Sonntag, 18.11.2018

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Jugend in Altmühlfranken soll schreiben

Kulturinitiative lobt erstmals einen Jugendliteraturpreis aus - 29.04.2015 05:29 Uhr

Der Jugendliteraturpreis Altmühlfranken 2015 ist mit insgesamt 1 750 Euro dotiert. Mitmachen können junge Menschen zwischen 13 und 20 Jahren. Bei der Themenwahl haben die Initiatoren bewusst einen großen Freiraum für Kreativität gelassen.

Die deutsche Sprache pflegen: Mit dem Jugendliteraturpreis Altmühlfranken 2015 will die Kulturinitiative junge Menschen animieren, kreative Texte zu erstellen. Der Preis ist mit insgesamt 1750 Euro dotiert. © Kulturinitiative


Jugend und Literatur scheinen in ei­ner Zeit, in der das Smartphone immer mehr das Buch und die gedruckte Zeitung verdrängt, ein Relikt vergangener Epochen zu werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Kulturinitiative. Die Sprache in Chats ist ganz anders, es gibt erste Forderungen, die Schreibschrift als überflüssigen Ballast in der Schule zu opfern. Solchen Entwick­lungen will die KIA mit dem Literaturpreis entgegentreten. Denn letztlich ist aus ihrer Sicht eine gekonnte Rhetorik auch heute noch notwendig.

Der Arbeitsmarkt verlangt immer mehr nach technischem Wissen, doch für Aufstiegsperspektiven sei die sprachliche Gewandtheit unerlässlich. Das gilt nach Ansicht der Kulturini­tiative sowohl für die Muttersprache als auch fürs Englische als globale Sprache. Industrie, Gewerbe, Handwerk und Handel erwarteten sowohl sprachlich als auch schriftlich eine gute Ausdrucksweise. Zudem stelle die Sprache einen Beitrag zum europäischen Kulturgut dar.

Der Jugendliteraturpreis Altmühlfranken soll die Jugendlichen motivieren, sich kreativ und unabhängig von äußeren Zwängen mit der Vielfalt der eigenen Ausdrucksweise auseinanderzusetzen, heißt es in der Mitteilung. „Diese Fähigkeiten stecken in allen Menschen, ihr Potenzial kann aber sensibel geweckt und gezielt gefördert werden.“

Bewertet werden die Beiträge von einer Fachjury. Zu dieser gehören die Schriftsteller Margit Auer (Eichstätt) und Thomas Medicus (Berlin/Gunzenhausen), die Lehrer Brigitte Brunner (Weißenburg) und Wolfgang Osiander (Gunzenhausen), die Bibliothekare Carolin Bayer (Gunzenhausen) und Paul Theisen (Weißenburg) sowie die Buchhändler Mathias Meyer (Weißenburg) und Dr. Johann Schrenk (Gunzenhausen).

Die Verleihung der Preise wird im Rahmen der Weißenburger Bücherschau im November 2015 erfolgen. Die Schirmherrschaft über den Jugendliteraturpreis hat Landrat Gerhard Wägemann übernommen, für den es ebenfalls ein großes Anliegen darstellt, dass bei jungen Menschen die Freude an guten Texten geweckt wird.

Um die Idee des Jugendliteraturpreises Altmühlfranken hinauszutragen, hat die Kulturinitiative Botschafter gewonnen. Bei diesen handelt es sich um Lehrer, die an ihren jeweiligen Schulen interessierte Schüler beraten und sie unterstützen sollen. Diese Botschafter stehen zudem ihren Kollegen für Fragen zur Verfügung. „Denn es wird sicher nicht immer ganz einfach sein, junge Menschen mit weiteren schulischen Verpflichtungen an eine solche Herausforderung mit dem dadurch natürlich auch geweckten öffentlichen Interesse heranzuführen“, sind sich die Initiatoren bewusst.

Die KIA wurde vergangenes Jahr in Treuchtlingen gegründet. Sie versteht sich als Plattform für alle kulturrelevanten Themen in Altmühlfranken.

Der Jugendliteraturpreis Altmühlfranken 2015 wird für eine Kurz­geschichte zu einem Thema freier Wahl vergeben. Er ist mit 1 000 Euro für den ersten Platz, mit 500 für den zweiten und mit 250 Euro für den dritten Platz dotiert. Den Gewinnern werden außerdem Unterstützung und Begleitung bei der Veröffentlichung angeboten. Die Geschichte darf maximal 15 Seiten DIN A4 lang sein. Abgabeschluss ist der 30. September 2015. Beteiligen können sich alle junge Menschen im Alter zwischen 13 und 20 Jahren, die in Weißenburg-Gunzenhausen leben bzw. hier eine Schule besuchen. Die genauen Teilnahmebedingungen gibt es über die Schulen, die städtischen Bibliotheken in Weißenburg und Gunzenhausen, die Buchhandlungen Meyer in Weißenburg und Schrenk in Gunzenhausen und über die Kultur­initiative Altmühlfranken. 

Robert Maurer Weißenburger Tagblatt

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