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Freitag, 14.12.2018

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Unnötige Niederlage in Zwickau

Die Treuchtlinger verloren mit 67:74 – Heimspiel gegen Vilsbiburg - 17.10.2011 08:23 Uhr

Erzielte seine ersten Punkte in der Regionalliga: Der 16-jährige VfL-Youngster Carsten Seeberger. © Mühling


Beide Mannschaften starteten sehr verhalten ins Spiel. Die Zwickauer zeigten sich mit Marko Neddermeyer vor allem unter dem Korb sehr stark und holten sich immer wieder eine zweite Wurfchance. So führten sie nach fünf Minuten mit 10:5. Dass Masse nicht gleich Klasse ist, zeigte Stefan Schmoll, der allein auf Treuchtlinger Seite in der ersten Halbzeit überzeugen konnte. Schmoll nutzte seine Schnelligkeit gegen den  2,08 Meter großen ehemaligen Bundesliga-Center Lars Grübler aus und sorgte dafür, dass die VfL-Baskets im Spiel blieben. Nachlässigkeiten in der Abwehr ließen Sekunden vor der Viertelpause einen Dreier vom Zwickauer Ben Hruschka zum 21:15 zu.

Im zweiten Viertel ver­teidigten die Treuchtlinger intensiver und ließen
lediglich 15 Punkte zu. Allerdings fanden sie kein Mittel gegen die Zwi­ckauer Zonenverteidigung und erzielten selbst nur 14 Punkte. Schwache Trefferquote von außen, zu selten zum Korb gezogen und den freien Mann gesucht – das waren die Ursachen dafür. Halbzeitstand: 36:29 für Zwickau.

War es in den letzten Partien das erste Viertel, das zu einem Treucht­linger Rückstand führte, so verschliefen die VfL-Korbjäger diesmal den dritte Durchgang komplett. Zu viele einfache Ballverluste, dadurch einfache Fastbreak-Punkte für Zwickau und magere 13 Punkte im Angriff sorgten dafür, dass der Vorsprung der Heimmannschaft bis auf zwölf Zähler  anstieg. „In diesem Viertel haben wir ohne jegliche Körperspannung und völlig ideenlos gegen die Zwickauer Zone agiert“, kritisierte Trainer Stephan Harlander nach dem Spiel.

Im letzten Abschnitt waren die Treuchtlinger dann plötzlich wieder  im Spiel. Die Würfe von Volker Lang, Claudio Huhn und Sebastian Ferschl fanden ihr Ziel, sodass die VfL-Baskets auf 56:51 verkürzten. Doch nach einer Auszeit der Gastgeber stimmte die Zuteilung in der Treuchtlinger Abwehr nicht. Diese Unkonzentriertheit ermöglichte dem stärksten Zwi­ckauer Spieler, Clarence Trotter (insgesamt 33 Punkte), einen freien und erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf.

Als die  mitgereisten Treuchtlinger  Fans schon mit einer Niederlage rechneten, erhöhten die VfL-Baskets noch einmal den Druck und kamen bis auf vier Punkte heran (69:65). In den letzten Minuten hieß es dann aber nur noch „Clarence Trotter gegen Treuchtlingen“. 22 Punkte erzielte der US-Amerikaner in den letzten zwölf Minuten für seine Mannschaft. Damit avancierte er zum Matchwinner für die Sachsen.

Fazit: Das Aufbäumen auf Treuchtlinger Seite kam nach zuletzt zwei Siegen gegen Dresden und München dieses Mal zu spät. Insgesamt gesehen wäre eine Überaschung durch den VfL möglich gewesen. Drei Viertel mit unterdurchschnittlicher Wurf- bei gleichzeitig überdurchschnittlicher Fehlerquote in Verteidigung und Passspiel sowie nur ein Viertel mit „normaler Leistung“ reichten gegen eine routinierte Zwickauer Mannschaft nicht aus.

Die VfL-Baskets haben somit nach fünf Spieltagen zwei Siege und drei Niederlagen verbucht. Die Fans dürfen sich am kommenden Samstag, 22. Oktober, auf das dritte Heimspiel der Saison freuen. Um 19.00 Uhr wird das Aufsteigerteam aus Vilsbiburg in der Senefelder-Dreifachhalle zu Gast sein.

VfL Treuchtlingen: Fabian Ferschl (4 Punkte), Carsten Seeberger (2), Claudio Huhn (16), Stefan Schmoll (24), Sebastian Ferschl (9), Nico Hirschmann, Volker Lang (11), Martin Donaubauer (1) und Arne Stecher. 

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