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Zwei große Schützenfeste im Jahr 2016

Pappenheim (525) und Pleinfeld (150) feiern Jubiläum – Rückblick auf viele Erfolge – Gauversammlung mit Ehrungen - 08.01.2016 09:35 Uhr

Nach der 150-Jahr-Feier der Eintracht Germania Ellingen im vergangenen Jahr gibt es im Schützengau Weißenburg auch heuer wieder große Jubiläumsfeste: Die Privilegierte Schützengesellschaft Pappenheim feiert ihr 525-jähriges Bestehen, und die SG Pleinfeld kann auf 150 Jahre zurückblicken.

Nach der 150-Jahr-Feier der Eintracht Germania Ellingen im vergangenen Jahr gibt es im Schützengau Weißenburg auch heuer wieder große Jubiläumsfeste: Die Privilegierte Schützengesellschaft Pappenheim feiert ihr 525-jähriges Bestehen, und die SG Pleinfeld kann auf 150 Jahre zurückblicken. © Mühling


In Pappenheim wird aus diesem Anlass auch das Gauschießen ausgetragen, und zwar vom 17. April bis 15. Mai (offizielle Eröffnung ist am 15. April). Die Proklamation der neuen Gaukönige wird dann am 24. Juli am Volksfest-Wochenende in der Altmühlstadt erfolgen. In Pleinfeld gibt es ein Jubiläumsschießen im April so­wie ein großes Festwochenende vom 26. bis 29. Mai.

Nimmt man noch die Weißenburger Schützenzeche am 9. Juli hinzu, dann hat man schon ein drittes Highlight in einem für die Schützenvereine insgesamt sehr veranstaltungsreichen Jahr. Den entsprechenden Terminplan für 2016, zu dem zahlreiche weitere sportliche und gesellige Ereignisse kommen, legte Gauschützenmeister Werner Müller (Bavaria Dettenheim) jetzt bei der Jahreshauptversammlung des Gaus Weißenburg im Schützenhaus in Niederhofen vor.

„Hervorragende Erfolge“

Dort begrüßte er zusammen mit dem Vorsitzenden der gastgebenden Zimmerstutzengesellschaft Kehl, Karl Grünwedel, nicht nur die Vertreter der 34 Schützenvereine aus Weißenburg und Umgebung und die amtierenden Gaukönige, sondern auch Landrat Gerhard Wägemann, Weißenburgs Oberbürgermeister Jürgen Schröppel, die beiden Bezirksschützenmeister Gerold Ziegler und Karl Renn sowie die Bezirksdamenleiterin Brigitte Loy-Hanke als Ehrengäste.

Sie alle gratulierten zu den vielen „hervorragenden sportlichen Erfolgen“ (Ziegler) der heimischen Schützen und dankten zugleich für das ehrenamtliche Engagement in den Ver­einen und Gesellschaften. Bezirkschef Gerold Ziegler erläuterte in seinem Grußwort die anstehende Beitragserhöhung im Jahr 2017. Dabei nannte er eine Anhebung um 1,70 Euro pro Mitglied, um den Aufgaben auf den verschiedenen Ebenen gerecht zu werden. 50 Cent sollen an den Deutschen, 85 Cent an den Bayerischen und 15 Cent an den Mittelfränkischen Schützenbund fließen. Hinzu kommen vo­raussichtlich noch 20 Cent für den jeweiligen Gau.

Die erwähnten sportlichen Erfolge schlugen sich auch in den Berichten nieder: Gauschützenmeister Werner Müller hob in seinem Rückblick den fünffachen Europameister Roland Juranek (Nennslingen/Thalmässing) ebenso hervor wie die von den Zimmerstutzen Kehl stammende Peters­auracher Bundesliga-Schützin Tina Grünwedel. Ebenfalls erwähnte er die erfolgreichen Mädels aus Rothenstein und Raitenbuch, die nicht nur bei Meisterschaften abräumten, sondern zum Teil auch für Titting in der 2. Bundesliga aktiv sind.

Positiv bewertete Müller auch den erstmals durchgeführten Gauehrenabend. Hier sollen heuer am 10. September noch stärker die Auszeichnungen für sportliche Leistungen der regionalen Schützen konzentriert werden. In diesem Zusammenhang bedankte sich Müller besonders bei der sportlichen Leitung des Gaus mit Karl-Heinz Kögler (Ettenstatt) und Karl Winter (Nennslingen), die sich  für diesen Abend starkgemacht haben. Dabei soll künftig auch die Gaukette für den besten Schützen der besten Mannschaft des Gauschießens über­geben werden. Diesmal erfolgte die Ehrung allerdings noch bei der Gauversammlung und ging erneut an Michael Wiesinger von Edelweiß Bubenheim, der wie schon im Vorjahr mit 389 Ringen vorne lag.

In seinem Bericht streifte Werner Müller den Mitgliederschwund, mit dem die Schützenvereine zu kämpfen haben, gegen den der Mittelfränkische Schützenbund aber schon Maßnahmen ergriffen habe. Der Gauvorsitzende erinnerte zudem an Veranstaltungen wie das Vergleichsschießen mit dem Gau Hesselberg oder das Schützenfest in Ellingen. Weitere Rück­blicke legten Gausportleiter Karl-Heinz-Kögler, Gaujugendleiterin Nataly Kemmelmeier und Gaudamenleiter Oskar Grimm vor. Informationen gab es auch von den Referenten für Rundenwettkampf und Co. Hier wur­de mit Benjamin Reißinger (Pleinfeld) zugleich der neue Referent für den Bogensport vorgestellt. Zudem erhielt Monika Baier nach ihrem Kassenbericht Lob von den Revisoren und Entlastung von den anwesenden Vereinsvertretern.

Zusammen mit Gerold Ziegler und Brigitte Loy-Hanke hatten Gauschützenmeister Werner Müller und sein Stellvertreter Ralf Bauer (SV Stirn) bei der Tagung auch die angenehme Aufgabe, langjährige und verdiente Schützenbrüder und -schwestern auszuzeichnen. Die Anerkennungsnadel des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) in Grün ging dabei an Gertraud Wiedemann-Faber, Oliver Metzner (beide HSG Weißenburg), Ben­jamin Knoll, Sebastian Knoll (beide SV Trommetsheim), Jochen Obernöder (SV Germania Langenaltheim) und Helmut Dengler (SV Mühlengrund Gersdorf).

Die Damennadel in Bronze gab es für Gisela Hussendörfer und Andrea Städtler (beide SG Nennslingen). Über die Protektornadel durften sich Karl Meier, Norbert Oberhuber, Oskar Grimm und Walter Fellner (alle SG Nennslingen) freuen, während die Gaumedaille in Bronze an Roland Faber (HSG Weißenburg) nachgereicht wird. Zum Abschluss gab es noch das Ehrenzeichen der Böllerschützen in Silber für zwei Brüder aus den Reihen des SV Stirn und Umgebung, nämlich Reinhold und Anton Schneider. Letzterer ist zugleich Schützenmeister der DJK Stopfenheim. 

Uwe Mühling

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