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Renate Knufinke aus Treuchtlingen erhielt die Auszeichnung wegen ihrer engagierten Bemühung um die musische Förderung von Heranwachsenden. Sie gründete 1980 die Musische Gruppe Treuchtlingen und leitete diese fast 27 Jahre. Mit den fünf bis 14 Jahren alten Kindern studierte sie Musicals ein, deren Texte sie selbst geschrieben und die Musik dazu eigens komponiert hat. „Frau Knufinke ist eine Frau der Tat“, sagte Wägemann. Sie sei sich auch nicht zu schade gewesen, die Kostüme für ihre Kindertheatergruppe selbst zu nähen und Nebenrollen in ihren Stücken zu übernehmen.
Auch nachdem sie 2006 die Leitung der musischen Gruppe abgegeben hatte, war und ist sie weiterhin aktiv. Dem Theater ist sie immer noch verbunden und tritt in kleinerem Rahmen auf – beispielsweise im Alten- und Pflegeheim Treuchtlingen, deren Bewohner im Rahmen ihrer Möglichkeiten miteinbezogen werden. Darüber hinaus begleitet sie Rollstuhlfahrer bei ihren Besorgungen oder kümmert sich um ältere Mitbürger und besucht diese zu Hause.
Klaus Modl aus Pappenheim wurde von Wägemann für seine Anstrengungen um die Bewahrung der Burg Pappenheim geehrt. Der Bauunternhmer ist seit 40 Jahren Mitglied des Vereins „Gesellschaft der Freunde der Burg Pappenheim“ und hat 2002 auch den Vorsitz übernommen. In den Jahren seines Einsatzes hat er sich nicht gescheut, sowohl eigenes Kapital als auch Maschinen zur Verfügung zu stellen, um das Wahrzeichen der Stadt Pappenheim zu erhalten. Modl war „mit vollem Herzen bei der Sache und hat im Blaumann auch mal selbst mitangepackt“, lobte Wägemann.
Mitte der 1970er-Jahre wurde damit begonnen, Schutt und Abfall aus der Hauptburg und dem Palas zu entfernen. Über die Jahre hinweg säuberte man den Burgfried, tätigte diverse Baumaßnahmen an der Vorburg und begann, den Brunnen bis auf den Grundwasserspiegel auszugraben. Den dafür nötigen Lastenaufzug hat Klaus Modl sogar selbst entwickelt. Daneben organisierte er Fördergelder von der Arge, um den Aufbau des Palas verwirklichen zu können. Nach und nach verhalf Modl so der Burg zu ihrem heutigen Gesicht.
Abschließend bedankten sich die beide Geehrten auch im Namen ihrer Familien und Freunde, ohnen deren Unterstützung das eigene Engagement für das Gemeinwohl sicher nicht möglich gewesen wäre.