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Neuer Pastor für die evangelisch-methodistische Kirche in Weißenburg

Einführungsgottesdienst für Manuel Stemmler - 21.09.2017 11:55 Uhr

Die Einsegnung nahmen Achim Schubarth, Herta Reif, Markus Jung und Maamun Kamran vor. Stemmler legte Wert darauf, dass diese Aufgabe Mitglieder der Gemeinde übernehmen. © Alex Arndt


Rund 15 Familienmitglieder waren angereist, um die Einführung von Manuel Stemmler und seiner Frau Vanessa in der Methodistenkirche mitzuerleben. Zu den insgesamt etwa 60 Anwesenden zählten unter anderem auch Gläubige aus der Schwabacher Gemeinde, für die Stemmler in Zukunft ebenfalls Gottesdienste leiten wird.

Gemeindevertreter Achim Schubarth begrüßte die Gäste und übergab dann die Leitung des Gottesdienstes an Superintendent Markus Jung. Dieser hat die Personalverantwortung für alle Pastoren der evangelisch-methodistischen Kirche in ganz Bayern. Er war somit zuständig für die Dienstzuweisung Stemmlers nach Weißenburg. Jung hob hervor, was für ein beson­derer Gottesdienst dies sowohl für Stemmler als auch seine neue Gemeinde sei. Dazu rief er die Zuhörer auf, den neuen Pastor zu unterstützen, und zusammen die Gemeinschaft zu erweitern und zu fördern. Jung erklärte, Stemmler sei für die nächsten drei Jahre ein Pastor auf Probe und werde nach seiner Ordination voraussichtlich noch weitere Jahre in Weißenburg als Pastor leben.

In Weißenburg angekommen: Markus Jung von der EmK stellte Manuel Stemmler und dessen Frau Vanessa der Weißenburger Kirchengemeinde in einem Gespräch vor. © Alex Arndt


Stemmler, der in Nordrhein-West­falen und Baden-Württemberg aufwuchs, erzählte schließlich selbst, wie er sich nach der Schule noch gegen eine kirchliche Laufbahn sträubte und seinen Zivildienst deshalb so weit wie möglich von zu Hause entfernt ableis­tete. Er tat dies dann in einem Versöhnungsprojekt in Nordirland. Anschließend studierte er zunächst mehrere Semester Wirtschaftsinformatik, bis er feststellte: „Das ist nicht mein Lebensweg.“

Der heute 30-Jährige ist bereits sein ganzes Leben in der evangelisch-methodistischen Kirche aufgewachsen und hat alles mitgemacht, „was man als Gemeindekind so mitmacht“. Vom Krippenspiel über Jugendfreizeiten bis hin zum Jugendlichen-Delegierten im Kirchenparlament durchlief Stemmler die verschiedensten Positionen.

In seiner neuen Aufgabe als Pastor freut er sich unter anderem auf die Begegnungen mit Menschen in und außerhalb der Gemeinde, sagte er. Dazu will er mit dieser Neues ausprobieren und die Gemeindeentwicklung fördern. Abseits der Arbeit fährt Stemmler gerne Rennrad und hat die ruhigen Straßen des Landkreises bereits zu schätzen gelernt, schilderte der Geistliche. Dazu geht er mit seiner Frau Vanessa wandern, und das gemeinsame Kochen und Essen – auch gerne in Gesellschaft – mag das Ehepaar sehr.

In seiner Antrittspredigt stellte Stemmler anschließend eine grundlegende Frage: „Wie leben wir als Chris­ten?“ Er versuchte deutlich zu machen, dass man sich auf das Wesentliche fokussieren solle. Es gehe dabei um eine intakte Beziehung des Menschen zu Gott. Dadurch ordnen sich die Prioritäten und die Sorgen vor der Zukunft und des Alltäglichen werden kleiner und leichter. „Damit werden wir frei, im Hier und Jetzt zu leben.“

Zum Abschluss des Gottesdienstes richteten Vertreter aus Ökumene und Politik noch Grußworte an den neuen Pastor. Diakon Alexander Michel und Dekanin Ingrid Gottwald-Weber betonten beide ihre Vorfreude auf die Zusammenarbeit in den außerordentlich vielen ökumenischen Projekten, die in Weißenburg jährlich organisiert werden.

Oberbürgermeister Jürgen Schröppel musste schmunzelnd feststellen, dass „neue Pastoren so alt wie die eigenen Kinder“ sind. Er erhofft sich, dass Stemmler an die Zeit seiner Vorgängerin anknüpfen könne. Landratstellvertreter Robert Westphal wünschte dem Ehepaar Kraft, Elan, Zufriedenheit an der neuen Wirkungsstätte und dass die beiden den Landkreis erleben und genießen können. Auch fügte er hinzu: „Alle freuen sich auf Ihr Wirken.“ Der neue Pastor bedankte sich für die freundlichen Worte und die Geschenke. Er ließ die Politiker im Hinblick auf die kurzen Distanzen in Weißenburg aber auch wissen: „Seien sie vorgewarnt, ich kreuze bei Ihnen auf.“

Bei anschließendem Kaffee und Kuchen konnten sich die Anwesenden noch unterhalten und die neue Familie kennenlernen. Am 1. Oktober tritt Manuel Stemmler seinen Dienst in Weißenburg offiziell an. Seit Mitte August wohnen er und seine Frau bereits hier. Trotz der erst kurzen Zeit hier hob Stemmler die Gastfreundschaft der Weißenburger besonders hervor. Das Ehepaar erwartet Anfang Oktober auch das erste Kind. 

Alex Arndt

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