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Dem bereits vielfach ausgezeichneten Juranek bereiteten seine Vereinsfreunde aus Thalmässing und Nennslingen einen begeisterten Empfang im Schützenheim Thalmässing. Auch die Bürgermeister Georg Küttinger (Thalmässing) und Günter Obermeyer (Nennslingen) sowie die Gauschützenmeister Josef Grillmayer (Schwabach/Roth/Hilpoltstein) und Werner Müller (Weißenburg) zählten zu den Gratulanten.
Der Thalmässinger Schützenmeister Reinhard Müller beschränkte sich beim Aufzählen der Erfolge Juraneks bei der EM auf die ersten Plätze, um nicht den Rahmen der Feier zu sprengen. So belegte Juranek bei den Einzelwettkämpfen den ersten Platz in den Kategorien „Miquelet/O“ (Steinschlossmuskete Original mit glattem Lauf), „Hizadai/R“ (Luntenschlossgewehr Replik mit glattem Lauf) und „Pennsylvania/R“ (Steinschlossgewehr Replik 50 Meter stehend). Des Weiteren siegte Juranek im Mannschaftswettbewerb der Kategorien „Nagashino/R“ (Luntenschlossgewehr Original oder Replik), „Versailles“ (Dienstgewehr Original 100 Meter liegend und Steinschlossmuskete 50 Meter stehend) und bei „Wedgnock“ (Steinschlossgewehr 100 Meter). Dazu erwähnte Müller noch den zweiten Platz in der Mannschaftskategorie „Gustav Adolph“ (Steinschlossmuskete Original).
„Deine Kameraden freuen sich mit dir und haben eigentlich auch nichts anderes erwartet“, so Müller angesichts der vielen Erfolge von Roland Juranek in den vergangenen Jahren. Auch Thalmässings Bürgermeister Georg Küttinger zeigte sich schwer beeindruckt von der Vielfalt der Disziplinen, in denen Juranek erfolgreich war. Dies sei „Zeichen für eine große Kontinuität, die mit Sicherheit viel Arbeit erfordere“. Als einen „Perfektionisten“ bezeichnete Nennslingens Bürgermeister Günter Obermeyer den Geehrten, dem für seine vielfältigen Tätigkeiten auch abseits des Schießplatzes die 24 Stunden des Tages kaum ausreichen würden. Und Gauschützenmeister Josef Grillmayer befürchtete gar, dass es so einen erfolgreichen Schützen im Gau so bald nicht mehr geben würde. Deshalb wünschte er sich, dass Roland Juranek seine erworbenen Fähigkeiten an die Nachwuchsschützen weitergeben möge.
Juranek selbst blieb bescheiden. Eigentlich war sein Ziel, als er nach Finnland aufbrach, lediglich eine Medaille zu gewinnen. „Um so größer war die Freude, als es am Ende sieben Stück waren“, so der Europameister. Er versprach den Anwesenden, im nächsten Jahr bei der Vorderlader-Weltmeisterschaft, die in Pforzheim stattfinden wird, sein Bestes zu geben. Roland Juranek: „Es würde mich sehr freuen, es auch im eigenen Land noch einmal zu packen“.