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Freitag, 22.06.2018

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Rätsel um den doppelten Scheunenbrand bei Büttelbronn

Besitzer wurde bereits das dritte Mal Opfer eines Brandes - 26.03.2018 15:59 Uhr

Nicht der erste Brand für den Eigentümer: Der landwirtschaftliche Lohnunternehmer aus dem Donau-Ries wurde insgesamt schon dreimal in seinem Leben Opfer eines Brandes. Die Brandursache ist noch immer ungeklärt. © Goppelt/News 5


Derweil haben die Ermittler nach wie vor keine Erkenntnisse darüber, warum es am Mauthaus bei Büttelbronn gleich zweimal auf dem Betriebsgelände eines früheren Marmorwerks brannte. Das Polizeipräsidium Mittelfranken teilte auf Anfrage un­serer Zeitung mit, dass es noch keine genauen Erkenntnisse gebe.

Einsturzgefahr nach Brand

Was sowohl die Polizei als auch die Feuerwehr vor Rätsel stellt: Die eine Hälfte des Hallenkomplexes am Mauthaus wurde in der Nacht auf Sonntag ein Raub der Flammen. Nachdem am anderen Tag gegen 13 Uhr die letzten Kräfte abgezogen waren, brannte es ein paar Stunden später schon wieder. Allerdings im anderen Teil des L-förmigen Komplexes. Nach Informationen unserer Zeitung standen in diesem Bereich unter anderem drei Mähdrescher (Neupreis: fast 500 000 Euro pro Stück), ein großer Traktor und ein Radlader. Die Schadenshöhe dürfte im sechsstelligen Bereich liegen.

Das Gebäude war bis zum Donnerstag vergangene Woche für die Polizei noch immer nicht zugänglich. Zunächst musste wegen Einsturzgefahr das Dach abgetragen werden. Erst dann können Gutachter darin auf Spurensuche ge­hen.

In dem Komplex standen nicht nur die landwirtschaftlichen Fahrzeuge, sondern lagerten auch zahlreiche Maschinen, Gerätschaften und brennbare Materialien, wie zum Beispiel große Kabeltrommeln. Zudem hatte sich ein Fuhrunternehmer aus dem Donau-Ries-Kreis dort eingemietet. Am schlimmsten traf es den landwirtschaftlichen Lohnunternehmer, der vor etwa einem Jahr die Immobilie an der Bundesstraße erworben hatte.

Eine andere Maschinenhalle dieser Firma war bereits im Juni 2009 in Fessenheim im Ries komplett niedergebrannt. Der Schaden wurde damals auf rund zwei Millionen Euro beziffert. Die Kripo ging von Brandstiftung aus. Damals brannten im Ries weitere Maschinenhallen und Schuppen: nahe Deiningen, Alerheim, Gosheim, Rudelstetten und Wemding, 2012 zudem in Lerchenbühl (Gemeinde Megesheim). Die unheimliche Serie ließ sich nicht klären. Niemandem waren die Taten nachzuweisen.

Feuer in Nördlingen

Zum Jahreswechsel 2010/2011 folg­te das nächste Feuer: Dieses Mal brannte eine Lagerhalle auf dem Baywa-Gelände an der Adamstraße in Nördlingen. Dort hatte der Lohnun­ternehmer Erntemaschinen untergestellt. Der Schaden betrug einige Hunderttausend Euro. Auch dieser Fall blieb ungeklärt. Es gab lediglich die Vermutung, dass der Brand unter Umständen durch Feuerwerkskörper ausgelöst worden war.

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Führenden Feuerwehrleuten zufolge dürfte die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte bei dem Brand bei Büttelbronn, bei dem bis zu 250 Einsatzkräfte beteiligt waren, über die Bezirksgrenze hinweg in dieser Form bislang einmalig sein. Der Büttelbronner Kommandant Manfred Zolnhofer bedankte sich angesichts des Ausmaßes der beiden Brände und der winterli­chen Temperaturen ausdrücklich bei allen Helfern: „Das hat super funktioniert.“ 

W. Widemann/M. Steiner

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