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15 Führungswechsel, zwölfmal ausgeglichener Spielstand, einmal Treuchtlingen mit acht Punkten vorn, dann Weiden mit neun. Die wieder rund 600 Zuschauer in der Senefelder-Halle sahen eine hart umkämpfte, nicht unbedingt hochklassige Partie.
Trainer Stephan Harlander hatte die Marschroute ausgegeben, von Beginn an Tempo zu machen. Das sollte den mit nur acht Spielern angereisten Weidenern keine Verschnaufpause lassen. In Halbzeit eins sah man ein relativ munteres Scheibenschießen – das in der Basketballsprache als milde Form des „Run&Gun“ (Laufen und Werfen) durchgehen konnte.
Das Spiel wurde von Einzelaktionen dominiert. Grundsätzlich keine so schlechte Nachricht für die Treuchtlinger, die mit Peter Maischak über einen der Topscorer der Liga verfügen und mit Tim Eisenberger einen weiteren Mann haben, der Spiele entscheiden kann. Doch fehlten den Treuchtlinger Angriffsbemühungen Ruhe und Verlässlichkeit.
Bestes Beispiel: der Beginn der zweiten Halbzeit. Die Zwei-Punkte-Führung der Weidener war nach 15 Sekunden Makulatur. Maischak traf von hinter der Dreipunkte-Linie. Innerhalb von gut zwei Minuten legten Lars Stecher, Tim Eisenberger und erneut Maischak mit Dreiern nach. Die Halle stand Kopf, der Weidener Coach schüttelte ihn, und seine Spieler traten in der Auszeit ein paar Wasserflaschen durch die Gegend. Es sah gut aus für die VfL-Baskets.
Dann aber riss der Faden. Nach dem furiosen Auftakt gelangen in den restlichen rund sieben Minuten des dritten Viertels gerade noch vier magere Pünktchen. Und als die Weidener dieses seltsame Viertel mit einem Dreier in der Schlusssekunde beendeten, war eher den Treuchtlingern danach, Wasserflaschen umzutreten.
„Das war einer der Momente“, sagte Harlander nach dem Spiel. „Da hätte ich den Jungs helfen müssen, aber ich stand ratlos an der Seitenlinie und habe einfach kein Rezept gefunden. Wir haben heute eine verkrampfte Mannschaft gesehen und ich war der verkrampfteste.“ Die Mannschaft habe kein gutes Spiel gemacht und er als Trainer einen schlechten Tag erwischt, erklärte Harlander in entwaffnender Offenheit.
Dabei sah es auch im Schlussviertel nochmal so aus, als ob die Treuchtlinger eine ihrer legendären Aufholjagden starten könnten, um dann in dritter Verlängerung mit einem Dreier in der Schlusssekunde zu siegen. Diesmal aber gab es kein Happy-End. Zwischenzeitlich waren die Mannen um den wieder einmal überragenden Peter Maischak zwar wieder auf zwei Punkte dran, dann aber brachen ihnen Ballverluste, Kopflosigkeit und einige Pfiffe der Schiedsrichter das Genick.
Am Ende blieb die Erkenntnis, dass es für die Treuchtlinger eng wird, wenn sie nicht komplett sind. Vor allem der verletzte Volker Lang fehlt als dritter verlässlicher Scorer. Erst recht, wenn Tim Eisenberger einen relativ gebrauchten Tag erwischt. Sonderlich verwunderlich war das in seinem Fall allerdings nicht, er hatte sich direkt aus dem Krankenbett in die Halle geschleppt. Und in die Bresche springen wollte so recht keiner. Etwa Claudio Huhn, der zuletzt gegen Ansbach mit einem bärenstarken Spiel für Aufsehen gesorgt hatte.
Aber es gab auch Erfreuliches zu berichten. Nicolas Hirschmann, der gut 20 Minuten Spielzeit bekam, nutzte die Gelegenheit für einen beherzten Auftritt, vier Punkte und vor allem sieben Rebounds. Zudem zeigte Rückkehrer Sebastian Ferschl, dass er der Mannschaft helfen kann. Zweimal stieg er hoch und zweimal versenkte er den Dreier.
Nun geht es am nächsten Samstag zum Auswärtsspiel gegen den Tabellenvorletzten Dachau. Da wäre ein Sieg sicher wertvoller und wichtiger als gegen die Weidener Cocoons aus dem Tabellen-Mittelfeld.
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