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Drei starke Viertel und zwei schwache Referees

Treuchtlingen verloren gegen München vor 600 Zuschauern mit 65:76 - 30.01. 08:21 Uhr

treuchtlingen  - 17:18, 35:30, 46:44 – so lauteten aus Treuchtlinger Sicht die Spielstände nach den ersten drei Vierteln. Die VfL-Baskets führten über weite Strecken und schienen als Tabellenvorletzter auf dem Weg zu einer handfesten Überraschung gegen den Rangvierten aus München zu sein. Doch sie konnten sich nie entscheidend absetzen. Und dann kam im Schlussviertel ein gewaltiger Einbruch: Die Gäste gewannen diesen Durchgang deutlich mit 32:19 und gingen unterm Strich noch als 76:65-Sieger aus der Senefelder-Halle.

„Eine begeisternde Abwehrschlacht“: So bezeichnete Treuchtlingens Trainer Stephan Harlander die ersten drei Viertel gegen München. Bis dahin waren die VfL-Baskets (in Weiß) glänzend im Spiel, mussten dann jedoch im letzten Durchgang noch eine Niederlage hinnehmen.
„Eine begeisternde Abwehrschlacht“: So bezeichnete Treuchtlingens Trainer Stephan Harlander die ersten drei Viertel gegen München. Bis dahin waren die VfL-Baskets (in Weiß) glänzend im Spiel, mussten dann jedoch im letzten Durchgang noch eine Niederlage hinnehmen.
Foto: Uwe Mühling
„Eine begeisternde Abwehrschlacht“: So bezeichnete Treuchtlingens Trainer Stephan Harlander die ersten drei Viertel gegen München. Bis dahin waren die VfL-Baskets (in Weiß) glänzend im Spiel, mussten dann jedoch im letzten Durchgang noch eine Niederlage hinnehmen.
„Eine begeisternde Abwehrschlacht“: So bezeichnete Treuchtlingens Trainer Stephan Harlander die ersten drei Viertel gegen München. Bis dahin waren die VfL-Baskets (in Weiß) glänzend im Spiel, mussten dann jedoch im letzten Durchgang noch eine Niederlage hinnehmen.
Foto: Uwe Mühling

Die Treuchtlinger Fans hatten die Buhmänner für die bittere Niederlage schon während des Spiels ausgemacht: Sie pfiffen und skandierten die beiden Referees Christian Haller und Sebas-tian Glosemeier gnadenlos nieder – zum Teil leider auch mit Sprechchören, die unter die Gürtellinie gingen. Das Schiedsrichter-Duo hatte den VfL nicht nur aus Sicht der Fans, sondern auch nach Meinung der Verantwortlichen stark benachteiligt, und so sein Scherflein zur zwölften Saisonniederlage in der 1. Regionalliga Südost beigetragen.

„Einen Spieler kann man auswechseln, die Schiedsrichter nicht“, sagte VfL-Abteilungsleiter Josef Ferschl. Aus seiner Sicht haben die Referees die Partie „total verpfiffen“. Auch Treuchtlingens Trainer Stephan Harlander hatte schon während der Partie seinem Unmut gegenüber den Schiris Luft gemacht, wollte nach der Schlusssirene aber nicht weiter Öl ins Feuer gießen. Keinerlei Verständnis hatte Harlander vor allem für die Einteilung durch den Verband: Einer der Referees kam aus München – und das in einer teilprofessionellen Liga wie der 1. Regio.

„Katastrophal bis unterirdisch“



Sehr unzufrieden mit den Leistungen der Unparteiischen war auch Münchens Trainer Matthias Zollner und verteilte die Prädikate „katastrophal bis unterirdisch“. Die Partie im Treuchtlinger Hexenkessel mit wieder einmal rund 600 Zuschauern, sei nicht einfach zu leiten gewesen. Fehlentscheidungen hat es aus Zollners Sicht allerdings auf beiden Seiten gegeben. Als ausschlaggebend für den Sieg seiner Mannschaft bezeichnete der Münchner Coach die starke Abwehrleistung seiner Truppe im dritten und vierten Durchgang. „Ich denke der VfL ist in einer Partie mit sehr hoher Intensität zum Ende hin müde geworden. Und wir haben den Luxus, dass wir breiter aufgestellt sind“, stellte Zollner treffend fest.

Ähnlich sah es auch sein Treuchtlinger Kollege Stephan Harlander. Seiner eigenen Truppe attestierte er, über die ersten drei Viertel auf einem „stabilen Regionalliga-Topniveau“ gespielt zu haben. „Es war eine begeisternde Abwehrschlacht beider Teams“. Allerdings habe nur München dieses Topniveau auch im letzten Abschnitt halten können und somit auch zurecht gewonnen. Bei den VfL-Baskets habe sich Müdigkeit ebenso eingeschlichen wie die Frustration über die Entscheidungen der Schiedsrichter, denen er aber keineswegs die Schuld geben wollte. Harlander: „Wenn wir selber nur 75 Prozent spielen, reicht das nicht.“

Auch Sebastian Ferschl äußerte sich in diese Richtung. „Ich denke, wir haben in den ersten drei Vierteln eine gute Leistung gezeigt. Das hat sehr viel Kraft gekostet, die uns im letzten Viertel gefehlt hat,“ sagte der Leis-tungsträger in Reihen der Treuchtlinger. Als Folge fehlte durch die Müdigkeit die Konsequenz in der Defensive und die Konzentration in der Offensive. „Außerdem haben wir uns von den Schiedsrichter-Entscheidungen zu sehr beeinflussen lassen und sind aus dem Rhythmus gekommen – aber das ist irgendwie auch verständlich“, so Sebastian Ferschl, der fünf Punkte und zwei Assists im Protokoll stehen hatte.

Die meisten Zähler verbuchte diesmal Volker Lang (19), der zugleich effektivster VfL-Spieler war. Fabian Ferschl ging als Kapitän – wie immer – mit großem Einsatz voran, markierte 16 Punkte, holte die meisten Rebounds (zehn) aller Akteure auf dem Feld und verwandelte alle seine acht Freiwürfe. Treuchtlingens Topscorer Stefan Schmoll, der von den Münchnern intensiv bewacht und bekämpft wurde, musste sich diesmal mit neun Punkten begnügen.

Am Samstag kommt Zwickau

Das Spiel und die Niederlage gegen München gilt es nun schnell abzu-
haken, denn am kommenden Samstag steht schon das nächste Heimspiel vor der Tür. Zu Gast ist dann der BC Energie Zwickau, seineszeichens Tabellenfünfter.
VfL Treuchtlingen: Volker Lang (19 Punkte, 7 Rebounds), Fabian Ferschl (16 Punkte, 10 Rebounds), Claudio Huhn (13), Stefan Schmoll (9 Punkte, 7 Rebounds), Sebastian Ferschl (5), Arne Stecher (3), Lars Stecher, Nicolas Hirschmann, Martin Donaubauer, Carsten Seeberger.
München Basket: Fabian Kirchhoff (19 Punkte), Mark Grube (18 Punkte, 9 Rebounds), Florian Börstler (13), Robel Atoberhan (10), Tobias Neukamm (6), Chris Scholtes (3), Michael Frimpong (3, 9 Rebounds), Christoph Pölt (2), Maximilian Härtel (2), Dustin Sahm.
Weitere Ergebnisse vom Samstag: Regnitztal – USC Leipzig II 81:49, Weiden – Deisenhofen 84:83, Herzogenaurach – Ansbach 64:83. 



Uwe Mühling

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