ans Playground erinnern soll. „Bitte nicht falsch verstehen, die ELJ Nennslingen war immer mit Begeisterung im Helferteam des Playgrounds dabei, aber die Behauptung einer Gedenkveranstaltung geht uns entschieden zu weit“, kommentierte man einen Artikel im Kultur­magazin Carpe diem.

Bilderstrecke zum Thema

ALC kann es immer noch!

Die Treuchtlinger Band ist mit einer fetten Release-Party im Weißenburger Soho zurückgekommen. Nach ein paar Songs bebte die Halle und der ALC-Party-Bus hatte Fahrt aufgenommen. Die Bilder einer heißen Nacht.


Das Festareal befindet sich in Nachbarschaft zum ELJ-Heim in der Wengener Straße. Los geht’s um 17 Uhr. Zunächst spielt die Nennslinger Blas­kapelle, die im Übrigen am Sonntag immer den Frühschoppen beim Playground beschallte. Ab 21.30 Uhr stehen dann ALC auf der Bühne. Von 23.30 bis 3 Uhr soll schließlich DJ Hias für musikalische Unterhaltung sorgen. Das Fest endet um 4 Uhr morgens. Bis 19 Uhr ist der Eintritt komplett frei, nach 19 Uhr kostet ein Ticket sechs Euro.

Der Name „Gänsbauchfestla“ kommt im Übrigen von dem Spitz­namen, den die Nennslinger auf dem Jura haben. „Früher (Generation unserer Großeltern) wurden die Nennslinger „Gänsbeich“ (Gänsbäuche) genannt, was durchaus auch als Beleidigung verstanden wurde und auch zur einen oder anderen Handgreiflichkeit führte“, ließ die ELJ in einer Pressemitteilung wissen. „Mittlerweile hat sich bei vielen Jüngeren aber die Einstellung festgesetzt, dass wir über solche alten Dorfsticheleien drüberstehen und sogar stolz sind, aus Nennslingen zu kommen und damit ein Gänsbauch zu sein.“

Wie es mit dem Playground in Zukunft weitergeht, ist derweil weiter offen. 2018 gab es nicht mal mehr eine Absage für das Open Air. Ein Umstand, der eher dafür spricht, dass das Open Air keine Zukunft mehr hat.

Allerdings gibt es auch ein paar Anzeichen, die eine Fortsetzung zumindest nicht vollkommen ausgeschlossen erscheinen lassen. So wollten die Veranstalter des Playgrounds sich auf Anfrage unserer Zeitung explizit nicht zur Zukunft äußern. Offenbar denkt man zumindest noch darüber nach, ob es irgendwie, irgendwann doch noch weitergehen kann, und ist noch nicht bereit, das endgültige Aus zu verkünden.    

 

 

  

JAN STEPHAN

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