Sonntag, 18.11.2018

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Weißenburger Kirchweih 2015: Alle sind zufrieden

Organisatoren, Schausteller, Festwirte und Polizei zogen positive Bilanz - 25.08.2015 08:04 Uhr

Letzter Höhepunkt: Das große Höhenfeuerwerk beschloss traditionell das Programm der Weißenburger Kirchweih. Die Bilanz zu dem zehntägigen Fest fällt durch die Bank bei allen Beteiligten positiv aus. © Robert Renner


Der sogenannte Nachkirchweihsonntag hatte nochmals scharenweise die Menschen auf den Festplatz an der Wiesenstraße gelockt. Nach dem Blumen- und Trachtenzug setzte der Zustrom ein. Am späten Nachmittag ließ er dann etwas nach, bevor er – trotz mehrerer Regenschauer – ab 19.00 Uhr wieder anwuchs. Vor allem in der Stunde vor dem Feuerwerk herrschte am Festplatz dichtes Gedränge.

Auch das Festzelt hatte sich nochmals richtig gut gefüllt. „Nach dem Festzug kamen heuer besonders viele Menschen zu uns“, freute sich Festwirtsgattin Irene Widmann. Ihr Mann zeigte sich einmal mehr rundum zufrieden mit dem Verlauf der Kirchweih. Zwar sei das erste Wochenende vom Wetterpech begleitet gewesen. Doch ab Dienstag habe sich keiner mehr über die äußeren Bedingungen und folglich auch den Besuch des  Festplatzes beklagen können. Gerhard Widmann: „Es war einfach wieder eine schöne Kirchweih.“

Regenfeste Weißenburger

Mit ihm, aber auch mit allen anderen Schaustellern haben Kirchweih­ausschussvorsitzender Andre Bengel und Ausschussgeschäftsführer Karl-Heinz Degen am Sonntag gesprochen. „Die Wirte und Schausteller sind zufrieden. Es hat alles funktioniert, wir haben überall positive Rückmeldungen“, teilte Bengel mit. Und gegenüber Degen äußerten sich die Schausteller erfreut darüber, dass „die Weißenburger regenfest sind“, sprich sie hätten sich auch von Schauern nicht vertreiben lassen oder seien nach Regenfällen wieder zum Festplatz gekommen.

Auf anderen Volksfesten werde der Ausfall an Regentagen nicht kompensiert, hätten die Schausteller gesagt. Doch die Weißenburger, aber auch viele Besucher aus dem Umland, kämen eben an besseren Tagen, dafür in umso größerer Zahl.

Dies bestätigte gegenüber Bengel indirekt auch Andreas Hauber, Chef der Fischbraterei am Festplatz: „Er hat zu mir gesagt, so viel Fisch wie
am Freitag hat er noch nie an einem Tag verkauft.“

Die Rekordzahlen beim Ausschank und den Besuchern vom vergangenen Jahr wurden indes nicht erreicht, was aber auch nicht verwundert. „Das war eine absolute Top-Kirchweih im vergangenen Jahr, mit der darf man eigentlich nicht vergleichen. Die Be­sucherzahl schätzt Bengel auf etwa 80000. Im vergangenen Jahr wurde von 90000 bis 100000 gesprochen. Genaueres könne man aber erst nach Auswertung aller Zahlen sagen, meinte Bengel.

Er und Degen sind vor allem darüber erfreut, dass das zehntägige Fest besonders ruhig verlaufen ist. Ein paar Sachbeschädigungen oder Körperverletzungen gebe es immer, „aber man muss ja auch die enorme Menge an Menschen sehen, die hier feiert“, relativierte Degen.
Dass das Fest so ausnehmend friedlich verlief, liegt nach Einschätzung von Bengel auch an der Präsenz von Polizei und Sicherheitsdiensten. Gerade dass die Polizei auch in den Straßen und Wegen unmittelbar um den Festplatz zu sehen gewesen sei, habe sich als hilfreich erwiesen. „Die Polizei zeigte wieder starke Präsenz am Festplatz. Weit über 100 Stunden verbrachten uniformierte Beamte während der zehn Tage zu Fuß auf dem Festgelände“, schreibt denn auch Dienststellenleiter Peter Aschenbrenner.

Dessen Bilanz fällt ebenfalls positiv aus. „Natürlich gab es einige Zwischenfälle zu denen die Polizei hinzugezogen wurde. Fünf körperliche Auseinandersetzungen mussten geschlichtet werden und führten zu gegenseitigen Anzeigen. Gravierende Verletzungen waren glücklicherweise nicht zu beklagen“, heißt es in seinem Bericht.

Leicht angestiegen ist die Zahl der Diebstähle am Festplatz. So wurden Handys, Jacken und Geldbörsen und natürlich auch Maßkrüge Beute der Langfinger. „Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass die Beamten keine einzige Sachbeschädigung aufnehmen mussten und es auch in keinem Fall zu einer Widerstandshandlung kam. Auch die sonst üblichen Hilfeleistungen für stark Betrunkene sind in diesem Jahr er­heblich zurückgegangen“, schreibt Aschenbrenner.

Bengel und Degen loben auch die gute Zusammenarbeit mit Festwirt Gerhard Widmann, den Standbetreibern und den Schaustellern. Ausdrücklich sprachen sie den Anwohnern ihren Dank für deren Verständnis für die mit der Kirchweih verbundenen Unannehmlichkeiten aus. Die Probleme mit  Wildpinklern und anderen auffälligen Zeitgenossen müssten eben immer wieder angesprochen werden, um sie in den Griff zu kriegen, meinte Bengel. „Was anderes hilft da nicht.“

Darüber hinaus lobten er und Degen alle Helfer, angefangen von den Bauhofmitarbeitern bis hin zu Freiwilliger Feuerwehr und Rotem Kreuz. Für Bengel steht das Resümee für die rundum gelungene Kirchweih auch schon fest: „So können wir weiter­machen.“ 

Robert Renner

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