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Kammerbauer: Mit den Club-Profis ins Trainingslager

Interview mit dem 18-jährigen Junioren-Nationalspieler aus Raitenbuch - 18.01.2016 09:45 Uhr

Fingerzeig in Richtung Belek: Patrick Kammerbauer, U19-Spieler des 1. FC Nürnberg, darf zum Trainingslager mit den Profis in die Türkei.

Fingerzeig in Richtung Belek: Patrick Kammerbauer, U19-Spieler des 1. FC Nürnberg, darf zum Trainingslager mit den Profis in die Türkei. © Norbert Dengler


Herr Kammerbauer, wie haben Sie davon erfahren, dass Sie mit der Profimannschaft ins Trainingslager fahren dürfen?

Patrick Kammerbauer: Ich habe die freudige Nachricht schon vor einiger Zeit vom U19-Trainerstab übermittelt bekommen, dass ich wahrscheinlich dabei bin. Die endgültige Bestätigung kam dann am vergangenen Dienstagmittag von Chefcoach Pellegrino Matarazzo per WhatsApp.

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Was genau stand da drin?

Kammerbauer: Der Trainer hat mir geschrieben, dass es klappt und ich diese Mitteilung aber erst einmal für mich behalten soll. Weitere Infos werden folgen.

Kann man so eine Nachricht wirklich für sich alleine behalten?

Kammerbauer: Nicht ganz. Ich habe natürlich meinem Spielerberater Bescheid gegeben, und auch mein Zwillingsbruder David, der ja auch beim Club in der U19 spielt, war genauso informiert wie meine Eltern. Erst ge­gen Ende der Woche kam es dann an die Öffentlichkeit.

Kennen Sie die Fußballer aus der Profimannschaft persönlich oder auch nur vom Fernsehen?

Kammerbauer: Die Spieler kenne ich jetzt nicht persönlich, aber man ist sich schon des Öfteren am Trainingsgelände über den Weg gelaufen. Mit den jüngeren Spielern im Kader wie Patrick Erras, Philipp Hercher, Cedric Teuchert und Florian Wenninger dagegen habe ich schon in der Jugend zusammengespielt.

Wird einer von den "Jungen" Ihr Zimmergenosse oder doch eher ein erfahrener Akteur?

Kammerbauer: Das weiß ich noch nicht. Da lasse ich mich überraschen.

Welche Tipps haben Ihnen Ihre aktuellen Trainer, wie beispielsweise die Club-Legende Marek Mintál, mit auf den Weg gegeben? Und wie hat das die Mannschaft aufgenommen?

Kammerbauer: Die Trainer haben einfach gesagt, dass ich zeigen soll, was ich kann, einfach Gas geben und mich für höhere Aufgaben in Zukunft empfehlen soll. Die Mannschaft hat es gut aufgenommen und auch gesagt, dass die Berufung gerechtfertigt ist.

Stand das Handy noch still oder haben Sie permanent Glückwunsch-WhatsApp-Nachrichten erhalten?

Kammerbauer: So schlimm war es auch nicht, aber ein paar Nachrichten habe ich schon bekommen.

Welche Erwartungen haben Sie selbst an das Trainingslager, und gibt es schon irgendwelche Absprachen bezüglich eines möglichen Einsatzes in einem Testspiel?

Kammerbauer: Ich will unbekümmert an die Sache herangehen, mich für höhere Aufgaben empfehlen und zeigen, was ich kann. Aber im Vordergrund steht für mich natürlich, dass ich diese Erfahrung einfach mitnehme. Absprachen, ob ich in einem der beiden Testspiele gegen den österreichischen Bundesligisten SV Grödig oder gegen den Viertplatzierten der Un­garischen Liga, Újpest Budapest, zum Einsatz komme, hat es noch nicht gegeben.

Sie hatten also noch keinen Kontakt zu Trainer René Weiler?

Kammerbauer: Nein. Aber das kommt dann im Trainingslager automatisch.

Nach dem Anschlag von Istanbul ist die Lage in der Türkei angespannt. Wie den Medien zu entnehmen war, haben die Spieler in der Kabine wegen der gefährdeten Sicherheitslage darüber diskutiert . . .

Kammerbauer: Ich habe auch mitbekommen, dass der Trip in die Türkei kurzzeitig nicht mehr ganz sicher war. Aber die Reise stand – so glaube ich – nie wirklich auf der Kippe. Ich persönlich habe jedenfalls keine Angst, da in Belek aktuell und auch dann, wenn wir mit dem Club dort sind, viele Bundesliga-Mannschaften ihr Trainingslager abhalten.

Wie geht es bei Ihnen persönlich weiter? Offiziell gehören Sie ja noch dem U19-Kader an.

Kammerbauer: Bei mir ist es so, dass ich auf jeden Fall in der Rückrunde Erfahrungen im Herrenbereich sammeln und immer wenn es mit der Schule passt, bei der U21-Regionalligamannschaft trainieren und dort auch spielen soll. 

Interview: NORBERT DENGLER

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