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Gestern drückte es die unappetitliche Soße aus Klopapier, Exkrementen und Wasser beständig aus einem Kanaldeckel auf Höhe des Mode- hauses Vögele. Auf einer Länge von 50 Metern hatte sich aus dieser Mischung eine zentimeterdicke Eisschicht ge- bildet, die das Fahren unmöglich machte.
Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte die Stadt Weißenburg, dass es ein Problem in einem privaten Kanalstück gebe, das die Abwässer des Schnellrestaurants in den städtischen Kanal einleitet. „Der Kanal ist wahrscheinlich verstopft und das Abwasser kann nicht mehr abfließen“, so Daniela Schnitzlein, die bei der Stadt für die Entwässerung zuständig ist. Was genau die Verstopfung verursache, könne man derzeit nicht sagen und sei zudem das Problem des Betreibers des Restaurants in der Augsburger Straße, der das Problem aus der Welt schaffen müsse.
Das wollte Stefan Streckel, der als Franchisenehmer die McDonald’s- Restaurants in Weißenburg, Gunzenhausen, Roth und Schwabach betreibt, gestern nicht bestätigen. „Die Stadt weiß nicht, was das Problem verursacht. Das habe ich Schwarz auf Weiß“, sagte er auf Anfrage unserer Zeitung. „Vielleicht ist es ja auch ein Einleitungsproblem im städtischen Kanal“, vermutete Streckel.
Bei der Stadt stoßen die Ausflüchte Streckels auf wenig Verständnis. „Das kann ich aus technischen Gründen ausschließen“, sagte Schnitzlein zu Streckers Hypothese. „Es kann kein Einleitungsproblem sein, sonst hätten wir das weiter unten ja auch und das Problem wäre schon öfter aufgetreten.“ Dass man nicht wisse, was die Ursache sei, sei korrekt, sehr wohl wisse man allerdings, dass das Problem in dem von McDonald’s genutzten Privatkanal liege, so die Mitarbeiterin der Stadt.
Einig sind sich beide Seiten immerhin, dass es einige Zeit dauern dürfte, bis der Fehler aus der Welt geschafft ist. „Im Moment kommt keine Firma und gräbt den Boden auf. Wir können nicht mit Eispickeln raus. Wir sind im Moment machtlos“, sagte Streckel. Solange das Wasser aber sprudelt und die Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt liegen, ist gegen das Eis auf der Fahrbahn nichts auszurichten. Allenfalls könnten zwischenzeitlich mit einem Bagger die Eisplatten entfernt werden. Die Straße dürfte aber halbseitig gesperrt bleiben, bis die Temperaturen annähernd Plusgrade erreichen. Das dürfte allerdings mindestens eine Woche dauern und bei manchem Autofahrer auf der viel befahrenen Einfallstraße für Verdruss sorgen.
Stefan Streckel räumte gegenüber unserer Zeitung ein, dass es ein ähnliches Problem bereits einmal gegeben habe. „Wir haben den Kanal dann saniert – für viel, viel Geld.“