|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Die Erfolgsquote des Georgensgmünder Standorts kann sich wahrlich sehen lassen: Bereits das dritte Jahr in Folge rangiert der einzige Kabeljungwerker-Azubi deutschlandweit ganz vorne. Einen entscheidenden Anteil daran hat Ausbilder Norbert Menzel. Nicht ohne Grund zählen dessen Lehrlinge regelmäßig zu Bayerns und auch Deutschlands besten Kabeljungwerkern. Insofern muss auch der technische Leiter und Mentor Menzel in der Betreuung „seiner Schützlinge“ vieles richtig machen. „Flache Hierarchien“ würden den Alltag in der Produktion prägen, bestätigt auch Klaus Lang das „familiäre Klima“ am mit rund 100 Beschäftigten relativ kleinen Leoni-Standort. So sei es für die Gesellen an den Maschinen eine Selbstverständlichkeit, den „Stiften“ mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, sodass auch Lang als Jahrgangseinziger „keine Langeweile verspürte“.
Aber wie wird man bundesweit bester Kabeljungwerker? Schon in der Schule hatte der Bergener ein „Händchen für die Praxis“ gehabt. Zur „Exotenausbildung“ zum Kabeljungwerker habe ihm schließlich sein Bruder Alfred, der am Rother Leoni-Standort beschäftigt ist, geraten. Der Ausbildungsbedarf verschlug Lang dann nach Georgensgmünd. „Keine schlechte Option“, weiß der Lehrherr.
Denn den hier produzierten kleineren Stückzahlen geschuldet, müssten seine Beschäftigten viel öfter die Maschinen den Kundenanforderungen entsprechend nachjustieren. „Learning by doing“ ist daher das einfache Rezept, wodurch sich die Gmünder Auszubildenden besondere Fertigkeiten im Umgang mit den Produktionsmaschinen aneignen können und so regelmäßig an die deutsche Lehrlingsspitze kommen.
Knappe Entscheidung Um wie Klaus Lang allerdings nach ganz oben zu kommen, gehört dann auch ein Quäntchen Glück in der Abschlussprüfung dazu. „Ein halber Punkt“ habe hier oft schon den Ausschlag gegeben, erinnert sich Menzel unter anderem an das vergangene Jahr, wo sein damaliger Schützling noch knapp auf den zweiten nationalen Rang verdrängt wurde.
Aber wie geht es für Lang nach seiner mit Auszeichnung bestandenen Ausbildung weiter? Die Übernahme für zumindest ein Jahr haben die Lehrlinge von Leoni bereits von Beginn an in der Tasche. Doch damit möchte sich der 18-Jährige nicht zufrieden geben und plant, auf die zweijährige Schulung zum Industriemeister zu sparen.
Zur Festveranstaltung zu Ehren der bundesweit besten IHK-Auszubildenden reiste Klaus Lang gemeinsam mit seinen Eltern und seinem Ausbilder auf Firmenkosten nach Berlin. Dort wurde er von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler für seine herausragenden Prüfungsleistungen prämiert. Moderiert wurde die Veranstaltung von Barbara Schöneberger, die in ihrer bekannt frechen Art zu den Jugendlichen meinte: „Das ist schön, hier zu sein und zu sehen, dass es noch etwas gibt zwischen Facebook und Flatratesaufen.“