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Wenn die Alpen in Weißenburg liegen

60 Alphornbläser auf der Wülzburg - 15.08.2012 08:11 Uhr

Da gehen einem Augen und Ohren über: 60 Alphornbläser schickten ihre getragenen Klänge von den Festungsmauern der Wülzburg aus ins Weißenburger Land. Ein optisch wie akustisch spektakuläres Ereignis.

Da gehen einem Augen und Ohren über: 60 Alphornbläser schickten ihre getragenen Klänge von den Festungsmauern der Wülzburg aus ins Weißenburger Land. Ein optisch wie akustisch spektakuläres Ereignis.


Vor dem gemeinsamen Auftritt zeigten die zwölf Gruppen auch einzeln  ihr Können. Natürlich waren auch die regionalen Ensembles aus Gunzenhausen, Obermässing und Stauf angereist. Moderiert wurde der Reigen vom Wendelsteiner Hermann Lahm, der in unseren Breitengraden kein Unbekannter ist und hier schon durch manchen volksmusikalischen Abend geführt hat.

Sehr angetan zeigte er sich vom Gottesdienst im Zeichen der Ökumene. Ganz selbstverständlich würden diese etwa bei Berggottesdiensten zelebriert. In Lahms Anmoderation konnte er schier Unglaubliches vermelden: So messe etwa das längste
Alphorn der Welt sage und schreibe 47 Meter!

Eine Premiere anstatt eines Rekords gab es vor zwei Jahren in Gunzenhausen zu verzeichnen. Die dortige Alphornbläsergruppe feierte damals ihr fünfjähriges Jubiläum und hatte aus diesem Grund zum Ersten Mittelfränkischen Alphornbläsertreffen geladen. Analog dazu nutzte nun das Weiboldshausener Ensemble die Gelegenheit, im Rahmen seines Jubiläums eine Neuauflage des Mittelfränkischen Bläsertreffens abzuhalten.

Für die Schirmherrschaft sorgte die Gemeinde Höttingen, deren zweiter Bürgermeister Anton Müller am Fest die Gelegenheit nutzte, einen Blick ins Gründerjahr der Jubelgruppe zu werfen. Damals wurde unter anderem der Euro als Zahlungsmittel eingeführt. Müller betonte in seinen Worten die Bedeutung des gemeinsamen Musizierens, das soziale Hürden überwinde, die heimatliche Verwurzelung sowie den Gemeinschaftssinn stärke.

Gruppen wie die aus Weiboldshausen seien deswegen „Pfeiler aktiver Bürgerschaft“, sagte Müller. Großes Lob hatte er für die Musik der Jubilare selbst übrig. Das Alphorn mit „seinem samtweichen, runden, dunklen Ton kann einfach nur begeistern“, schwärmte der Bürgermeistervize. Die Musik lade zum „Seele baumeln lassen“ ein.
Ähnlich sah dies in seinem Grußwort auch Landrat Gerhard Wägemann. Eigentlich brauche man gar nicht mehr in den Urlaub zu fahren, um dort Alphörner zu genießen. Denn man habe sie ja nun auf die Wülzburg geholt. Er versäumte es zudem nicht, ein „Geburtstagsgeschenk in finanzieller Form“ den Jubilaren zu überbringen.
  

Jürgen Leykamm

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