Mittwoch, 19.12.2018

|

Markus Steinhöfer spielt ab sofort für den VfB Eichstätt

Der 32-jährige Weißenburger wechselt am Ende seiner Profilaufbahn zum heimatnahen Regionalligisten - 04.09.2018 18:00 Uhr

Trikotwechsel: Statt im Dress von Darmstadt 98 spielt Markus Steinhöfer künftig im Outfit des VfB Eichstätt. © SV 98


Der 32-jährige Weißenburger hat bereits in den vergangenen Wochen seit Anfang August beim aktuellen Tabellensechsten der Regionalliga Bayern mittrainiert, um sich fit zu halten. „Ich habe die Mannschaft von Anfang an cool gefunden und habe mich in Eichstätt sofort wohlgefühlt“, sagte Steinhöfer gegenüber unserer Zeitung. Auch deshalb hat er sich nun entschieden, für den VfB zu spielen und sich nach seiner Profizeit reamateurisieren zu lassen.

Wie berichtet hatte Markus Steinhöfer im Sommer sein Engagement beim Zweitligisten SV Darmstadt 98 beendet. Beide Seiten einigten sich auf eine Vertragsauflösung. Steinhöfer lebt nach gut 15 Jahren Profifußball mit verschiedenen Stationen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Spanien, und Tschechien jetzt wieder komplett in seiner Heimatstadt Weißenburg. Die Entscheidung für Eichstätt ist nach seinen Worten auch eine „Entscheidung pro Familie“ – vor kurzem ist Steinhöfer Vater einer kleinen Tochter geworden.

Bereits am Samstag beim Spiel in Buchbach wird Steinhöfer dabei sein und im Normalfall in der Startelf stehen. Eichstätts Trainer Markus Mattes ist begeistert von seinem Neuzugang und Vornamensvetter: „Es ist ein Glücksfall für uns, einen Spieler dieser Qualität zu bekommen“, sagte Mattes gegenüber dem Weißenburger Tagblatt. Der VfB zitiert seinen Coach wie folgt: „Markus trainiert schon seit einiger Zeit bei uns mit. Er ist technisch natürlich extrem stark am Ball und wird unserer Mannschaft im Zentrum nochmal mehr Stabilität verleihen. Auch charakterlich passt er super in unsere Truppe“.

Steinhöfer selbst ist gespannt, wie es nach vielen Profijahren ist, erstmals im höheren Amateurbereich zu spielen. Er ist „irgendwie erleichtert“ über die Entwicklung, fühlt sich „zu Hause total wohl“ und freut sich nun auf die neue sportliche Aufgabe. „Ich war in meiner Profikarriere viel unterwegs, jetzt bin ich sehr froh, wieder zu Hause bei meiner Familie zu sein“.  Die Gespräche mit VfB-Abteilungsleiter Hans Benz und den Verantwortlichen in Eichstätt waren laut Steinhöfer „sehr angenehm“. Und weiter: „Ich freue mich jetzt darauf, nochmal in meiner Heimat voll angreifen zu können. Die Stimmung in der Mannschaft und die Einstellung der Jungs ist super. Ich bin überzeugt, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen werden“.

Mit dem unweit entfernten VfB Eichstätt schließt sich nach vielen Wanderjahren quasi ein Kreis für den Profifußballer, der einst beim DSC Weißenburg seinen ersten Verein hatte, dann über den TSV Roth zum 1. FC Nürnberg kam. Mit 16 Jahren wechselte er zum FC Bayern München, wo er Deutscher Meister der A-Junioren und Regionalliga-Meister mit den Bayern-Amateuren wurde. Danach kamen der Wechsel zu Red Bull Salzburg, wo er Österreichischer Meister wurde, und der Sprung in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt (48 Einsätze).

Der Ausleihe zum 1. FC Kaiserslautern (Zweitliga-Meisterschaft) und der Rückkehr nach Frankfurt folgte der Wechsel zum FC Basel, wo Steinhöfer drei Mal Schweizer Meister und einmal Pokalsieger wurde, wo er in der Champions League und der Europa League spielte. Über ein Intermezzo beim spanischen Erstligisten Betis Sevilla kam er dann zum TSV 1860 München. Der VfR Aalen, Sparta Prag und zuletzt Darmstadt 98 waren die weiteren Stationen einer bewegten Karriere.

Der VfB, bei dem bereits der Weißenburger Fabian Eberle und der Raitenbucher Lucas Schraufstetter am Ball sind, bekommt also einen weiteren Spieler aus dem Kreis Weißenburg-Gunzenhausen – noch dazu einen früheren Junioren-Nationalspieler mit Bundesliga- und Champions-League-Erfahrung. 

Uwe Mühling

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.