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„Am 2. Februar 1962 meldete Willy Durst den Posaunenchor Ellingen-Hörlbach beim Verband der evangelischen Posaunenchöre an“, stellte Pfarrer Roland Knöll eingangs fest. Neben Durst gehörten dem Verein anfangs Pfarrer Wilhelm Reuter sowie weitere sieben Mitglieder an. Und jener inzwischen 88-jährige Willy Durst war auch beim Jubiläumskonzert unter den Gästen. Durst stand dem Chor von 1963 bis 1999 vor und wurde im Mai 2002 zum Ehrenchorleiter ernannt.
Knöll erläuterte weiter, dass in dieser Zeit rund 2 500 Probeabende und 500 Sonntagseinsätze bei Gottesdiensten stattfanden. Von ursprünglich rund zehn Bläserinnen und Bläsern ist die musikalische Truppe auf bis zu 25 Aktive angewachsen. Rund 100 Personen haben heute in ihrer Biografie stehen, dass sie Mitglieder des Posaunenchores sind oder waren, schloss der Pfarrer seine einführenden Worte.
Viele Probenabende waren notwendig gewesen, um das Konzert vorzubereiten. Die Chormitglieder um ihren Leiter Kurt Müller zeigten eine breite Palette ihres Könnens, das sich nicht nur auf die Hauptaufgabe von Posaunenchören, nämlich das Spiel zum Lob Gottes, konzentrierte. Hervorragend intonierte kirchliche wie weltliche Melodien klangen an diesem Abend mit Trompete, Flügelhorn und Posaunen wunderbar, was vom dankbaren und interessierten Publikum teilweise mit Zwischenapplaus anerkannt wurde.
Ganz modern war der Einstieg in das Konzert mit dem Stück „Fanfare“, das der erst 1971 geborene Offenburger Kantor Traugott Fünfgeld komponiert hat und bei dem der Chor von den Kesselpauken von Klaus Pfefferlein unterstützt wurde. Es folgte „Kum bay ya“, ein sehr bekanntes Lied aus Nordamerika. Am Ende des ersten Blocks wurden die Zuhörer mit „Wo Menschen sich vergessen“ gleich zum Mitsingen eingeladen.
Der Bogen der Liedvorträge spannte sich von einem „Groove“ von Traugott Fünfgeld über den von Landesposaunenwart Dieter Wendel bearbeiteten Gospelsong „Amen“ und dem von der mexikanischen Komponistin Consuelo Velázquez geschaffenen „Bésame mucho“ bis hin zu Liedern „Einzug“, „Ohrenblick mal“ und „Splendor of Brass“, die beim Deutschen Evangelischen Posaunentag 2008 in Leipzig entstanden sind.
Nach dem mit der eigentlich für den Dudelsack komponierten Melodie „Highland Cathedral“ eröffneten Finale, das mit „Danket dem Herrn“, „Nun danket alle Gott“ und „Der Tag mein Gott, ist nun vergangen“ endete, belohnten die Gäste den Posaunenchor Ellingen-Hörlbach mit viel Applaus, der natürlich eine Zugabe herausforderte.
Hierfür hatte der Chor den irischen Reisesegen „Möge die Straße uns zusammenführen“ vorbereitet, der in den Kanon des Nürnberger Komponisten Johann Pachelbel hinein verwoben war. Chorleiter Kurt Müller dankte den Gästen und erläuterte, dass die Bläserinnen und Bläser am Ende des Konzerts ihre Instrumente erheben und mit diesem „Bläsergruß“ zum Ausdruck bringen, dass sie zum Lobe Gottes musizieren.