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„Verschwunden – Orte, die es nicht mehr gibt“

Bilder einer untergegangenen Welt im Kulturzentrum Ostpreußen - 18.10.2018 13:42 Uhr

Bilder einer untergegangenen Welt im Kulturzentrum Ostpreußen


In Altmühlfranken eine vergleichsweise seltene Geschichte, im früheren Ostpreußen das Schicksal etlicher Orte. Dörfer, Städte, Kirchen, Bauernhöfe, Schlösser, Fabriken oder Industrieanlagenleben sowie Friedhöfe, Denkmäler, Standbilder oder Inschriften gingen verloren. Im heutigen Polen, Russland und Tschechien erzählen sie noch heute ihre Geschichten von einer anderen Welt. Zumindest denjenigen, die leise genug sind, ihnen zuzuhören.

Und das waren die Macher der Ausstellung „Verschwunden – Orte, die es nicht mehr gibt“, die jetzt im Ellinger Deutschordensschloss zu sehen ist. Die Schau zeigt, wie reich die Kulturlandschaft war, die einst weite Teile des Deutschen Reiches prägte. Und sie zeigt, wie die Kulturlandschaft unterging: durch Zerstörung in Luftangriffen und Artilleriebombardements; gezielt gesprengt, um die Erinnerung an die preußische Geschichte zu tilgen; von der Planwirtschaft geschluckt und in Stauseen versenkt; durch Entvölkerung und städtebauliche Konzepte, die Altes nur zu gern abrissen.

Zinten in Osptreußen 1930


Die Ausstellung klagt nicht an, sie bemüht sich um Sachlichkeit bei einem emotionsgeladenen Thema. Nüchtern zeigt sie, auf welche Weise Geschichte und Vergangenheit verloren gehen kann, wenn die Zeiten nicht danach sind, sie zu bewahren. Die verfallenen Mauern in idyllischen Wald-Wiesen-Landschaften gemahnen dabei an eine untergegangene Zeit und ein vergangenes Leben.

Die Ausstellung ist im Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen noch bis zum 25. November zu sehen. Von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 12 und 13 bis 16 Uhr. 

Jan Stephan Carpe diem

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