Mittwoch, 12.12.2018

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Knapper TSV60-Heimsieg vor der Winterpause

3:2 gegen Dinkelsbühl – Wettelsheim unterlag in Roth - 26.11.2018 10:18 Uhr

Im letzten Moment gestoppt: Der agile Benjamin Weichselbaum setzte die Dinkelsbühler Abwehr immer wieder unter Druck und seine Teamkollegen in Szene. Mit dem Glück des Tüchtigen gewannen die Weißenburger mit 3:2 Toren. © Rainer Heubeck


Hinter den Weißenburgern hielt die TSG 08 Roth Schritt: Das Team von Trainer Koc fertigte den SV Wettelsheim mit 5:0 ab. Für die Elf von Coach Tobias Grimm war die Partie bereits zur Halbzeit so gut wie gelaufen, denn die Rother führten zu diesem Zeitpunkt bereits mit 3:0.

TSV 1860 Weißenburg – SF Dinkelsbühl 3:2

Der TSV 1860 begann etwas unsicher, zumal die Gäste aus Dinkelsbühl relativ offensiv agierten und auch in der zweiten Minute ihre Riesenchance zur Führung hatten. Mark Fleps stand nach einem Pass in die Schnittstelle der TSV-Abwehr frei, doch Weißenburgs Keeper Johannes Uhl rettete mit einer tollen Fußabwehr. Nach 20 Minuten wurde der im Strafraum angespielte Jonas Ochsenkiel von SF-Keeper Michal Walotek gefoult. Zum fälligen Strafstoß trat Ochsenkiel selbst an, konnte aber Walotek nicht überwinden. Die TSV-Sechziger spielten zunehmend überlegen und durften nach 29 Minuten jubeln: Christian Leibhards Freistoß wurde von Benjamin Weichselbaum zurückgelegt, und Jonas Ochsenkiel traf zum 1:0. Mit dem Wiederanpfiff eroberten die Weißenburger den Ball, und nach einem herrlichen Spielzug über rechts legte Patrick Weglöhner zurück auf Ochsenkiel, der aus fünf Metern zum 2:0 ins leere Tor einschob. Die Weißenburger blieben am Drücker, und Benjamin Weichselbaum verzog mit zwei Schüssen in der 34. Minute und kurz vor der Pause. Und auch Maik Wnendt hatte Pech, als er aus 16 Metern nur die Latte traf. In der 44. Minute vergab Yannik Strobel, der eine Flanke an Weglöhner aus fünf Metern übers Dinkelsbühler Tor setzte. Die Gäste hatten in der ersten Halbzeit nur eine zweite gute Möglichkeit, doch den Schuss von Carlo Schenk aus sieben Metern konnte Uhl im TSV-Kasten mit einem Reflex zur Seite abwehren.

Nach dem Seitenwechsel drängte Weißenburg auf die Entscheidung. Die hatten Yannik Strobel nach einem Weichselbaum-Zuspiel und Maik Wnendt mit einem Fallrückzieher auf dem Fuß – doch Strobel zielte genau auf den SF-Torwart und Wnendt knapp vorbei. Die offensiv stets gefährlichen Gäste kamen dann in der 51. Minute wie aus dem Nichts zum 1:2-Anschluss, als sich eine Flanke von Carlo Schenk über Torwart Johannes Uhl hinweg ins Tor senkte.

Die Dinkelsbühler witterten Morgenluft, mussten aber zunächst zwei gefährliche Freistöße von Jonas Ochsenkiel überstehen. In der 76. Minute agierte Dinkelsbühl nach einer Ball-eroberung schnell über links. TSV-Schlussmann Johannes Uhl konnte das Leder nicht festhalten und Matthias Arold staubte zum umjubelten 2:2-Ausgleich ab.

Im folgenden offenen Schlagabtausch hatten die Weißenburger die besseren Möglichkeiten: Der eingewechselte Claudiu Pienar verzog in der 83. Minute zunächst knapp, traf dann aber vier Minuten später nach einer Flanke von Markus Lehner mit einem sehenswerten Flugkopfball zum 3:2. In der 89. Minute bejubelten die Dinkelsbühler schon den 3:3-Ausgleich, doch Referee Magnus Holz pfiff den Treffer wegen Abseitsstellung zurück. Johannes Uhl im TSV-Tor konnte einen scharfen Schuss nicht festhalten, und Jonas Launer staubte ab, doch der Dinkelsbühler war zuvor im Abseits gestanden, wie der Linienrichter anzeigte.

