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Kurz vor 9.00 Uhr rückten die Männer und Frauen mit zwei Löschfahrzeugen, dem Gerätewagen Gefahrgut, einem Einsatzleitwagen und dem Dekontaminations-Lkw der ABC-Komponente an, um zwei Statisten zu retten, die sich bei einem Unfall mit Chemikalien im Freibad verätzt hatten. Eigentlich wollten die Einsatzleiter, Stadtbrandinspektor Klaus Knaupp und ABC-Zugführer Jürgen Zachmann, erst einen Chlorgasunfall üben, hatten sich aber dann für ein komplexeres Szenario entschieden, bei dem verschiedenste Gefahrstoffe ausgetreten sind. Die Rettungskräfte vor Ort, die mit leichten und schweren Chemieschutzanzügen ausgestattet waren, mussten die mutmaßlichen Verletzten retten, klären, welche Stoffe ausgetreten sein könnten und wie man mit diesen im Ernstfall umgeht, und die Personen dekontaminieren.
Auch wenn der unterstellte Unfall relativ unwahrscheinlich ist, wie Stadtbrandinspektor Knaupp zugab, ganz aus der Luft gegriffen ist er nicht. Denn auch im Weißenburger Freibad lagern insgesamt 24 Chlorgasflaschen, die bei unsachgemäßer Handhabung beim Flaschenwechseln einen Chlorgasunfall zur Folge haben könnten. Eine derartige Übung, bei der die Freiwillige Feuerwehr Weißenburg gemeinsam mit der ABC-Komponente trainiert, findet einmal im Jahr statt. Die ABC-Komponente des Landkreises probt sogar zwölf Mal im Jahr, um im Ernstfall gerüstet zu sein.
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