In der 92. Minute verletzte sich dann Benjamin Weichselbaum, und die TSV-Sechziger mussten die letzten Minuten mit zehn Mann zu Ende bringen – mit dem Glück des Tüchtigen überstanden sie aber auch die fünfminütige Nachspielzeit.

TSV 1860 Weißenburg: Uhl, Weglöhner, Strobel (62. Minute Pienar), Schwenke, Lehner, Ochsenkiel, Leibhard, Wnendt (71. Renner), Lotter, Weichselbaum, Eco.

Tore: 1:0 Ochsenkiel (29. Minute), 2:0 Ochsenkiel (30.), 2:1 Schenk (51.), 2:2 Arold (76.), 3:2 Pienar (87.).

Schiedsrichter: Magnus Holz; Zuschauer: 60.

TSG 08 Roth – SV Wettelsheim 5:0

Während die TSG wohl einfach weiterspielen könnte, flüchtet sich der SVW nur zu gerne in die Winterpause. Warum, das war am Samstag im Leoni Sportpark nur allzu ersichtlich. Die Rother spielen seit Wochen in Hochform, treten selbstbewusst auf und zeigen den Zuschauern richtig guten Bezirksliga-Fußball. Die personell dezimierten Wettelsheimer dagegen  kommen auf der „letzten Rille“ daher. Freilich, die Mannschaft von Trainer Tobias Grimm ließ es an Einsatzwillen nicht vermissen und hatte auch einige gute Aktionen und Torchancen vorzuweisen. Doch all das konnte nicht da-rüber hinwegtäuschen, dass die Gastgeber von Anfang an die faire und von Marcel Bittner problemlos geleitete Partie dominierten.

Schon nach zwei Minuten durften die TSG-Fans jubeln, Philipp Spießl wurde auf die rechten Außenbahn geschickt, und der sträflich alleine gelassene flinke Flügelspieler schloss eiskalt mit dem 1:0 ab. Nach knapp 20 Minuten drang Philipp Ludwig von der linken Außenbahn in den Wettelsheimer Strafraum ein, die Gäste konnten nicht entscheidend klären, Ludwig setzte energisch nach und erhöhte auf 2:0. Und als der erneut mit viel zu vielen Freiheiten ausgestattete Spießl nach einer halben Stunde und einer Freistoßflanke zum 3:0 einköpfen durfte, war die Messe eigentlich schon gelesen.

Nach Wiederanpfiff hatten die Wettelsheimer ihre beste Phase, doch selbst in dieser blieb ihnen ein Treffer verwehrt. Nach einem Distanzschuss von Kapitän Hans-Christian Döbler rettete die Querlatte für den in dieser Szene machtlosen TSG-Schlussmann Philipp Kellner (48.), kurz darauf klärte Vlad Stan Prigoana in höchster Not gegen Simon Hüttinger (52.).

Szenen, die zeigen, dass sich die tapferen Gäste nicht hängen ließen, doch Roth fand schnell wieder zu seiner für das junge Alter dieser Mannschaft immer wieder erstaunlich ruhigen und ballsicheren Spielweise. Und die TSG profitiert derzeit davon, dass Philipp Spießl inzwischen eine bemerkenswerte Kaltschnäuzigkeit im Abschluss entwickelt hat. Vom Ex-Weißenburger Michael Böhm herrlich in Szene gesetzt krönte der 22-Jährige seinen starken Auftritt nach einer knappen Stunde mit seinem dritten Treffer zum 4:0. Wenig später wurde er mit Applaus verabschiedet. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff war es der eingewechselte Kevin Biallas, der per Lupfer den 5:0-Endstand erzielte.

Roth feierte anschließend seinen Trainer: Taner Koc bekam von der Mannschaft mit dieser Leistung ein schönes Geschenk zu seinem 39. Geburtstag. Wettelsheim geht mit fünf Niederlagen in Folge in die Pause und muss sich in dieser neu sammeln und die müden und teils verletzten Knochen erholen.

SV Wettelsheim: Zwahr, Müller, Döbler, Krois (46. Neubauer), Zischler, Rasch, Berthold, Stoll (73. Renner), Hüttinger, Bunz (84. Mezzani), Rosskopf.

Tore: 1:0 Spießl (2.), 2:0 Ludwig (19.), 3:0, 4:0 Spießl (30., 61.), 5:0 Biallas (81.).

Schiedsrichter: Marcel Bittner; Zuschauer: 100. 

rh/mho

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